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Bono: „Die Uhr tickt”


30.06.2010 14:23Uhr
von ONE Deutschland

G8-Gipfel in Kanada

Gestern berichteten wir über die Ergebnisse des G8-Gipfels und warum wir darüber enttäuscht sind. Auch ONE-Mitbegründer Bono findet, dass der Plan zur Reduzierung der Müttersterblichkeit ein guter Anfang ist, aber spätestens beim UN-Millenniumgipfel diesen Herbst noch viel mehr passieren muss. Hier sein Kommentar zum Gipfel in Kanada:

„Der Plan von Premierminister Harper zur Müttersterblichkeit allein reicht nicht aus, um der moralischen Provokation zu begegnen, welche der Tod von Millionen schwangeren Frauen darstellt. Mit diesem Plan wurde die Arbeit begonnen. Nun muss sie von den Staats- und Regierungschefs beim Gipfel der Vereinten Nationen zu den Millennium-Entwicklungszielen im September beendet werden. Bei den MDGs liegt insbesondere Afrika weit zurück. Aber die Millionen von engagierten Menschen überall auf der Welt, die für sie geworben haben, lassen sich nicht so schnell entmutigen – und das sollten die politisch Verantwortlichen, deren Länder die Millennium-Entwicklungsziele unterzeichnet haben, genau so wenig. Präsident Obama versprach einen konkreten globalen Aktionsplan bei den Vereinte Nationen vorzulegen, der die Millennium-Entwicklungsziele „eine Realität“ machen würde. Die Millennium-Entwicklungsziele müssen im Zentrum der Arbeit der G8, G20 und der Vereinten Nationen bleiben, bis ein konkreter Plan steht, wie diese erreicht werden können. Die Uhr tickt.“

Schlagworte: Bono, Favoriten, G20, G8, Gesundheit, Gesundheit von Müttern und Kindern, Kanada, Politik Aktuell, UN-Gipfel 2010: Stand der Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele, UNO

 



1 Kommentare

  1. Lars Diehlsays: 01.07.2010 10:18 Uhr

    01.07.2010 at 10:18

    …und sie gingen ohne nenneswerte Ergebnisse oder Beschlüsse auseinander…so oder so ähnlich hieß es nach dem Ende des Gipfels. Da hätte man die Millionen, die dieser Gipfel gekostet hat ja auch für sinnvolleres ausgeben können, als für den Sekt zur Begrüßung, das Dessert danach, den Snack zwischendurch oder ganz einfach für die ganze Veranstaltung.

    Wozu trifft man sich, wenn man nicht in der Lage ist auch Ergebnisse zu liefern, eine von vielen Enttäuschungen die uns “unsere” Volksvertreter derzeit liefern.

    Lars Diehl

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