Oct 7th, 2011 2:05 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Themen des Tages:
1. ONEs Kampagnenvideo „Das F-Wort“ erfährt breites Medienecho
Seit gestern berichten unter anderen bild.de und heute.at über das neue Kampagnenvideo von ONE „Das F-Wort: Nicht fluchen sondern handeln“. Als Teil einer größeren Kampagne fordern bekannte Persönlichkeiten, darunter ONE-Mitbegründer Bono, der somalischstämmige Sänger K’naan sowie die deutschen Schauspielern Jan Josef Liefers, Benno Fürmann und Anna Loos, sowohl kurz- als auch langfristige Maßnahmen gegen die Hungersnot am Horn von Afrika.
2. Die mächtigste Frau Afrikas – Ellen Johnson-Sirleaf, Präsidentin von Liberia
Als hätte sie etwas über die soeben gefallene Entscheidung des Nobelpreiskomitees geahnt, berichtet die Financial Times Deutschland heute über die Präsidentin von Liberia, Ellen Johnson-Sirleaf (ONE berichtete bereits gestern über ein Interview mit Die Zeit). Sie sei die mächtigste Frau Afrikas, ihr Volk nenne sie nur „Ma“. Nach sechs Jahren an der Spitze des Landes hoffe sie am Dienstag kommender Woche auf die Wiederwahl, da der Wiederaufbau des Landes nach 15 Jahren Bürgerkrieg laut eigener Aussage „noch nicht getan sei“. Die UN-Sonderbeauftragte für Liberia, Ellen Margarethe Loj, messe der Wahl eine entschiedene Bedeutung für das Land, aber auch für den ganzen Kontinent bei.
Hieran schließt sich eine aktuelle Meldung der Financial Times Deutschland online über die Vergabe des Friedensnobelpreises an. Das Komitee würdigte neben der Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf auch die Menschenrechtlerin Leymah Gbowee aus Liberia sowie die junge Journalistin Tawakkul Karman aus dem Jemen. Erstmals seit 1901 ging der Preis dabei zu gleichen Teilen an drei Frauen gleichzeitig.
3. Innovatives Afrika – Bezahlen mit dem Handy
Der Mobilfunkanbieter Safaricom aus Kenia habe bereits vor knapp fünf Jahren das mobile Bezahlsystem „M-Pesa“ auf den Markt gebracht, welches Überweisungen per Handy ermögliche, so die Financial Times Deutschland. Die rund 11.000 M-Pesa-Shops ermöglichten es dem Kunden, die SIM-Karten und deren Kontofunktion freizuschalten, indem dieser durch den Erhalt einer Nummer sowie eines Passwortes zukünftig auf das mobile Konto zugreifen könne. Mittlerweile verfügten über zehn Millionen Kenianer über ein mobiles Konto, wodurch umgerechnet mehr als 200 Millionen Euro pro Monat umgesetzt würden.
4. Kieler Symposium kritisiert Spekulation mit Lebensmitteln
Der Kampf gegen Spekulationen mit Agrarprodukten sei nach Ansicht von Experten des vierten Global Economic Symposiums (GES) in Kiel derzeit die weltweit dringlichste Aufgabe. So berichten unter anderen die Lübecker Nachrichten und das Diepholzer Kreisblatt davon, dass das Thema unter den mehr als 400 Teilnehmern des Treffens noch wichtiger als die Lösung der Schuldenkrise angesehen worden wäre. GES-Direktor Alessio Brown behaupte in diesem Zusammenhang, das Problem sei kleiner dargestellt worden als es in Wirklichkeit sei. Er sähe die Lösung in einer Art Verhaltenskodex, welcher von Investoren aus Schwellenländern, die in Afrika oder Asien Agrarland kaufen, unterschrieben werden müsse, um so den lokalen Verkauf eines Teils der angebauten Lebensmittel garantieren zu können. Bisher werde ein Großteil der Lebensmittel für den Export angebaut und sei für die einheimische Bevölkerung bviel zu teuer.
5. UN-Studie: In Afrika und Lateinamerika gibt es die meisten Morde
Laut dem Hamburger Abendblatt warnen die Vereinten Nationen in ihrem ersten „Mord-Bericht“ des Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) vor einem „kritischen Punkt“ in der Entwicklung dieser schweren Verbrechen. Die UNO sehe zwischen Mordrate und Entwicklung eines Staates einen Zusammenhang, denn die Fallzahl sei in Ländern mit schlechtem Gesundheitssystem, schwacher Wirtschaft und großen Einkommensunterschieden viermal höher als in stabilen Staaten. „Kriminalität verjagt die Wirtschaft, zieht Humankapital ab und destabilisiert Gesellschaften“, heiße es in em Bericht. Vor allem in Afrika, auf dessen Konto 36 Prozent der im Jahr 2010 gezählten 468.000 Morde gingen, steige die Zahl der Morde rapide.
6. Greenpeace: Rauchen zerstört den Urwald
Wie die Westdeutsche Allgemeine berichtet, ist der Tabakanbau laut Greenpeace für großflächige Abholzungen von Wäldern in Afrika und Lateinamerika verantwortlich. Der Konsum von Zigaretten schade vor allem den Wäldern Malawis, Afrikas größtem Tabakproduzenten, so das Greenpeace Magazin. Aufgrund der Rodung ganzer Landstriche seien dabei die Auswirkungen im Zentrum und im Südosten dieses Landes besonders dramatisch.
TAGS: Afrika, Benno Fürmann, Bono, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, Gesundheit, Handel, Infrastruktur, Interviews, Kenia, Kultur, Landwirtschaft, Liberia, Malawi, ONE, Politik Aktuell, Rohstoffe, Technologie, Transparenz, UNO, Videos, Was wir lesen
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