36 Millionen von Tuberkulose geheilt


19.03.2010 18:36Uhr
von Carola Bieniek

Am 24. März, also nächsten Mittwoch, ist Welttuberkulosetag. Es gibt noch viel zu tun im Bereich der Gesundheitsversorgung in Afrika, besonders in den Ländern südlich der Sahara. Doch heute wollen wir euch zeigen, dass es dank intelligenter Hilfe auch Erfolge zu vermelden gibt:

Das Globale Tuberkulose Update der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bietet die aktuellsten Information zum weltweiten Status der Epidemie. Der 2009er Bericht zeigt, dass in den letzten 15 Jahren 36 Millionen Menschen von Tuberkulose geheilt wurden und weitere acht Millionen Fälle verhindert wurden. Dieser Erfolg bezeugt die Effektivität der von DOTS und der Stop TB-Strategie im Kampf gegen Tuberkulose.
Während des letzten 12-monatigen Berichtszeitraums wurden 2,3 Millionen infektiöse Patienten von der TB geheilt – mehr als jemals zuvor über einem solchen Zeitraum. Dennoch haben noch immer nicht genügend Menschen Zugang zu den Medikamenten, die sie benötigen. Und etwa 1,8 Millionen Menschen sind 2008 an Tuberkulose gestorben.
Es gab im Jahr 2007 geschätzte 9,27 Millionen TB-Fälle (15 % davon betrafen Personen, die auch HIV-positiv waren). Dies bedeutet einen leichten Anstieg gegenüber den 9,24 Millionen Fällen im Jahr 2006. Doch obwohl die absolute Anzahl der TB-Fälle aufgrund des Bevölkerungswachstums angestiegen ist, ist die Zahl der Pro-Kopf-Erkrankungen tatsächlich um ein Prozent zurückgegangen.
Der Bericht zeigt außerdem die Fortschritte im Kampf gegen die tödliche Kombination von TB und HIV. TB bleibt die häufigste Todesursache bei HIV-positiven Patientinnen und Patienten. Doch da TB-Patienten zunehmend auch auf HIV getestet werden, erhalten diese auch häufiger die notwendigen Medikamente.
Allerdings stellt der Bericht stellt weiterhin fest, dass nur wenig Erfolg darin erzielt wurde, die mehrfach arzneimittelresistente Tuberkulose (MDR-TB) und die umfangreich arzneimittelresistente TB (XDR-TB) – eine noch gefährlichere und behandlungsresistentere Form der TB – zu stoppen.

– Rena Pacheco-Theard –

Schlagworte: Gesundheit, Intelligente Hilfe, Rena Pacheco-Theard, Tuberkulose, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

 



1 Kommentare

  1. Martina Bedregal Calderónsays: 21.03.2010 9:33 Uhr

    21.03.2010 at 09:33

    Trotzdem darf man nicht vergessen, dass auch in den europäischen Staaten und speziell in Deutschland die Zahl der gemeldeten TBC-Fälle stagniert oder sogar leicht zunimmt.

    In Deutschland wird TBC mit Sicherheit wieder zunehmen, da Armut (vor allem Kinderarmut) und Mangelernährung durch die derzeitige Sozialpolitik, durch Hartz IV und Arbeitslosigkeit , durch oft ungerechtfertigte Sanktionen der Jobcenter (vor allem gegen allein Erziehende, Kranke, Ältere) bis unter das Existenzminimum zugenommen haben. Und TBC ist eine Armutskrankheit. Wer schlecht oder fehlernährt ist, ist anfälliger für TBC.

    Martina BC (war 15 Jahre mit einem peruanischen Arzt verheiratet).

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