Wasser und sanitäre Versorgung in Tansania


04.10.2009 19:30Uhr
von Carola Bieniek

Tansania verfügt über reichlich Wasser, auch wenn die regionale Verteilung ungleich ist. Tansania grenzt an die drei größten Seen des Kontinents und ist von vielen Flüssen durchzogen. Der Zugang zu sauberem Wasser stieg von 46 % in den 1990ern auf 62 % im Jahr 2006. Das heißt aber auch, dass noch zu viele Familien nicht über sauberes und sicheres Trinkwasser verfügen: 50 % der Land- und 25 % der Stadtbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Hinsichtlich der sanitären Versorgung gestaltet sich die Situation noch schlechter.

Dies hat nachteilige Auswirkungen auf viele andere soziale Sektoren: Durch Wasser übertragenen Krankheiten wie Durchfall und Cholera fordern viele Opfer. Durch fehlende Bewässerung ist die Produktivität in der Landwirtschaft niedrig.

Dies soll sich ändern: Eine gemeinsame Initiative von Regierung und allen Gebern hat das Ziel, allen Bürgern bis 2025 den Zugang zu sauberem Wasser zu garantieren. Dafür wurde das Konzept überarbeitet: Bisher verbrachten die zuständigen Angestellten im Ministerium einen Großteil ihrer Zeit damit, Berichte für die Geber zu schreiben und die Überschneidung von Projekten zu verhindern. Im Juli 2007 ernannte die Gebergemeinschaft zwei federführende Geber, einer davon Deutschland. Diese Geber repräsentieren die gesamte Gebergemeinschaft auf ministerieller Ebene. Durch die Korbfinanzierung folgen alle Projekte jetzt an einer einheitlichen Strategie und ehrgeizigen Zielen.

Schlagworte: ONE in Tansania 2009, Sanitäre Versorgung, Tansania, Wasser

 



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