Als es Anfang diesen Jahres einen erbitterten Konflikt zwischen Simbabwes Lehrern und der Regierung gab, wurde von vielen befürchtet, dass 2009 für die Bildung in Simbabwe ein verlorenes Jahr werden würde.
Der Nachrichtensender CNN hat sich in den vergangen Wochen mehrfach mit der Situation nach der scheinbaren Beilegung des Streits beschäftigt. Gestern fanden unsere US-Kollegen auf der Internetseite des Senders einen Artikel, der anschaulich macht, was es derzeit bedeutet, in Simbabwe zur Schule zu gehen. Obwohl es Anzeichen gäbe, dass sich das Bildungssystem seinen Weg zurück zur Normalität erkämpft, machten es die Kosten der Bildung und der noch immer vorherrschende Mangel an Finanzmitteln den Familien extrem schwer, ihre Kinder zur Schule zu schicken.
Vor ein paar Wochen bereits lief dieser Beitrag bei CNN:
Hier ein paar Auszüge aus dem Artikel „Zimbabwe schools begin fightback“ („Die Schulen Simbabwe beginnen zurückzuschlagen“) von Nkepile Mabuse:
Der Bildungsminister des Landes glaubt, dass es bis zu einem Jahrzehnt dauern könnte, bevor die Bildungsstandards wieder auf dem einstigen hervorragenden Stand sind.
Laut Bildungsministerium haben in den vergangenen zwei Jahren 20.000 Lehrer das Land verlassen und die Hälfte der Kinder Simbabwes ist nicht über die Grundschule hinaus gekommen.
Heutzutage sind viele Eltern zu arm, um ihre Kinder zur Schule zu schicken. Am schwersten betroffen sind die Schulen in ländlichen Gebieten. Dort fehlen selbst Bleistifte, Schreibtische und Bücher.
Als CNN die Mathabisana-Grundschule in Umguza im Südwesten Simbabwes besuchte, erzählte Direktor Nonkululeko Ndlovu, dass die Lehrer bereits gezwungen waren, Kohle anstelle von Kreide zu bewenden.
„Momentan können wir nicht über Schulbücher sprechen, da – soweit ich mich erinnere – die letzten Schulbücher im Jahr 2000 oder so angeschafft wurden. Damals gab es noch Zuschüsse von der Regierung. Nun gibt es gar nichts mehr.”
„Diese Schulbücher haben längst das Ende ihrer Haltbarkeit erreicht. Nun hat uns eine Hilfsorganisation 32 Bücher zur Verfügung gestellt, die wir in der Hoffnung, den Kindern wenigstens ein bisschen Wissen zu vermitteln, in allen Klassenstufen verwenden. Dafür sind wir sehr dankbar. “
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