Zu den Verhandlungen zwischen Staaten aus aller Welt vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen werden bei ONE alle ihr Möglichstes tun, um das denkbar günstigste Ergebnis für die Ärmsten der Welt sicherzustellen – insbesondere für die Menschen in Afrika.
Dazu hat ONE ein neues Hintergrundpapier veröffentlicht: Afrika und das globale Klimaabkommen, das die Kernelemente eines „guten“ Deals für Afrika umreißt.
Wir meinen, dass die Industriestaaten sich zu klaren und verbindlichen Emissionsreduktionen von mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 verpflichten müssen, um zu verhindern, dass die durchschnittliche Temperatur auf der Erde um mehr als 2 Grad Celsius steigt. Dies ist die Grenze von der Klimawissenschaftler sagen, dass ihre Überschreitung dem Planeten nachhaltigen, irreversiblen Schaden zufügen würde.
Es sind jedoch schon jetzt eine Reihe negativer Folgen unvermeidlich. Den Entwicklungsländern muss dabei geholfen werden, sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Wir stimmen dabei den Schätzungen der Weltbank zu, dass dazu mindestens $75 Mrd. bis $100 Mrd. erforderlich sein werden. Dieses Geld sollte aus öffentlichen wie aus privaten Quellen aufgebracht werden. Entscheidend ist, dass diese Unterstützung wirklich zusätzlich zu Verpflichtungen gezahlt wird, die bereits für die Armutsbekämpfung gegeben wurden.
Kurz gesagt: Der Klimawandel ging nicht von Afrika aus. Es ist aber Afrika, und hier vor allem die ärmsten Menschen seiner Bevölkerung, die als erste und am stärksten darunter leiden werden. Dies bedeutet nicht nur eine weitere Herausforderung für all jene, die schon mit Armut und Krankheiten zu kämpfen haben. Es bedeutet auch eine echte Gefahr für die Erfolge, die im Kampf gegen Armut in den letzten Jahren erreicht worden waren.
Die Verhandler in Kopenhagen müssen wissen, dass sie sich ein Scheitern schlicht nicht leisten können.
– Joseph Powell
Weiterführend Links
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.