„Kein Blut ins Handy”
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet Manfred Schäfers davon, wie Coltan, ein metallisches Erz, welches für Mikroelektronik z.B. in Handys oder Flachbildschirmen verwendet wird, den Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo finanziert. Bis jetzt landet das Geld aus dem Coltan-Abbau, das so dringend für den Bau von Schulen, Krankenhäusern usw. benötigt wird, in den Händen der Rebellen. Verschiedene Akteure fordern nun eine Initiative, die die Rohstoffquellen identifizieren soll, um den Abbau und Export transparenter zu machen. Es gibt ein gemeinsames Ziel – aber verschiedene Interessen. Die Regierung in Kinshasa möchte die Gewinne gern in die eigene Kasse umleiten, aber ob sie dann zugunsten der Armen ausgegeben werden, ist fraglich. Die internationalen Firmen haben ein Interesse an einem transparenten Handel – und wenn es nur ist, um eine Imageschädigung zu vermeiden. Deutschland unterstützt die DR Kongo nun dabei, ein transparentes System zu schaffen, dass Coltan vom Handy bis in die Lagerhalle zurück verfolgbar macht. So sollen Menschenrechtsverletzungen und Korruption im Zusammenhang mit Coltan-Abbau verhindert oder zumindest erschwert werden.
Zunehmende Gewalt in Somalia
Der Nachrichtenagentur dpa zufolge versuchen viele Menschen vor Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Islamisten aus Mogadischu zu fliehen. Mehrere Stadtteile waren seit Mittwoch unter Raketenbeschuss. Bis jetzt sind mindestens 30 Menschen umgekommen und weitere 50 wurden verletzt.
Flüchtlinge in Darfur werden laut UN wohl nicht wählen können
Zwei Monate vor den Wahlen im Sudan berichtet die Nachrichtenagentur dpa über Probleme bei der Organisation. Obwohl einige Fortschritte erzielt wurden und sich beachtliche 70 % der Bevölkerung für die Wahlen hätten registrieren lassen, sei die Situation noch immer kompliziert. Besonders die Menschen in den Flüchtlingslagern werden wohl nicht in der Lage sein wählen zu gehen, obwohl ihre Repräsentation so wichtig wäre, sagt Dimitry Titov, verantwortlich für die UN-Friedensmission im Land.
Wirbel um WM-Maskottchen
Paul Schumacher hat in der Welt im Vorfeld der WM einiges an der Organisation zu kritisieren – und es sind ausnahmsweise nicht die Sicherheitsbedenken. Zum einen kritisiert er allgemein die Art und Weise, wie die Tickets verkauft werden. Die gibt es nämlich am einfachsten übers Internet, was bedeutet, dass sich ein Großteil der südafrikanischen (besonders der armen und hauptsächlich schwarzen) Bevölkerung keine Tickets wird kaufen können. Doch eine akutere Kritik, die in Südafrika so etwas wie einen kleinen Aufschrei ausgelöst hat, betrifft das WM-Maskottchen. Es hat sich heraus gestellt dass „Zakumi“ in Shanghai produziert wird, bei 13 Stunden Arbeitstagen zu einem Tageslohn von etwa zwei Euro. Südafrikanische Gewerkschaften sagten die Produktion sei „vergleichbar mit frühkapitalistischem Ausbeutertum“.
Weltklimarat: Fehler in Berichten ändern nichts an den Ergebnissen
Die Frankfurter Rundschau und die taz berichten über die Kritik am UN-Weltklimarat IPCC aufgrund neuerlicher Fehler in deren Berichten. Ottmar Edenhofer, Mitglied des UN-Klimarats und Direktor und Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, versprach künftig eine größere Genauigkeit. Doch er sagte auch, dass obwohl die Fehler „peinlich“ seien und die Glaubwürdigkeit des Klimarats schädigten, sie nichts an den Grundaussagen der Berichte änderten.
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