16. bis 18. Oktober: Stand Up & Take Action
Vom 16. bis zum 18. Oktober werden beim Stand Up Day Millionen Menschen auf der ganzen Welt symbolisch aufstehen, um Geschlossenheit im Kampf gegen Hunger und Armut zu demonstrieren. Mit der Aktion erinnern Bürger auf der ganzen Welt an unser Versprechen gegenüber den ärmsten Ländern der Welt. Vergangenes Jahr beteiligten sich über 116 Millionen Menschen an der Aktion – rund zwei Prozent der Weltbevölkerung. Sie alle setzen sich dafür ein, dass die Millenniumentwicklungsziele erreicht werden. Koordiniert wird die Aktion Stand Up & Take Action (Steh auf & tu was!) von der UN Millenniumkampagne und dem Global Call to Action against Poverty (dessen deutscher Arm Deine Stimme gegen Armut ist).

Zur Erinnerung: Im Jahr 2000 hat sich Deutschland, gemeinsam mit 188 weiteren Nationen, die acht Millenniumentwicklungsziele auf die Fahnen geschrieben. Übergeordnetes Ziel ist es, die weltweite Armut bis 2015 zu halbieren. Es gibt wichtige Fortschritte zu verzeichnen: Zwischen 1999 und 2004 wurden zum Beispiel 34 Millionen afrikanische Kinder zusätzlich eingeschult; die Anzahl der Menschen, die lebensrettende Aids-Medikamente erhalten, wurde um über 4000 Prozent gesteigert; und die Zahl der Malaria-Toten in Ruanda, Äthiopien und Sambia ist in den vergangenen zwei Jahren um die Hälfte zurückgegangen. Es bleibt aber noch viel zu tun. Erschwert wird die Erreichung der Entwicklungsziele durch die globale Finanzkrise und den Klimawandel. Beide lasten besonders schwer auf den Entwicklungsländern, obwohl sie zu diesen Problemen am wenigsten beigetragen haben.
Der Zeitpunkt des Stand Ups könnte für Deutschland nicht besser sein: Während Millionen Menschen in Bangladesch, Bonn und Boston ein Zeichen der Solidarität setzen, treffen in Berlin CDU/CSU und FDP bei den Koalitionsverhandlungen zusammen, um über die deutsche Politik der nächsten vier Jahren zu entscheiden. Nur wenn die nächste Regierung entschlossen gegen Armut und Hunger kämpft, können wir die Millenniumentwicklungsziele bis 2015 noch erreichen. Deshalb fordert ONE die nächste Bundesregierung dazu auf, sich im Koalitionsvertrag ehrgeizige entwicklungspolitische Ziele zu stecken. Auch die UN-Millenniumkampagne appelliert mit dem Stand Up an die neue Bundesregierung. „Die neue Regierung sollte ein klares Zeichen setzen und die Millenniumsziele im Koalitionsvertrag verankern“, fordert Dr. Renée Ernst, Leiterin der UN-Millenniumkampagne. Dafür stehen wir gerne mit auf. STAND UP – STEHT AUF GEGEN ARMUT UND FÜR DIE UN-MILLENNIUMZIELE!
Wer sich beteiligen möchte, findet auf www.stell-dich-gegen-armut.de weitere Informationen.
– Lisa Ditlmann –
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
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