Zeitungsschau – 10. November 2009


10.11.2009 17:10Uhr
von Carola Bieniek

Merkels Regierungserklärung

Heute Vormittag gab Angela Merkel die erste Regierungserklärung nach ihrer Wiederwahl ab und verteidigte die Beschlüsse von Union und FDP. Bezüglich der für uns besonders spannenden Bereiche, sprach Merkel nur über den Klimawandel: Dem Liveticker der Financial Times Deutschland zufolge, will die Kanzlerin aufs Tempo drücken und fordert ein international verbindliches Abkommen. Kopenhagen müsse ein Erfolg werden. Sie will ein international verbindliches Abkommen. China und die USA sieht Merkel in der Bringschuld.

Im Detail: Der FTD Newsticker zur Regierungserklärung

Süd-Süd Kooperation

Angesichts der verheerenden Auswirkungen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise haben die Vereinten Nationen für Anfang Dezember eine Konferenz anberaumt, die der Süd-Süd Zusammenarbeit neuen Auftrieb verleihen soll, berichtet Neues Deutschland. Die vom ersten bis zum dritten Dezember in Kenia stattfindende Konferenz zielt in erster Linie darauf ab, Handel und Investitionen innerhalb und zwischen Entwicklungsländern zu stärken. In einem neuen Bericht zur Lage der Süd-Süd-Zusammenarbeit verweist UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf den bemerkenswerten Zuwachs der Süd-Süd Kooperation bis zum Ausbruch der Finanzkrise. Diese hatte dem Aufwärtstrend vergangenes Jahr ein jähes Ende bereitet.

Simbabwe

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Roy Bennett, stellvertretender Landwirtschaftsminister und Vertrauter des Premier Tsvangirai, gestern in Simbabwes Hauptstadt Harare vor Gericht stand. Das Lager um Präsident Robert Mugabe wirft dem 52 jährigen Besitz von Waffen und Planung eines Umsturzes vor. Darauf steht die Todesstrafe. Tsvangirais Partei MDC hält dagegen das Verfahren sei politisch motiviert, um zu verhindern, dass er sein Amt antritt. Der Prozess wurde auf morgen vertagt.

Zum Weiterlesen: „Gegner Mugabes vor Gericht“

Wissenschaftsdiplomatie

Britta Rennkamp, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Entwicklung, berichtet für Deutsche Welle online über das 4. Weltwissenschaftsforum unter Federführung der UNESCO, das vergangene Woche in Budapest stattfand. In ihrer Gastkolummne schreibt sie, dass Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimawandel, Migration, Armutsbekämpfung und der Aufbau einer globalen Wissensgesellschaft neue gemeinschaftliche Anstrengungen in der Wissenschaftsdiplomatie benötigen. Sie fordert deshalb einen globalen Wissenschaftspakt, welcher die Schwellen- und Entwicklungsländer ausdrücklich einbezieht und Wissen zur Lösung von Weltproblemen zu einem allgemein zugänglichen globalen Gut macht.

Der ganze Beitrag zum Nachlesen: „Wissenschaftsdiplomatie für nachhaltige Entwicklung“

Schlagworte: Angela Merkel, Bildung, Handel, Klimavereinbarung, Klimawandel, Politik Aktuell, Regierungsführung, Simbabwe, Was wir lesen

 



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