Feb 12th, 2010 7:00 PM UTC
By Carola Bieniek
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Bahnhof Friedrichstraße, irgendjemand von der BüSo schmettert mir Die Gedanken sind frei ins Ohr, ich bahne mir meinen Weg durch die Menge und schlendere mit meinem Kaffeebecher in der Morgensonne Richtung Büro. Es ist ein Montagmorgen und im Gegensatz zu den vielen Menschen, die miesepetrig an mir vorbeieilen, freu ich mich auf die Woche!
Im Büro angekommen mach ich es mir erstmal mit einem Stapel Zeitungen bequem. Erste Lektüre des Tages? Natürlich die Bild, um zu erfahren, wie Deutschland gerade tickt. Danach widme ich mich der Süddeutschen, um die letzten Einschätzungen von Dirk Niebel zu studieren. Als Praktikantin bei ONE komme ich nämlich in den Genuss, ganz ohne schlechtes Gewissen Zeitung zu lesen, denn ein fester Bestandteil des Aufgabenfeldes ist das tägliche Media Monitoring. Bis zur Mittagspause gilt es, einen Pressespiegel auf Deutsch und Englisch zu erstellen. Nie zuvor war ich so sehr darüber auf dem Laufenden, was so los ist in der Welt, wie während der vier Monate bei ONE. Und ja, auch unnützes Wissen aus der Bildzeitung habe ich gerne in meine Allgemeinbildung integriert.

Praktikantin Lisa (links) mit Merkel-Maske
Szenenwechsel. Der Media Monitor muss warten. Bob Geldof kommt in die Stadt und es gilt, ihn möglichst präzise und knapp auf den neuesten Stand in Sachen Deutschland zu bringen. Eine Aufgabe für alle im Team. Okay fertig. Kann raus. Wo war ich? Die Zeitungen – ne doch nicht. Morgen geht es ja in den Bundestag zur Übergabe der Unterschriften für den Artikel ONE. Taschentücher mit Wünschen aus Tansania sollen gleich noch mit an die neue Regierung übergeben werden, müssen aber zuerst noch übersetzt werden. Doch was steht da nochmal genau drauf? Oh, das ist in Kisuaheli. Jetzt ist Improvisationstalent gefragt. Danach schnell noch mit ein paar Volunteers telefoniert und es kann weitergehen. Da funkt mir Outlook dazwischen. Stimmt, für jetzt war ein Treffen anberaumt – die nächste Kampagne will geplant werden. Womit wir bei einem weiteren Plus dieses Jobs wären: Als Praktikant darf man an allen Meetings teilnehmen. Per Videoübertragung werden mit den Kollegen aus London, Brüssel und DC die nächsten Schritte geplant. Damit hat man von Anfang an das Gefühl, Mitglied einer großen, internationalen Familie zu sein. Dazu gehört auch, am ersten Arbeitstag von jedem Mitarbeiter in die verschiedenen Tätigkeitsfelder eingeführt zu werden, sogar von der Praktikumskoordinatorin in DC telefonisch begrüßt zu werden und mit der Vorgängerpraktikantin erstmal einen Kaffee zu trinken. Rundum ein sehr warmer Empfang von einem wirklich außergewöhnlich netten Team.
Irgendwann im Lauf des Tages schaffe ich es dann auch doch noch, den Pressespiegel fertigzustellen. Man sollte nur flexibel bleiben, denn politische Ereignisse nehmen selten Rücksicht auf deinen Zeitplan. Der Rest der Woche? Ich sag mal, ALLES ist möglich. Treffen mit Politikern, Autoren oder prominenten Unterstützern; Betreuung von Volunteers und Unterstützern, Hintergrundrecherchen, Auftritte mit überdimensionierten Angela-Merkel-Masken, aber natürlich auch Excellisten, Übersetzungen, Datenbanken. Langweilig wird es jedenfalls nie, denn auch wenn – was selten genug passiert – etwas weniger kurzweilige Aufgaben anstehen, hat man stets das Gefühl, dass die Arbeit, die man leistet, wertgeschätzt wird und man in alle Belange miteinbezogen wird. Und irgendwann im Lauf des Praktikums heißt es dann auch schon mal: Achja, wir haben Karten für den U2-Gig heute Abend am Brandenburger Tor und du musst auf jeden Fall mit!
