Länder
Im Jahr 2010 war die Unterstützung Sub-Sahara-Afrikas auf einem historischen Höchststand. Dennoch lagen die Zuwächse der letzten fünf Jahre unterhalb dessen, was 2005 zugesagt worden war und die Aussicht auf Einhaltung von Zusagen jenseits des Stichdatums 2010 könnte ebenfalls gefährdet sein. Wenn einige Geber die gegenwärtige Höhe der Zahlungen einfrieren oder gar Kürzungen vornehmen, droht dies die gerade erzielten Fortschritte im Kampf gegen HIV/Aids und Malaria, bei der Förderung landwirtschaftlicher Produktivität und bei der Bildung von Kindern zu gefährden.
Während der letzten fünf Jahre haben sich einige G7-Staaten äußerst vorbildlich verhalten und ihre Zusagen an Sub-Sahara-Afrika zum Stichdatum 2010 eingehalten. Andere hingegen nicht. Als Gruppe haben die G7 61 Prozent der Erhöhungen realisiert, die Sub-Sahara-Afrika bis 2010 versprochen worden waren. Diese Erhöhungen waren zu weiten Teilen dem Umstand geschuldet, dass die USA, Japan und Kanada ihre Zusagen übererfüllt haben und das Vereinigte Königreich seine äußerst ehrgeizige Zusage nahezu erfüllt hat. Drei Länder – Italien, Deutschland und in etwas geringerem Ausmaß Frankreich – sind für den größten Teils des Ausfalls der G7 verantwortlich.
Andere Länder außerhalb der G7/G8 (manche EU Staaten, Australien und Süd-Korea) haben ebenfalls Zusagen gemacht, ihre Entwicklungshilfe zu erhöhen. Aufstrebende Volkswirtschaften wie z.B. Brasilien, Indien, China, Saudi-Arabien und Russland haben ebenfalls ihre Unterstützung für Sub-Sahara-Afrika ebenfalls kontinuierlich erhöht (weil die meisten dieser Länder jedoch dem Entwicklungsausschuss der OECD keine Zahlen zu ihrer Entwicklungshilfe zur Verfügung stellen, sind sie im DATA Bericht nicht neben den übrigen traditionellen Geberstaaten aufgeführt).

