Kopenhagen
Die Zeit berichtet über jüngste Entwicklungen und Perspektiven für den Klimagipfel in Kopenhagen: Die Verfasserin des Artikels Andrea Böhm fordert die Industrienationen auf, im Vergleich zu Entwicklungsländern größere Verpflichtungen einzugehen. Darüber hinaus vertritt sie die Meinung, dass eine Zusammenarbeit der EU mit Schwellen- und Entwicklungsländern den größtmöglichen Druck auf die USA ausüben könnte. Sie lehnt einen Ansatz der nationalen Aktionspläne ab und zeigt auf, dass die internationale Gemeinschaft sich nicht zwingend von Kyoto verabschieden müsste.
Die Berliner Zeitung schreibt über die Auswirkungen des Klimawandels auf Afrika. Johannes Dietrich weist in dem Artikel darauf hin, dass die gesamtafrikanischen Emissionen denen des US-Bundesstaates Texas entsprechen. Er fügt hinzu, wie einmalig es in der Geschichte der Klimaverhandlungen sei, dass die afrikanischen Staatsoberhäupter sich auf eine gemeinsame Strategie für Kopenhagen einigen konnten. Sie verlangen $67 Mrd. als Kompensation für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel und entsenden eine gemeinsame Delegation nach Kopenhagen.
AFP berichtet, dass die EU unterdessen zugesagt hat, Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern mit €200 Mio. unterstützen.
Deutsche Technik zur HIV-Diagnose
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über das deutsche Unternehmen partec, welches Apparaturen für die Diagnose von HIV und anderen Krankheiten produziert. Mit dem CyFlow-Counter kann genau bestimmt werden, in welchem Krankheitsstatus sich ein HIV-Infizierter befindet, da dieser in weniger als einer Minute tausende Zellen analysieren und ihren Bestand erfassen kann. Das Gerät basiert auf der Technik der Durchflusszyometrie. Um zu bestimmen, wie weit die Aidserkrankung bei einem Patienten fortgeschritten ist, zählt man sogenannte Helfer- oder CD4-Zellen im Blut. Das Gerät kann aber auch Malariaparasiten oder Mykobakterien in Blutproben und Körperflüssigkeiten analysieren. Durch die einfache Technik profitieren besonders Entwicklungsregionen von der Maschine und staatliche wie nichtstaatliche Gesundheitsbehörden in Entwicklungsländern sind die größten Kunden von partec.
Omar al-Baschir will in die Türkei reisen
Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Sudans Präsident Omar al-Baschir nächste Woche in die Türkei reisen wird. Seit März gibt es einen internationalen Haftbefehl gegen al-Baschir wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Türkei hat das Statut für den Internationalen Strafgerichtshof bislang nicht unterzeichnet, wäre folglich nicht verpflichtet, al-Baschir auszuliefern. Die internationale Gemeinschaft setzt die Türkei allerdings unter Druck, insbesondere mit dem Argument, dass die Türkei sich den Standards der EU annähern möchte. Die Türkei unterhält jedoch eine freundschaftliche Beziehung zum Sudan, seit sie das Land als wichtigen Öl- und Handelspartner für sich entdeckt hat.
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