Zudem hatte ich das Glück, zu einer besonders interessanten Zeit im Berliner Büro zu arbeiten: Wahlen, Koalitions- und Haushaltsverhandlungen, die Afrikareise, der Klimagipfel in Kopenhagen, es gab eine Menge großer Ereignisse und ich konnte vertiefte Einblicke in die alltägliche Arbeit einer internationalen Lobby- und Kampagnenorganisation gewinnen. Vor allem aber habe ich gesehen, wie groß die Community an Afrikafans und EZlern ist und wie viele Menschen unterschiedlichster Herkunft sich für einen Kontinent solidarisieren, der so reich an Potential ist und dessen zahlreiche Erfolgsgeschichten noch viel zu selten erzählt werden.
–Lisa Ditlmann –
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Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.

13.02.2010 at 11:58
Das ist, wie hier beschrieben, einer der großen Vorteile von ONE. Man kann sich selber auf privatem Wege Wissen über globale Zusammenhänge aneignen und sich informieren.
Aber ONE fasst dieses Wissen und die aktuellen Informationen präzise zusammen dank seiner Mitarbeiter und gibt es hier wieder, fokussiert unser Augenmerk auf wichtige Entscheidungen und Vorgänge, vor allem in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesundheit, Entwicklung.
Und noch etwas, was ich persönlich gut finde (als Mitglied) bei ONE: Man kommt in Kontakt zu Menschen aus aller Welt, die die gleichen Ziele im Blick haben und diese Ziele, dargestellt und verfolgt von ONE, anstreben. Seit ich bei ONE Mitglied bin, bin ich weltweit mit noch mehr Menschen in regelmäßigem Kontakt als vorher – es findet ein reger Gedankenaustausch statt und die globale Sichtweise wird dadurch gestärkt und bereichert.
Und das ist sehr wichtig für unsere und zukünftige Generationen. denn nur wenn wir “über den Tellerrand gucken” und uns global austauschen und uns global einsetzen, werden wir die Chance haben, globale Probleme wie Armut, wirtschaftliche und politische Krisen, den Klimaschutz, die Bekämpfung von Krankheiten wie Aids oder TBC oder Malaria, bewaffnete Konflikte und Naturkatastrophen zu lösen.
In diesem Sinne einen Dank an alle Mitarbeiter und Praktikanten von ONE, bundes- und weltweit und einen Gruß an alle Mitglieder.
12.10.2011 at 14:03
…wollen wir hoffen,dass dadurch etwas entsteht -so wie es in der Bibel erwähnt ist:
…und die Menschen fraß das Feuer! gemeint ist,die Flamme die in einem brennen sollte,wenn es darum
geht Ungerechtigfkeit,Hungersnot und Armut zu bekämpfen…
erst wenn wir in unserem Inneren,diese heiße Flamme spüren- dann können die Massen etwas bewegen..
ein guter Anfang –das Video von den Stars Amerika gegen die Hungersnot und die Petition ist ein so
guter Anfang und man wünscht sich,dass es endlich aufhört…das die Massen sich erheben-
und man wünscht sich,das solche Videos nicht angekündigt werden-oder zerstört werden-von der Werbung Office 2011 -so kaufen sie ihrem Kind das neue Programm,etc.-es macht so traurig und wütend auf Office,weil
hätte nicht ein so großes Unternehmen auf Werbung verzichten können?- ein nacktes Video muß doch als
Hilfe möglich sein- gibt es keine Solidarität im Netz??