Länder
Von 2011 bis 2015 muss die EU die ODA weltweit um 42,93 Milliarden Euro erhöhen, um ihr Gesamtziel von 93,78 Milliarden Euro erreichen zu können. Im Jahr 2011 realisierte sie lediglich 54,2 Prozent ihrer Gesamtzielvorgabe für 2015 (und fiel damit weiter zurück als im Jahr 2010). Da sich die Schuldenkrise auf die gesamte Region ausgebreitet hat, wird wahrscheinlich auch die angespannte Haushaltslage der Mitgliedstaaten anhalten. Dies macht es schwieriger denn je, die Finanzierung von Armutsbekämpfung sicherzustellen und die Ausgaben weiterhin stetig zu erhöhen – auch die kommenden Verhandlungen über den EU-Haushalt und die Höhe der geplanten Ausgaben für Entwicklungspolitik der EU-Kommission werden davon betroffen sein.
Auf dem Weg zur Erfüllung der MDGs werden die Einhaltung der geleisteten Zusagen und eine intelligente, koordinierte Politik maßgeblich dazu beitragen, dass arme Länder ihre ehrgeizigen Entwicklungsziele realisieren können. Auch Mitgliedstaaten, die noch keine detaillierten Zeitpläne entwickelt haben, sollten Fahrpläne für die nächsten drei Jahre erstellen, um die Einhaltung ihrer Zusagen zu gewährleisten. Entschiedenes Handeln einzelner politischen Entscheider könnte anderen Ländern als Vorbild dienen und sie wieder zurück auf Kurs bringen.


