Ende April besuchten mein Kollege Oliver Buston und ich die Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Kigali (Ruanda), wo Finanz- und Umweltminister über realistische Ziele für den Ende des Jahres in Kopenhagen stattfindenden Klimagipfel berieten.
Dabei wurde sehr deutlich, dass die Folgen des Klimawandels in Afrika selbst noch nicht in ihrem ganzen Ausmaß erkannt werden. Gleiches gilt für die Herausforderungen, vor die Gesellschaften auf dem gesamten Kontinent durch die erforderlichen Anpassungen gestellt werden. Damit afrikanische Länder nicht länger am Rande der Debatten stehen, ist es daher wichtig, dass sie mit Unterstützung internationaler Partner die notwendigen Fähigkeiten ausbilden, um in internationale Diskussionen einzugreifen. Auf diesem Weg kann der beste Klimakompromiss für Afrika erreicht werden.
Catherine Namugala, die Umweltministerin Sambias, betonte den Zusammenhang zwischen Klimawandel einerseits und den Millennium-Entwicklungszielen, insbesondere der Gesundheitsförderung, andererseits und bezeichnete die Auswirkungen des Klimawandels auf die ärmsten Länder als Menschenrechtsfrage.
Afrika verfügt noch über gewaltigen Spielraum, um sich mit eigenen Ideen in den Klimaverhandlungen Gehör zu verschaffen – damit dies passiert, braucht es starke Vorreiter aus Afrika selbst, die dem Thema absolute Priorität einräumen. Angesichts der unzähligen anderen drängenden Probleme auf dem Kontinent besteht anderenfalls die Gefahr, dass die Klimaproblematik immer weiter aufgeschoben wird.
Demnächst werde ich an dieser Stelle mehr über die Ergebnisse des Ministertreffens schreiben. Zum Abschluss sollen hier noch die drei zentralen Aussagen, die Ruandas Präsident Kagame in seiner Eröffnungsansprache machte, erwähnt werden:
Das ist der Weg zu einem Ergebnis im Sinne Afrikas.
– Edith Jibunoh –
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