Kopenhagen
Epd berichtet, dass Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Weltklimakonferenz nach Kopenhagen begleiten wird. Niebel machte deutlich, dass er nicht mit einem verbindlichen Klimaabkommen rechne und sagte, dass er auch eine Verständigung auf klare politische und zeitliche Rahmen als Erfolg erachten würde.
Christian Schwägel kritisiert auf Spiegel online Barack Obama heftig. Der US-Präsident hatte geäußert, dass er von Kopenhagen keinen Erfolg erwarte.
In seinem Artikel „Klimakiller Obama” beschuldigt Schwägel Obama, die Europäer in seiner Selbstdarstellung als Weltenbürger belogen zu haben, da er nun in der Klimapolitik dem gleichen Ansatz wie George W. Bush folge. Wenn Kopenhagen scheitern sollte, seidies einzig und allein die Schuld der Amerikaner, so Schwägel. Denn dort sei man nicht bereit, Energieeffizienz und einen grüneren Lebensstil in Betracht zu ziehen.
Der ganze Artikel: „Klimakiller Obama”
Welternährungsgipfel in Rom
Der Welternährungsgipfel erlebt weiterhin ein sehr starkes mediales Echo. Die Bild Zeitung kritisiert heute in der Rubrik “Post von Wagner” die verschwenderische Konsumhaltung des Westens im Bezug auf Nahrungsmittel. Der Tagesspiegel berichtet über die mahnenden Worte von Papst Benedikt XVI. und UN Generalsekretär Ban Ki Moon in Rom. Dabei wird kritisiert, dass sich die Teilnehmer des Gipfels bereits vor diesen Reden auf ihre Abschlusserklärung verständigt hatten und dass eben diese Abschlusserklärung keine überprüfbaren Zahlen und Zielvorgaben bezüglich der zugesagten Unterstützung enthalte. Dominic Johnson fordert in der tageszeitung die nationalen Regierungschefs auf, Hunger endlich als Chefsache zu betrachten und kritisiert die Abwesenheit vieler westlicher Regierungschefs in Rom.
Mehr zum Thema: „FTD: Hunger bekämpfen, heißt Frieden sichern”
Industrielle Entwicklung
Christian von Drachenfels und Dr. Michael Büntrup, beide wissenschaftliche Mitarbeiter am Deutschen Institut für Entwicklung (DIE) schreiben anlässlich des globalen Tages der Industrialisierung in Afrika am 20. November eine Kolumne für Deutsche Welle online. Die Autoren vertreten die Meinung, dass die industrielle Entwicklung in Afrika weitgehend gescheitert sei. So zeigen Sie, dass der Anteil der verarbeitenden Industrie am BIP im Afrika südlich der Sahara zwischen 1970 und 2006 von 11% auf nur 7,5% gesunken ist. Mit Ausnahme Südafrikas wären afrikanische Volkswirtschaften, wenn überhaupt, nur durch steigende Preise gewachsen. Darüber hinaus argumentieren sie, dass in der verarbeitenden Industrie per se nicht mehr der Schlüssel für afrikanische Entwicklung läge, da die Konkurrenz durch Niedrigpreise insbesondere aus Asien zu stark geworden wäre. Vielmehr sollte sich Afrika auf die Agro-Industrialisierung als exklusiven Motor für Entwicklung konzentrieren.
Der komplette Artikel: „Wachstumsmotor Agro-Industrie “
Rücküberweisungen
Die Neon berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über Rücküberweisungen von Gastarbeitern in ihre Heimatländer. Der Artikel zeigt die Bedeutung der Rücküberweisungen auf, und nennt sie „private Entwicklungszusammenarbeit“. Europas Arbeitskraft wird bis 2050 um 23 Prozent sinken während die afrikanische Arbeitskraft im gleichen Zeitraum um 123% steigen wird. Daher könnten Rücküberweisungen als perfekte Konstellation betrachtet werden, da Europa Arbeitskraft und Afrika Geld benötige. Darüber hinaus wird in dem Artikel argumentiert, Rücküberweisungen wären effizienter als staatliche Entwicklungszusammenarbeit, da sie nicht in bürokratischen und/oder korrupten Apparaten versickerten.
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
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