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In Afrika investieren (Gastbeitrag von Papa Ndiaye)


17.03.2010 19:00Uhr
von Carola Bieniek

In der letzten Woche brachen Mitglieder des Vorstandes von ONE sowie Mitarbeiter und Berater von ONE zu einer zehntägigen Reise auf, die sie nach Senegal, Ghana, Mosambik und Kenia führt. Die Reise steht unter dem Motto „Zuhören und lernen“ – darüber wo sich Afrika heute sieht, über Afrikas Probleme und Erfolge, und darüber, was ONE zu einer positiven Entwicklung beitragen kann. Verschiedene Reiseteilnehmer melden sich von dieser Reise mit spannenden Blogeinträgen, um über ihre Erlebnisse und Erfahrungen zu berichten. Hier ein Bericht von Papa Madiaw Ndiaye, Mitgründer und Geschäftsführer der Advanced Finance & Investment Group (AFIG). Ndiaye wurde 2004 vom Weltwirtschaftsforum in Davos zum „Young Global Leader“ ernannt. 2009 führte ihn die Initiative for Global Development als einen der „Frontier 100 CEOs“.

Papa Madiaw Ndiaye, Mitgründer und Geschäftsführer der Advanced Finance & Investment Group (AFIG) spricht zur ONE-Delegation über Privatbeteiligungen und ausländische Investitionen in Afrika
Überall in Afrika gibt es großartige Unternehmen mit einem riesigen Wachstumspotential. Mit den richtigen Investitionen und strategischer Unterstützung werden diese Unternehmen nicht nur in ihren eigenen nationalen und regionalen Märkten erfolgreich sein, sondern weltweit. Für diejenigen, die heute ihr Geld in Afrika investieren, ist es nicht unvernünftig anzunehmen, dass sie einige Jahre lang Renditen von bis zu 30 % pro Jahr erwarten können.

Als uns der Vorstand von ONE in der letzten Woche in unseren Büros in Dakar besuchte, war dies die Nachricht, die meine Partner und ich überbrachten. AFIG, unsere Kapitalbeteiligungsgesellschaft, wurde 2005 gegründet. AFIG steht für Advanced Finance & Investment Group. Unser erster Fonds – der Atlantic Coast Region Fund – konzentriert seine Investitionen vornehmlich auf West- und Zentralafrika. Vom Zielkapital in Höhe von $100 Mio. sind bereits drei Viertel aufgebracht. Unser Ziel ist einfach: Gewinner-Unternehmen auswählen und ihnen beim Wachsen helfen. Zur Durchführung dieses Plans habe ich ein afrikanisches Team mit weitreichenden Erfahrungen im Finanzwesen und in Betriebswirtschaft gebildet, welches darüber hinaus auch die Märkte, in denen wir arbeiten, genau kennt.

Warum also sollte sich eine Lobby- und Kampagnenorganisation wie ONE für eine Kapitalbeteiligungsgesellschaft wie die unsere interessieren? Ich denke, dafür gibt es zwei Hauptgründe:

Der erste besteht darin, dass der bewährteste Weg aus der Armut Beschäftigung ist. Die erfolgreichen Unternehmen aus Afrika, in die wir investieren, bieten gute Arbeitsplätze und tragen innerhalb des Wirtschaftsraums im Allgemeinen zur Vermögensbildung bei. Wenn diese Unternehmen also in ihrem Wachstum unterstützt werden, sind die Entwicklungserträge eindeutig.

Der zweite Grund besteht darin, dass die Sektoren, auf die wir unser Hauptaugenmerk richten, in jedem Land bei der Armutsbeseitigung und der wirtschaftlichen Entwicklung von strategischer Bedeutung sind. Landwirtschaft, der Energiesektor, Infrastruktur, die Leichtindustrie und Finanzdienstleistungen sind allesamt Bereiche, in denen Afrika hinter einem Großteil der Welt weit zurückliegt und riesige Fortschritte möglich sind. Investitionen in diese Sektoren versprechen also nicht nur unseren Investoren gute Gewinne, sondern auch der heimischen Wirtschaft.

Natürlich gibt es Herausforderungen, wenn man ein Unternehmen wie AFIG betreibt. Ich habe viele Jahre lang an der Wall Street gearbeitet. Ich weiß, dass viele institutionelle Investoren die Ansicht vertreten, dass Afrika zu risikobehaftet ist, zu gefährlich und als Geschäftsumgebung für die Investition von Geldern zu fremd. Das ist eine Fehlannahme, die hinterfragt werden muss – nicht nur aus Geschäftsgründen, sondern im Interesse des afrikanischen Privatsektors als Ganzes. Gute Investitionen und Entwicklung gehen Hand in Hand. Wir hoffen, dass ONE seinen Teil dazu beitragen wird, diese Nachricht zu verbreiten.

– Papa Ndiaye –

Schlagworte: Handel, ONEs Vorstand in Afrika 2010 - Zuhören und lernen, Senegal

 



1 Kommentare

  1. Gerhard Karpiniecsays: 21.04.2010 9:45 Uhr

    21.04.2010 at 09:45

    Vielleicht wäre es nützlich und interessant eine Liste der Betriebe und deren Tätigkeit zu veröffentlichen welche bereits Kapital erhalten haben. Vielleicht entsteht dadurch eine weitere Zusammenarbeit.

    Gerhard Karpiniec
    Laxenburg/Österreich

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