Mach mit

Sechs Monate nach dem Erdbeben: Haitis Schulden schmelzen


Jul 12th, 2010 6:23 PM UTC
By

Am 12. Januar bebte in Haiti die Erde. Das ist heute auf den Tag ein halbes Jahr her. In den Tagen nach dem verheerenden Erdbeben unterzeichneten über 200 000 ONE-Unterstützer ONEs Petition für Haitis Schuldenerlass, damit das Land seinen Wiederaufbau unbelastet von Schulden in Angriff nehmen kann.

Bei der Petitionsübergabe während des Gipfels der G7-Finanzminister im kanadischen Iqaluit – übrigens die erste Übergabe, die am nördlichen Polarkreis stattfand – erhielten wir eine positive Nachricht: Die G7 hatte vereinbart, die Schuldenerlassinitiative zu unterstützen.

Wie unsere Freunde von der Jubilee Debt Campaign berichten, hat Venezuela bereits Ende Januar Haiti Schulden in Höhe $295 Mio. erlassen während sich der gemeinsame Erlass von Weltbank und der Inter-American Development Bank für Haiti auf eine Summe von $472 Mio. beläuft.

Taiwan und der Internationale Währungsfonds haben jedoch weiterhin ausstehende Forderungen an Haiti. Bei Taiwan ist die Sache kompliziert: hier kommen die Gläubiger vermehrt aus dem privatwirtschaftlichen Sektor und sind nicht willens, die Schulden zu erlassen. Positiveres gibt es jedoch vom IWF zu berichten, denn dort wird bereits an einem Schuldenerlass für Haiti gearbeitet.

Es steht außer Frage, dass der Wiederaufbau Haitis langwierig und nicht immer einfach sein wird. Als ONE-Unterstützer können wir uns jedoch freuen, dass das Land nun ein Hindernis weniger überwinden muss: Die Haitianer werden nicht länger die Last der Schulden vergangener Regierungen stemmen müssen.

–Brie O’Keefe–

TAGS: Entwicklungszusammenarbeit, Haiti, Internationaler Währungsfonds (IWF), Politik Aktuell, Schulden, Schuldenerlass

 

Leave a Comment

 

Name (required)

 

Email (will not be published) (required)

 

 

Der ONE Blog

Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.

Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.