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Eine Schulstunde für ONE


Jun 17th, 2011 11:02 AM UTC
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Unsere Living Proof-Botschafterin Johanna hat für uns ihre alte Schule besucht und dort mit verschiedenen Schulklassen über Entwicklungszusammenarbeit und den Kampf gegen Armut insbesondere in Afrika gesprochen. Hier erzählt sie wie es war, für ONE mal auf der anderen Seite des Lehrerpults zu sitzen.

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An zwei aufeinanderfolgenden Tagen war ich diese Woche als ONE-Botschafterin an einer meiner alten Schulen, dem Sartre Gymnasium in Berlin Hellersdorf. Es war ein etwas merkwürdiges und schönes Gefühl, nach einigen Jahren einmal hinter dem Lehrertisch zu sitzen. Ziel der Aktion war es, den Schülern einige der Ursachen, Zusammenhänge und Folgen moderner Entwicklungszusammenarbeit nahezubringen. In drei Unterrichtsblöcken mit verschiedenen Altersstufen in den Klassen 8.2, 10.1 und einem Grundkurs der 12. Klasse in Politischer Weltkunde haben die Schüler und ich gemeinsam durch Fragen an die Klasse und bei den jüngeren auch mit anschaulichen Rollenspielen ein paar wichtige Faktoren herausgearbeitet und besprochen.

alignnoneAm Anfang stand jeweils die Frage: “Was fällt euch zu Afrika ein?” Die Schüler antworteten meist wie zu erwarten war mit Begriffen wie Armut, Hunger, Menschen mit dunkler Hautfarbe, Apartheid, und AIDS, aber auch schöne Länder, wilde Tiere, und ähnliches.

Dann ließ ich sie afrikanische Länder nennen und einige der Schüler konnten auf der Karte zeigen, wo sich diese Länder befinden. Das hat erstaunlich gut funktioniert und die Schüler hatten  offensichtlich Spaß an der Übung. Die älteren Schüler habe ich auch gefragt, ob sie schon wüssten, dass das Deutsche Reich   früher Kolonien in Afrika besetzt hielt und welche heutigen Länder das sind. Im Geschichtsunterricht hatten sie das Thema bereits behandelt und nannten souverän die u.a. Länder Tansania, Kamerun, Namibia und den Kongo.

Auf die Frage, was sie sich unter Entwicklungszusammenarbeit vorstellen und warum das Ganze nun auch offiziell nicht mehr Entwicklungshilfe genannt wird, reagierten die Jugendlichen zunächst etwas zögerlich. Doch nach ein paar anschaulichen Übungen wurde ihnen der Unterschied schnell bewußt. Wir sprachen auch über die aktuelle Politik der Bundesregierung und des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Wir sprachen darüber, was Demokratie ausmacht, welche Chancen sie bietet, aber auch die ständigen Herausforderungen für die Gesellschaft. Und die Kurzgeschichte der Vereinten Nationen durfte als Vorbereitung zur Vorstellung der Millenniumsentwicklungsziele natürlich auch nicht fehlen.

Es war eine wertvolle Erfahrung, mit den Schülern zu einem mir so wichtigen Thema zu arbeiten. Es hat großen Spaß gemacht mit solch engagierten und intelligenten jungen Menschen zu reden. Spannend war auch die Erfahrung mit den unterschiedlichen Altersstufen zu arbeiten, auf die man natürlich unterschiedlich eingehen muss. Es ist schon eine gewisse Herausforderung über 90 Minuten hinweg im Blockunterricht die Aufmerksamkeit von hibbeligen 14-Jährigen aufrecht zu erhalten – besonders wenn von draußen die Sonne in die Klasse strömt. Doch es hat uns allen Spaß gemacht – vor allem als wir einige der Erfolgsgeschichten von Living Proof einzeln durchgegangen sind und den Kids klar wurde, dass Einsatz im Kampf gegen Armut wirklich Sinn macht und Erfolge für die Weltgemeinschaft zeigt.

- Johanna Havemann –

TAGS: Autoren, Botschafter, Johanna Havemann, Living Proof

 

  1. Niklassays: Jun 17th, 2011 12:01 PM EST

    17.06.2011 at 12:01

    Ich finde solche Aktionen super! :) Daumen hoch dafür und ich würde gerne mehr über solche Aktionen lesen, vielleicht auch über Möglichkeiten wie man so etwas organisiert? Ist Johanna bei One aktiv?

  2. Johannasays: Jun 17th, 2011 12:26 PM EST

    17.06.2011 at 12:26

    Hallo Niklas,

    ich bin eine der 20 Living Proof Botschafter/innen, die momentan für ONE Dtl. ehrenamtlich im Rahmen der laufenden Kampagne Living Proof arbeiten: http://www.one.org/c/de/uber_one/3711/

    Mir hat die Schulaktion wirklich viel Spaß bereitet. Möchtest du selbst aktiv werden und eine Schule besuchen? Bei mir ging das über Kontakte zu meinen ehemaligen Lehrern. Alternativ kann man sicher auch formlos im Schulsekretariat anfragen und so Kontakte herstellen. Inhaltlich bieten sich die Schulfächer Geschichte und Politische Weltkunde an – also mit entsprechenden Lehrern kurzschließen.

    Wenn du weitere Fragen hast kannst du über mitmachen@one.org meine Kontaktdaten erfragen, und wir besprechen so die Einzelheiten. Über die gleiche Email-Adresse bekommst du auch nähere Infos, wie du für ONE und unsere Ziele aktiv werden kannst, entsprechend deinen Mögllichkeiten und Interessen.

    Viele Grüße!

    Johanna

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