Apr 29th, 2011 12:04 PM UTC
By ONE Deutschland
Share
Die Themen des Tages:
Die dpa berichtet, dass Afrika im Bildungsbereich enorme Fortschritte innerhalb des vergangenen Jahrzehnts erzielt hat. „Die Botschaft Bildung für alle ist angekommen“, betonte der Direktor des Statistikinstituts der UN-Kultur- und Wissenschaftsorganisation UNESCO, Hendrik van der Pol, in Paris. Ohne Berücksichtigung der Inflation haben die Länder südlich der Sahara real pro Jahr im Schnitt sechs Prozent mehr Geld in den Bildungsbereich gepumpt. In Ländern wie Mosambik oder Burundi liegt dieser Wert sogar doppelt so hoch, hieß es bei der Vorstellung des jüngsten Berichts der Organisation. Dadurch stieg die Einschulungsrate in Grundschulen von 87 Millionen Kindern im Jahr 2000 auf 129 Millionen acht Jahre später – ein Plus von 48 Prozent. Sub Sahara Afrika wende rund 5 Prozent seines Brutto-Inlandsprodukts für den Bildungsbereich auf und liege damit nur knapp hinter den USA und Westeuropa (5,3 Prozent). Die Investitionen in die Bildung machten in Subsahara-Afrika rund 18 Prozent aller öffentlichen Ausgaben aus.
2. China unterstützt Afrika: Wunderreis ohne Gentechnik
Daniel Kestenholz berichtet in den Salzburger Nachrichten, China stelle Afrika eine Reissorte zur Verfügung, die resistent gegen Schädlinge sein soll, kein Unkraut fürchte und auch unter schwierigen Anbaubedingungen das Sechsfache des üblichen Ertrags abwerfe. In Mali, Mosambik und Senegal planen die Chinesen jetzt erste Fabriken für Produktion und Vertrieb der Reissamen, um nach und nach Millionen von Afrikanern zu einer besseren Ernährung zu verhelfen. Das Projekt erhält auch Unterstützung durch die Bill and Melinda Gates Stiftung, doch brauche man weiteres Geld. China setzt große Hoffnungen in seine Mitte der 90er-Jahre begonnenen Bemühungen, ohne gentechnische Eingriffe die Erträge von Landwirtschaft zu steigern.
3. Fast 40 Tote bei Kämpfen in Somalia
Die dpa berichtet, dass bei Kämpfen somalischer Regierungstruppen mit der radikal-islamischen Al-Schabaab-Miliz am Donnerstagmorgen 36 Islamisten getötet worden seien. Sechs Regierungssoldaten seien bei den Kämpfen in der Stadt Barwaaqo in der Provinz Gedo verletzt worden, sagte ein Regierungssprecher. Ein weiterer sei getötet worden. In den vergangenen Tagen hatte es zwischen beiden Gruppen wiederholt schwere Zusammenstöße gegeben. Die Regierungstruppen versuchen derzeit, die an Äthiopien und Kenia angrenzende Provinz Gedo mit Hilfe verbündeter Milizen unter ihre Kontrolle zu bekommen.
4. Twittern für die Armen der Welt
Martina Doering berichtet in der Berliner Zeitung über die Onlinepräsenz von Hilfsorganisationen, die den Besuchern ihrer Internetseiten die Möglichkeit geben, per Klick zu spenden. Die Welthungerhilfe stellte Ende Februar das 123Wir-Netzwerk online. Jeder, der sich für Entwicklungspolitik interessiert und wissen will, was die Organisation macht und wofür sein Spendengeld ausgegeben wird, kann sich auf dieser Plattform anmelden. Das bekannteste Projekt, um Spenden mit Hilfe des Internets zu sammeln, ist die Plattform betterplace.org, auf der Organisationen und Einzelpersonen um Geld-, Sach- oder Zeitspenden werben können. Zielgruppe seien insbesondere Menschen, die im Umgang mit Sozialen Netzwerken im Internet geübt sind. Helen Mutschler, die bei der Welthungerhilfe für Fundraising zuständig ist, sagt, dass es der Organisation aber auch um mehr Transparenz gehe. Deutsche und auch lokale Mitarbeiter in den einzelnen Ländern sollen über die Projekte bloggen, über ihre Lebensbedingungen erzählen und Fragen beantworten. Später sollen auch stärker die Empfänger der Hilfe selbst zu Wort kommen.
TAGS: Bildung, Bill und Melinda Gates Stiftung, Burundi, Deutschland, Ernährung, Landwirtschaft, Mali, Mosambik, Politik Aktuell, Regierungsführung, Senegal, Somalia, Transparenz, UNO, Was wir lesen, Welthungerhilfe
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
