Die Expertenkommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Thema Impfschutz verlangte diesen Monat, alle Kinder durch eine Impfung vor einem schweren Magen-Darm-Infekt, der durch Rotaviren ausgelöst wird, zu schützen.
Jedes Jahr sterben weltweit 600.000 Kinder an der gefährlichen Durchfallerkrankung. Obwohl die weitaus meisten Todesfälle in Entwicklungsländern auftreten, können Kinder in den Industrieländern genauso an dem Virus erkranken. So werden in den USA jährlich 55.000 Kinder mit einem Rotavirus-Infekt ins Krankenhaus eingeliefert.
Ein Forschungsprojekt, das herausfinden sollte, ob die Impfung in Ländern mit hoher Kindersterblichkeit sicher und effektiv ist, war erfolgreich: Nach der Verabreichung der Impfungen verringerte sich die Anzahl von schweren Durchfallerkrankungen deutlich. Finanziert wurde das Projekt durch die GAVI Alliance, während PATH, WHO und GlaxoSmithKline sowie eine Reihe von Forschungsinstituten in Südafrika und Malawi mit der Durchführung betraut waren. „Somit“, so Dr. Tachi Yamada, Vorsitzende des Programms für globale Gesundheit der Bill und Melinda Gates-Stiftung, „macht diese Studie den Weg frei für eine Impfkampagne, die Kinder in Entwicklungsländern vor einer der tödlichsten Krankheiten, von der sie bedroht sind, schützt“.
Die Vorsorge und Behandlung von Durchfallerkrankungen ist eine der dringlichsten Aufgaben für die Bill und Melinda Gates-Stiftung, da diese zwar eine der häufigsten Todesursachen für Kinder in den Entwicklungsländern sind, dennoch aber kaum Beachtung finden und ihre Bekämpfung somit schlecht finanziert ist. Die Stiftung ermöglicht Studien, um die Gründe für das Auftreten von Durchfallerkrankungen in Entwicklungsländern zu analysieren; darüber hinaus unterstützt sie die Erforschung neuer Impfstoffe – auch gegen das Rotavirus – und bemüht sich um die Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen.
Die Impfung gegen das Rotavirus in Kombination mit anderen grundlegenden Maßnahmen wie die Verbesserung der Wasserversorgung und der hygienischen Bedingungen für hilfsbedürftige Kinder in Afrika und Asien wird entscheidend sein, um die Kindersterblichkeit zu reduzieren.
– Lisa Fleisher –
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