Ach, diese UN-Wochen… Jedes Jahr wenn die Vollversammlung Vereinten Nationen zusammenkommt (und dieses Jahr haben ja die Clinton Global Initiative und die G20 auch noch ihre Köpfe zusammengesteckt), versuchen Fürsprecher der Ärmsten der Armen Impulse für die Erfüllung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) zu setzen. Der acht Ziele, deren Erreichung zur Reduktion von weltweiter Armut und Krankheit bis 2015 beitragen soll. In den vergangenen Jahren sind wir mit massiven Problemen, in die Diskussion eingestiegen. Aber dieses Jahr war etwas anders: Es gab große Fortschritte beim vierten MDG zu berichten – der Senkung der Kindersterblichkeit.
UNICEF hatte vor Beginn der Vollversammlung einen Bericht veröffentlicht, demzufolge die Zahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben, auf jährlich 8,8 Millionen zurückgegangen ist – die niedrigste Zahl, die je dokumentiert wurde. Und obwohl das noch immer 8,8 Millionen zu viel sind, ist die Zahl wenigstens von 12,5 Millionen Todesfällen im Jahr 1990 gesunken. Das bedeutet, dass Ärzte, Krankenschwestern, Gesundheitsbeauftragte, Lehrer und sogar Politiker und Geber gemeinsam 10.000 Kinder pro Tag vor dem Tod bewahren können. ZEHNTAUSEND. Ein Kind unter diesen geretteten Töchtern und Söhnen könnte die entscheidende große, lebensrettende Idee der Zukunft entwickeln.

Aber die Sache hat einen Haken: Im Moment benötigen wir eigentlich keine großen Ideen um signifikanten Fortschritt zu erzielen. Drei Millionen der 8,8 Millionen Kinder sterben an Dingen, die wir zu verhindern und behandeln wüssten: Lungenentzündung und Durchfallerkrankungen. In den nächsten Jahren, werden Impfungen gegen das Rotavirus und Pneumokokken – zwei der Hauptgründe für obengenannte Erkrankungen – für sieben Dollar pro Impfung in Entwicklungsländern eingeführt, also zu einem Preis, der günstig genug ist, um die Impfungen realistischerweise in Entwicklungsländern zu verteilen. Wir haben also die lebensrettende Impfung und wir wissen, was es bedarf, um diese zu verteilen. Nun brauchen wir das Geld, um dies auch umzusetzen.
Die Global Alliance for Vaccines and Immunization (GAVI) – eine innovative Finanzierungsorganisation, die Erwerb und Verteilung von Impfungen fördert – wird hauptverantwortlich für den Erwerb der Impfungen gegen Pneumokokken und Rotaviren zu sein. Und während der GAVI langsam die Fördermittel ausgehen, wurden in einer hektischen UN-Woche aufregende Fortschritte erzielt.
Der britische Premier Gordon Brown und Weltbankpräsident Robert Zoellick kündigten einen historischen internationalen $5,3-Mrd.-Deal an, der die Gesundheit von Frauen und Kindern in Entwicklungsländern anpackt – und schätzungsweise 10 Millionen Menschenleben rettet. Diese Vereinbarung – der den Höhepunkt der einjähriger Bemühungen der Taskforce für innovative Finanzierung von Gesundheitssystemen markiert – beinhaltet:
Während diese spannende Ankündigung nicht das Finanzierungsproblem der GAVI löst, fungiert es hoffentlich als wichtiger Vorreiter, dem andere Geber bald folgen werden. Es wäre ein großer Erfolg, wenn es bei der nächsten Vollversammlung der Vereinten Nationen in einem Jahr neue gute Neuigkeiten zu berichten gäbe.
Das Leben von drei Millionen Kindern hängt davon ab.
-Josh Lozman-
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