Zeitungsschau – 4. März 2010


04.03.2010 14:34Uhr
von Carola Bieniek

Die Themen heute:

  1. Niebel will mehr Hilfe für Haiti –
  2. Geht Catherine Ashton unter? –
  3. Starbucks setzt auf fair gehandelten Kaffee –
  4. Werder trägt rot –

1. Niebel will mehr Hilfe für Haiti

Die Nachrichtenagentur epd berichtet, dass Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) einen Extrafonds für den Wiederaufbau in Haiti einrichten will und dass er Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) um die Einrichtung eines Haiti-Sondertitels im Bundeshaushalt gebeten hat. Niebel peilt weitere €24 Mio. für Haiti an sowie Verpflichtungsermächtigungen für die Zukunft in Höhe von €91 Mio. Die SPD begrüßte die Idee eines Extrafonds, nannte die geplanten Summen jedoch zu niedrig.

2. Geht Catherine Ashton unter?

In der Süddeutschen Zeitung vertritt Martin Walser die These Catherine Ashton mangele es an Erfahrung und einem Machtapparat, um sich gegen die Europäische Kommission durchzusetzen. Ihr Vorschlag zum zukünftigen EU-Außendienst (EAD) habe so viele Schwachpunkte, dass eine immer größer werdende Zahl von Kritikern bezweifelt, dass die überhaupt in der Lage sei, ihren Job zu machen. Sie brauche also am Samstag beim informellen Außenministertreffen im spanischen Cordoba einen Durchbruch, so Winter. Es scheine, Ashton sei dabei „im Kampf mit der mächtigen EU-Kommission unterzugehen“ und der ohnehin schwache Vorschlag zu EAD sei durch Einmischungen und Kompetenzgerangel mit der EU-Kommission noch unklarer geworden. Die „Spitze des Absurden“ sei der Vorschlag für eine europäische Entwicklungspolitik, die zwischen Asien, im Zuständigkeitsbereich des EAD, und Afrika, im Zuständigkeitsbereich der Kommission, aufgeteilt werden soll. Winter schlussfolgert, es könne nur einen Grund geben, warum Ashton ein solch schwaches Konzept beim Außenministertreffen vorstellt: sie will den Mitgliedsstaaten demonstrieren, was passiert, wenn sie sie „im Regen stehen lassen“ und dass sie ihre Unterstützung dabei braucht, Barroso zu „zügeln“ und sich gegen die Kommission durchzusetzen.

3. Starbucks setzt auf fair gehandelten Kaffee

Der Kurier berichtet, das die Café-Kette Starbucks ab sofort in ganz Europa nur noch fair gehandelten Kaffee verkauft. Im letzten Jahr kaufte Starbucks fast 18.000 Tonnen fair gehandelten Kaffe und ist damit der weltweit größte Abnehmer.

4. Werder trägt rot

Das Achimer Kreisblatt berichtet, dass Werder Bremen im Spiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag die (RED)-Kampagne unterstützen wird. Einige Spieler tragen bereits seit längerem die roten Schnürsenkel, doch am Samstag sollen ein roter Ball, rote Trainingsjacken, ein rotes Abzeichen auf den Trikots und rote Banden hinzu kommen.

Schlagworte: (RED), Deutschland, Dirk Niebel, Entwicklungszusammenarbeit, EU, Haiti, Handel, Politik Aktuell, SPD, Was wir lesen

 



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