Es ist jetzt 25 Jahre her, dass die Weltöffentlichkeit von der Hungersnot in Äthiopien erfuhr, die eine Million Menschen töten sollte und Millionen weitere in desolater Situation zurück ließ.
Im Oktober 1984 brachten die Berichte der BBC-Reporter Michael Buerk und Mohamed Amin die Bilder des Leidens biblischen Ausmaßes in die Heime der Menschen in den Industriestaaten.
Sofort wurden weltweite Kampagnen als Antwort auf die Not gestartet. Bob Geldof, der eng mit ONE zusammenarbeitet, rief eine Vielzahl von Sangeskollegen zusammen und nahm unter dem Namen Band Aid eine Single auf, die nach ihrer Veröffentlichung im November 1984 wochenlang weit oben in den Charts überall auf der Welt stand. Im Juli 1985 folgten dann die Live Aid -Konzerte. Insgesamt kamen so für die Notfallhilfe £150 Mio. zusammen.
Vor allem in Großbritannien, aber auch in anderen Ländern berührte die Hungersnot in Äthiopien eine ganz Generation und prägte kommende Kampagnen von Aktivisten gegen extreme Armut.
Nun, ein viertel Jahrhundert später, wird das Horn von Afrika noch immer vom Hunger verfolgt. Mehr als sechs Millionen Menschen warten allein in Äthiopien verzweifelt auf Lebensmittel; in der ganzen Region sind es gar 23 Millionen.
Und trotzdem ist die Krise nicht annähernd so schlimm wie 1984/85. In Äthiopien hat sich vieles zum Besseren gewandelt. Doch neue Bedrohungen – insbesondere die Folgen des Klimawandels – drohen, diese Erfolge zunichte zu machen.
– Helen Palmer –
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