…trotz besserer Regierungsführung in Afrika
Auch in diesem Jahr wurde der Mo Ibrahim-Preis nicht vergeben. Der Preis wurde 2007 eingerichtet und soll an ehemalige afrikanische Staatsoberhäupter gehen, die – durch demokratische Wahl ins Amt gekommen – nach Ablauf der konstitutionell festgelegten Höchstamtszeit, den Regierungsvorsitz auch wieder aufgeben und während ihrer Amtszeit demokratisch und erfolgreich im Sinne ihres Landes regierten. Die Preisträger der ersten beiden Jahre waren der ehemalige mosambikanische Präsident Joaquim Chissano und der ehemalige botswanische Präsident Festus Mogae.
Das Preisgeld beträgt $5 Mio. über zehn Jahre und danach $200.000 jährlich bis ans Lebensende des Preisträgers. Zusätzlich werden zehn Jahre lang $200.000 jährlich an einen guten Zweck der Wahl des Preisträgers übergeben.
Wie auch schon im letzten Jahr entschied das Preisverleihungskomitee, dass es 2010 keinen Gewinner geben kann. Dazu der Stifter, Mo Ibrahim: „Ob es einen Gewinner gibt, oder nicht – die Aufgabe der Stiftung ist es, in Afrika und dem Rest der Welt eine Debatte darüber anzustoßen, was Exzellenz in der Staatsführung ausmacht. Die Standards, an denen wir mögliche Preisträger messen, sind sehr hoch und die Zahl der jährlichen Kandidaten ist klein. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Jahre gibt, in denen kein Preis vergeben wird, groß.“
Positiv zu vermelden bleibt, dass der Ibrahim-Index, der afrikanische Länder nach 80 Kriterien in der Regierungsführung listet, auch in diesem Jahr vermelden konnte, dass sich Regierungsführung in Afrika insgesamt verbessert.
– Carola Bieniek –
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