Hungersnot
Äthiopien hat die international Gemeinschaft gestern dringend um Hilfe für 6,2 Millionen Menschen gebeten, berichtet dpa. 25 Jahre nachdem eine verheerende Hungersnot in Äthiopien eine Million Menschen getötet hat, fleht die Regierung nach Hilfe für über sechs Millionen Menschen, die vom Hungertod bedroht sind.
Der Tagesspiegel schreibt, dass UN-Schätzungen zufolge insgesamt 24 Millionen Menschen in sieben Ländern von der Hungernot betroffen sind. Die Zeitung schreibt weiter, dass der Hilferuf der Regierung bemerkenswert sei, da diese in den vergangenen Monaten alles getan hätte, um das Problem zu leugnen.
Einige Zeitungen, darunter auch Der Tagesspiegel, berichten über einen Bericht der Zeitung Omvärladen vom Dienstag, die der schwedischen Entwicklungshilfe Organisation sida gehört, demzufolge das Welternährungsprogramm WFP für den G8-Gipfel in Rom ein Treffen zwischen afrikanischen Kindern und den Ehepartnern der Regierungschefs arrangiert hatte. Letztere sollen dabei die Kinder gefüttert haben. Damit wollte das WFP aufzeigen, wie es unterernährte Mütter und Kinder, HIV/Aids-Kranke, Schüler und Katastrophenopfer mit Essen versorgt. Dem Tagesspiegel zufolge soll dieses Treffen $500.000 gekostet haben. Es werden vermehrt Stimmen laut, die eine solche Demonstration der Arbeit des WFP und die damit einhergehende Darstellung der afrikanischen Kinder heftig kritisieren.
Die Zukunft des Europäischen Auswärtigen Diensts (EAD) der EU
Mit der immer wahrscheinlicher werdenden Ratifizierung des Vertrags von Lissabon sieht sich die EU bereits einer heftigen Diskussion über zukünftige Strukturen und Verantwortlichkeiten im auswärtigen Dienst gegenüber. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisiert schlecht koordiniertes Vorgehen in der Vergangenheit und stellt die Chancen des geplanten gemeinsamen EAD heraus. Die Schwedische Ratspräsidentschaft ebenso wie Deutschland sehen den EAD unabhängig von Kommission und Rat. Dies würde allerdings auch bedeuten, dass nur noch die Themen Handel, Erweiterung und Entwicklung in den Händen der Kommission bleiben würden. Die Süddeutsche Zeitung berichtet bereits von einem „schweren, offenen Konflikt“, da Kommission und Parlament andere Pläne haben. Das EP sähe den EAD gerne in die Kommission integriert, da es nur so seine Aktivitäten und Ausgaben kontrollieren könnte, die Kommission fürchtet ein zu starkes Machteinbußen.
Ein Artikel zum Thema auf EurActiv: Machtkampf um neuen Auswärtigen Dienst der EU
Anschläge in Somalia
In einem Feuerwechsel zwischen islamischen Rebellen und Soldaten der somalischen Regierung wurden mindestens 17 Zivilisten getötet und weitere Duzende verletzt, schreibt AFP. Die Rebellen verfehlten dabei nur knapp das Flugzeug des Präsidenten. FTD und DW online berichten von noch mehr Todesopfern, da zahlreiche Granaten den belebten Bachara Markt trafen.
DW-online: Gerd Winkelmann. Wieder blutige Kämpfe in Mogadischu
Europäische Entwicklungstage
Über 6.000 Politiker und Experten treffen sich ab heute für drei Tage in Stockholm, um über Fragen des Klimawandels und der Finanzkrise aus einer EZ-Perspektive zu debattieren, berichtet DW-online und epd.
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