Zu früher Stunde kamen heute die entwicklungspolitischen Referenten von CDU, SPD, FDP und den Grünen, Dr. Stefan Oswald, Ruth Möller (vertretungsweise für Bianca Lacatusu), Daniela Zehentner-Capell sowie Helmut Breiderhoff in den Räumlichkeiten der KfW in Berlin zusammen. Sie stellten die Positionen ihrer Parteien vor, so wie sie sich im Wesentlichen auch aus den Wahlprogrammen ergeben. Tobias Kahler von ONE lobte die Panelisten, die auch im Wahlkampf sehr sachlich diskutierten. Bei dem gemeinsamen Ziel extremer Armut die Stirn zu bieten und bei vielen Gemeinsamkeiten in den Ansätzen, gab es doch zum Teil sehr unterschiedliche Schwerpunkte und Positionen. Frau Zehentner-Capell stand etwa einer Fixierung auf ODA-Quoten kritisch gegenüber, deren Einhaltung von den anderen angemahnt wurde. Herr Breiderhoff lehnte eine Verzahnung von Wirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ab, die von anderen Diskutanten gerade verstärkt gefordert wurde. Unterschiedliche Positionen gab es beispielsweise auch bei der Frage des richtigen quantitativen Verhältnisses von multi- und bilateraler EZ (Herr Oswald forderte einen Schlüssel von 1/3 zu 2/3), der Bedeutung von Public Private Partnerships und bei der angemessenen Rolle von Budgetfinanzierung. Insgesamt war es eine sachlich-ansprechende Diskussionsrunde, welche zwar keine großen Überraschungen bereit hielt aber doch eine gute Übersicht über die Positionen der Parteien gab.

1 Kommentare
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01.10.2009 at 15:19
Betr.: Entwicklungshilfe
Entwicklungshilfe betreiben wir schon sehr lange. Wenn wir unser Ziel damit nicht erreichen konnten, müssen wir andere Mittel erproben. Vielleicht könnten die bei uns gemachten Erfahrungen weiterhelfen. In Deutschland gibt es in ländlichen Gebieten viele Menschen mit einem Geldeinkommen, das weit unter der Armutsgrenze liegt, die dennoch blühende Gärten vor ansehnlichen Häusern und Nutzgärten besitzen. Sie sind unabhängige Selbstversorger, schaffen ihren Bedarf durch Eigenarbeit und mit kostenloser Nachbarschaftshilfe auf Gegenseitigkeit nach Art der Liekegäwer. Für den weiteren nicht notwendigen Konsum reicht so ein kleines Einkommen. Der reale Wohlstand ist dabei meist höher als bei hochbezahlten Städtern.
Bei getrennten Kreisläufen spielt die Höhe der Einkommen überhaupt keine Rolle. Das Verhältnis von Nettolohn zum Marktpreis des dafür geschaffenen Gutes, den der Erzeuger als Verbraucher ja wieder zahlen muß, der Wirkungsgrad des wirtschaftlichen Prozesses ist allein maßgebend. Beim Verlierer ist der Wirkungsgrad kleiner als 1. Je schneller diese Prozesse aufeinanderfolgen, um so schneller wächst die Differenz der Einkommen und Vermögen zwischen Gewinnern und Verlierern.
Beispiel:
A, B, und C erhalten zum gleichen Zeitpunkt einen zusätzlichen Betrag von 8478,614 Euro zur freien Verwendung.
A kauft dafür ein gebrauchtes Kraftfahrzeug und verwendet den Restbetrag für Instandhaltung, Versicherung, Steuern, Kraftstoff und Telefonate. Er genießt schöne Fahrten und Gespräche. Nach drei Jahren ist der erhaltene Betrag verbraucht. Sein Kraftfahrzeug hat noch einen Restwert von einem Euro.
B versucht als Händler Gewinn zu machen. Er gehört aber zu denen, die stets verlieren. Um sein Schicksal zuwenden, versucht er es an allen 300 Handelstagen im Jahr mit dem vollen ihm noch verbliebenen Betrag. Sein Verlust ist minimal und beträgt bei jedem Geschäft nur ein Prozent. Nach drei Jahren besitzt er nur noch
8478,614 Euro x 0,99 Exp 900 = 1 Euro. Frustriert gibt er auf.
C handelt genauso wie B, gewinnt jedoch minimal; ihm genügt jeweils ein Prozent. nach drei Jahren besitzt er
8478,614Euro x 1,01 Exp 900 = 65699379,55 Euro. Er kann nicht aufhören.
Für Verlierer (90 % der Bevölkerung) gäbe es auch ein unabhängiges Leben, wenn sie ihre Gewinnsucht überwinden könnten und sich unauffällig dem für sie verlustreichen Handel entziehen könnten. Für Notfälle wären gesicherte Reserven notwendig. Geld kann diese Funktion nicht erfüllen, da es schon lange nicht mehr an einen realen Wert gebunden ist und bei sich anbahnenden Notzeiten durch Realwährungen ersetzt wird. Wie unsere Ahnen bereits erkannt haben, ist der Geldfluß auch nicht steuerbar. In Notzeiten mußten Marken und Bezugsscheine die gerechte Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Die Beliebtheit des Geldes beruht auf der Illusion, daß man damit mühelos die Dienste anderer in Anspruch nehmen kann. Beim Verlierer ist Aufwand für den Erwerb des Geldes jedoch wesentlich höher als der Wert der empfangenen Gegenleistung. Der Durchschnittsverdiener erhält nur 10 % seiner Leistung zurück.
Näheres finden Sie unter den Such-Wörtern “Liekegäwer” und “Umweltschaden durch Energiesparkosten” und den folgenden Web-Adressen:
http://member.thinkfree.com/myoffice/show.se?f=ba10d4edd805b5cd3fa114adc7820398 (Liekegaewer)
http://member.thinkfree.com/myoffice/show.se?f=6a9227440b203be768316f75a595c1c1 (Umweltschaden)
http://docs.google.com/Doc?docid=0AfBRewZ-3tayZDR0Z3dkN18xM3M4ZHc0Yzk&hl=en
(Abschnitt vor dBSP/BSP = dCO2/CO2 = dS/S = dx/x = k dt)