Letzte Woche haben wir in den Medien eine aufregende Meldung gefunden: das erste Glasfaser-Unterseekabel in Ostafrika ist angeschlossen worden. Das bedeutet, das die Menschen in Tansania, Kenia, Uganda, Mozambique und Teilen von Südafrika, die bisher auf langsame und teure Satellitenverbindungen angewiesen waren, nun dank dem afrikanischen Unternehmen Seacom Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternetanschlüssen haben.
Die Region macht sich nun begründete Hoffnungen, dass das Kabel auch einen Schub für Handel und Industrie bringen wird. Ein Sprecher von Seacom teilte mit, dass das Kabel „die Geschäftskosten in Afrika, innerhalb Afrikas und mit internationalen Partnern verringern“ wird. Weiterhin sagte er, dass das Kabel „den Beginn einer neuen Ära der Kommunikation“ zwischen Afrika und dem Rest der Welt markiere.
Die BBC meldete, dass Unternehmen, die bisher etwa $3.000 im Monat für eine 1 MB- Satellitenverbindung zahlen, nun erheblich weniger bezahlen müssen: etwa $600 im Monat. Darüberhinaus hat die kenianische Regierung in alle größeren Städte des Landes Kabel verlegen lassen. Nach ihren Worten werden die Glasfaser-Kabel auch eine Verbindung zu besserer Bildung überall im Land sein. Doch es ist noch nicht sicher, dass die Internetrevolution auch die Dörfer erreicht, von denen viele noch immer keinen zuverlässigen Zugang zu Elektrizität haben.
– Mikiko Imai –

1 Kommentare
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31.07.2009 at 09:35
Schön, leider nutzt diese schnelle Internetverbindung wohl kaum denen die sie am dringlichsten bräuchten. In den Slums der großen Städte leben immer noch die meisten Menschen in Afrika. Was haben diese davon wenn ein Unternehmen für die Internetverbindung nur noch 20% der Kosten hat? Nicht wirklich viel. Das mtl. Einkommen bei diesen Menschen liegt unterhalb der 300 €. Da bringt es meiner Meinung nach mehr, wenn Schulen kostenlos ins www kommen.