Korruptionsverdacht: Schweden und Niederlande setzen Hilfe für Sambia aus


04.06.2009 17:54Uhr
von Carola Bieniek

Die Regierungen Schwedens und der Niederlande kündigten heute an, Hilfszahlungen an Sambia in Höhe von $33 Mio. auszusetzen, nachdem Berichte über Unterschlagungen im Gesundheitsministerium bekannt wurden. Diesen Berichten zufolge verlangten zivilgesellschaftliche Gruppen vom Ministerium, seine Ausgaben offenzulegen, was der ehemalige Präsident Mwanawasa jedoch verhinderte. Das, so die Vermutung, könnte einige Beamte dazu verleitet haben, Gelder zu privaten Zwecken abzuschöpfen. Befürchtungen, die fehlenden Mittel könnten die medizinische Versorgung beeinträchtigen, trat Finanzminister Musokotwane mit der Zusage entgegen, die sambische Regierung werde einen Plan zur Überbrückung ausarbeiten und außerdem den Korruptionsvorwürfen nachgehen.

Die transparente Veröffentlichung der Ausgaben von Geldgebern und Regierungen ist unentbehrliche Bedingung dafür, dass Entwicklungsgelder so effizient wie möglich eingesetzt werden. Die Reaktion der schwedischen und niederländischen Regierung auf die Unterschlagungsberichte zeigt, dass die beiden Länder – ebenso wie der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) – davon überzeugt sind, dass optimal durchgeführte Programme die Voraussetzung für erfolgreiche Entwicklung sind und dass Entwicklungshilfe Transparenz und Verantwortlichkeit in der Regierungsführung verstärken kann.

Den kompletten Bericht finden Sie hier (englisch).

– Lisa Fleisher –

Schlagworte: Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM), Lisa Fleisher, Niederlande, Politik Aktuell, Sambia, Schweden

 



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