Morgen kommt der Papst nach Deutschland. Er hat ein strammes Programm – darunter ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und seine Rede vor dem Bundestag. Wir haben aus diesem Anlass eine Petition gestartet und innerhalb einer Woche fast 13.000 Unterschriften dafür gesammelt. Die Unterzeichner fordern den Papst auf, bei seinen politischen Terminen das Thema Armutsbekämpfung anzusprechen und die Bundesregierungen zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen Armut aufzufordern.

Heute war ONE Deutschland-Direktor Tobias Kahler in aller Herrgottsfrüh unterwegs (sorry, aber diese Wortspiel musste sein), um die Unterschriften beim Apostolischen Nuntius zu übergeben. Der Nuntius ist quasi der Botschafter vom Vatikan in Deutschland. Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen konnte Tobias eure Unterschriften leider nicht persönlich übergeben, aber wir haben die Unterschriften an die Nuntiatur gemailt und in einem netten Telefonat mit einer Mitarbeiterin noch einmal unser Anliegen vorgebracht. Jetzt heißt es also Daumen drücken oder Hände falten – je nach Façon.
Wir sind jedenfalls sehr gespannt, ob der Papst morgen dieses wichtige Thema anspricht. So oder so: Vielen Dank an alle, die unsere Petition an den Papst unterstützt haben. Wir werden die Rede morgen Nachmittag im Fernsehen verfolgen und gleichzeitig auf Twitter darüber berichten.
– Alicia Blázquez –

1 Kommentare
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
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23.09.2011 at 11:45
Leider sind nicht nur die Politiker auf sich bedacht sondern auch die Kirche ist mittlerweile so pompös geworden. Es passt nicht mehr in unsere Zeit diese Reisen, die so viel Millionen verschlingen. Wieviele Kinder in der dritten Welt könnten davon satt werden und zur Schule gehen.
Die Kirche muss sich grundlegend wandeln, sonst wird sie immer unglaubwürdiger. Leider stehen die Priester auf verlorenem Posten, die in der dritten Welt gegen Hunger, Krankheit kämpfen.
Es sollten nicht nur Worte und Reden erfolgen sondern Taten