Mar 23rd, 2011 1:03 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Themen des Tages:
1. Regierung sagt sich von Entwicklungshilfe-Unternehmen AGEF los
Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, dass die Bundesregierung nicht mehr mit dem Berliner Entwicklungshilfe-Dienstleister AGEF zusammenarbeiten will. Dies geht aus einer Stellungnahme des Entwicklungsministeriums (BMZ) für den Bundestag hervor, die der Zeitung vorliegt. Die Bundesregierung hatte angekündigt, die AGEF zu überprüfen, nachdem die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet hatte, dass das Unternehmen jahrelang Steuergelder zweckentfremdet und falsch abgerechnet haben soll. Entwicklungsminister Niebel sagte zum Fall AGEF, dass er Konsequenzen ziehe, wenn sich die Verdachtsfälle bestätigen sollten. Zudem habe der Haushaltsausschuss einen Grundsatzbeschluss gefasst, wonach 2011 ein unabhängiges Institut aufgebaut wird, dass ab 2012 die Wirksamkeit deutscher Förderpolitik prüfen werde. „Diese externe Prüfung ist mir sehr wichtig“, so der Minister. AGEF ist auf die Rückkehr und Wiedereingliederung von Flüchtlingen in ihre Heimat spezialisiert.
2. “Mehr Engagement gegen Hungerkrise”
Joachim von Braun, Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung an der Universität Bonn, fordert im Gespräch mit dem manager magazin internationales Engagement gegen die Hungerkrise. Als Lösung des Hungerproblems – mehr als eine Milliarde Menschen hungern – sieht von Braun in der Reformierung der Handelspolitik, der Verbesserung der Getreidereservepolitik und der Stärkung der Landwirtschaft. „Das ist eine Aufgabe der internationalen Gemeinschaft“, so der Experte. Auch ungehemmte Spekulation der sogenannten nicht-kommerziellen Händler – also derjenigen, die gar kein operatives Geschäft mit Rohstoffen betreiben, sondern sie nur als Anlageform nutzen – sollte eingedämmt werden. Er ist jedoch skeptisch „ob das von der derzeitigen Krise ausgelöste globale Schmerzempfinden in den reichen Ländern ausreicht, um die erforderlichen tiefgreifenden Änderungen im System herbei zu führen.“
3. Wassernutzung braucht internationale Kooperation
Waltina Scheumann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Umweltpolitik und Ressourcenmanagement am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE), äußert sich in der Zeit online anlässlich des gestrigen Weltwassertages zu Konflikten über Wasser. An vielen grenzüberschreitenden Flüssen sei die steigende Nachfrage nach Energie und damit vor allem der Bau von Wasserkraftwerken Anlass für Konflikte. Wenn die Wasserkraft grenzüberschreitender Flüsse die steigende Nachfrage nach Elektrizität decken soll, ergeben sich für die beteiligten Staaten jedoch gleichzeitig ungeahnte Kooperationsmöglichkeiten, so Scheumann. Beispiele dafür sind der gemeinsame Bau von Wasserkraftwerken am Sambesi von Sambia und Simbabwe (Cabora Bassa) und am Senegal von Mali und Mauretanien (Manantali). Aus einer gemeinsamen Planung entstehe Nutzen für alle.
TAGS: Deutschland, Dirk Niebel, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, Landwirtschaft, Mali, Mauretanien, Politik Aktuell, Rohstoffe, Sambia, Simbabwe, Was wir lesen, Wasser
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