Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf Afrika
Dem Weltwirtschaftsausblick für 2010 des IWF zufolge hat die Wirtschaftskrise Afrika weit weniger getroffen als viele andere Regionen, berichtet die Financial Times Deutschland. Dies läge daran, dass sich die Rohstoffpreise nach einem schweren Einbruch Ende 2008 relativ schnell wieder erholt hätten, sagen Experten. Afrika profitiert weiterhin von dem zunehmenden Engagement Chinas sowie relativ stabilen Rücküberweisungen von Exilafrikanern und Entwicklungshilfezahlungen. Die Afrikanische Entwicklungsbank gibt jedoch zu bedenken, dass Länder, die vom Außenhandel oder Ressourcen abhängig sind, unter der Krise schwer litten. Es wird außerdem festgestellt, dass trotz der relativ schnellen Erholung der afrikanischen Wirtschaften, die Langzeitfolgen gravierender sein könnten als in den Industrieländern, da es meist keine privaten Rücklagen oder sozialen Sicherungsnetze gibt, auf die zurückgefallen werden könnte.
Regulierung der Kapitalmärkte
Während eines Treffens in Washington stimmten Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und US-Finanzminister Timothy Geitner darin überein, dass mögliche Regulierungen von Kapitalmärkten und Banken innerhalb der G20 diskutiert werden sollten, um nationale Alleingänge zu verhindern.
Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge riefen die Niederlande zu einer gemeinsamen europäischen Position für Finanzregulierungen auf, die vor dem nächsten G20-Treffen diskutiert werden sollte.
Gewalt und Extremismus in Somalia nehmen zu
Die taz und die Financial Times Deutschland berichten von der sich verschlechternden Sicherheitslage in Somalia. In der Abschlusserklärung des Treffens der Afrikanischen Union in Addis Abeba riefen Vertreter der Organisation zu einer größeren Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft auf. Sie verglichen die Situation in Somalia mit der in Afghanistan und riefen den UN-Sicherheitsrat dazu auf, eine Luftraum- und Seeblockade über diejenigen Gebiete Somalias zu verhängen, die unter der Kontrolle der Islamisten stehen. Doch Ban Ki Moon lehnte eine Entsendung von UN-Truppen nach Somalia ab. Unterdessen verschärften sich die Kämpfe ihn Somalia nach der „Erklärung von Baidoa“ vom Freitag, bei der zwei somalische Rebellengruppen ihren Zusammenschluss unter dem internationalen Dschihad von Al-Kaida verkündeten. Der Flüchtlingsrat der Vereinten Nationen UNHCR sagte der Januar war mit 258 Toten der blutigste Monat seit August 2009.
Eine Hungerkatastrophe bahnt sich an
Die Regionalzeitung Badische Zeitung berichtet von einer sich anbahnenden Hungerkrise in der Sahelzone und in Ost- und Westafrika. Hilfsorganisationen und die UN befürchten, dass die anhaltende Dürre die Nahrungsmittelsituation in einer ohnehin gefährdeten Region noch verschlechtern wird und dass die Krise in Haiti Aufmerksamkeit und Geld vom südlichen Afrika weg lenken könnte.
Bono-Kolumne
In der deutschen Version des Rolling Stone Magazins wurde ein Artikel namens „Meine zehn Gebote“ von Bono veröffentlicht, in dem er Ideen darlegt, die seiner Meinung nach die Dekade geprägt haben oder die Zukunft verändern könnten. Der Artikel ist eine Übersetzung der New York Times Kolumne „Ten for the next ten“ vom Januar.
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