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Politischer Beirat Afrika

Charles Abugre Akelyira

Regionaldirektor Afrika, UN-Milleniumkampagne

Charles Abugre AkelyiraCharles Abugre Akelyira engagiert sich seit mehr als 20 Jahren gegen Armut. Der Ghanaer ist Entwicklungsökonom und gefragter Kommentator sozialpolitischer Themen. Derzeit arbeitet er als Regionaldirektor Afrika bei der UN-Milleniumkampagne in Nairobi, Kenia. Die Kampagne unterstützt und regt Bürger an, Druck auf ihre Regierungen zu machen, damit diese die Milleniumentwicklungsziele (MDGs) erreichen.

Vor dieser Tätigkeit war Akelyira Chef der Abteilung für Globale Politik bei ChristianAid in London. In dieser Zeit war er auch Gastdozent für Gender und Makroökonomie an der University of Utah und am Levi Institute in New York sowie Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der University of Swansea in Wales. Er war außerdem Geschäftsführer des Integrated Social Development Centre (ISODEC) und Koordinator des Afrikanischen Sekretariats des Third World Network in Ghana.

Akelyiras Erfahrung reicht von der Entwicklungsarbeit an der Basis bis zur internationalen Beratung in sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung. Er hat studierte Entwicklungsökonomie am Institut für Sozialstudien in Den Haag, Niederlande,  sowie Wirtschaft und Geographie an der University of Ghana in Accra und ist Doktorand an der University of Wales in Swansea.

Dr. Melvin Ayogu

Direktor, Human Enterprise Research Group

Melvin AyoguDerzeit ist Dr. Melvin Ayogu Direktor der Human Enterprise Research Group.

Von 2000 bis 2009 war Dr. Ayogu Professor für Volkswirtschaft und Dekan der Fakultät für Handel an der University of Cape Town. Er unterrichtete auch am College of Business an der James Madison University in Harrisonburg, Virginia, an der Fakultät für Rechnungswesen und Management an der University of Jos, Nigeria, an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der University of Cape Town sowie an der Joint Faculty for Electives des Africa Economic Research Consortium und beim Collaborative Master Programm für Ökonomie in Nairobi, Kenia.  Von Februar bis Juni 2000 war er Gastdozent am Center for International Development an der Havard University. 1989 promivierte er in Volkswirtschaft an der Ohio State University.

Dr. Ayogu ist Mitglied des Chartered Institute of Bankers, London. Er ist außerdem als Berater für verschiedene internationale Organisationen tätig, wie z.B. die Weltbank, den Internationalen Währungsfonds (IWF), UN-Habitat, United Nations Economic Commission for Africa (UNECA), New Partnerships for Africa’s Development (NEPAD), Common Market for Eastern and Southern Africa (COMESA) und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Er veröffentlichte eine Reihe von Artikeln über wirtschaftliche Entwicklung und ist Mitherausgeber von „Development Dilemmas: The Methods and Political Ethics of Growth Policy“ (2005).

Amadour Mahtar Ba

Geschäftsführer, African Media Iniative

Amadour Mahtar BaAmadou Mahtar Ba ist der Geschäftsführer der African Media Initiative (AMI), die versucht Afrikas Mediensektor zu stärken, um Regierungen und andere Institutionen besser zu überprüfen und um soziale Entwicklung und wirtschaftliches Wachstum voranzutreiben.

Er ist auch Mitbegründer und Vorsitzender der AllAfrica Global Media, eines Anbieters multimedialer Inhalte, Entwickler von Systemtechnologien und weltweit größter Lieferant von afrikanischen Nachrichten und Informationen. Bevor er AllAfrica gründete, war er von 1996 bis 2000 Direktor für Kommunikation und Marketing bei BICIS Bank, einem Tochterunternehmen  der Bankengruppe BNP Paribas. Von 1993 bis 1996 war er an der Umstrukturierung und der Privatisierung der Panafrican News Agency (PANA) beteiligt.

Ba ist Mitglied des Global Council for the Future of Journalism des Weltwirtschaftsforums, des Beirates des Reporting Developing Network Africa, des Beraterkommitees des Knight International Journalism Fellowship, das vom International Center for Journalists verwaltet wird, sowie des politischen Beirats für Afrika von ONE.

Ba hat seine Ausbildung im Senegal, in Frankreich und in Spanien erhalten and spricht fließend Französisch, Englisch, Spanisch, Fulani und Wolof. Er hat einen Master-Abschluss von der Ecole Française des Professionnels de la Communication in Paris und der Paris 7 Universität (Jussieu).

Owen Barder

Gaststipendiant, Center for Global Development

Owen BarderOwen Barder ist ein Entwicklungsökonom in Addis Abeba, Äthiopien. Außerdem ist er Gaststipendiant beim Center for Global Development in Washington, DC, und ist Leiter eines Teams bei der britischen Nicht-Regierungsorganisation Development Initiatives, die sich für transparente and überprüfbare Entwicklungszusammenarbeit einsetzt.

Barder war zuvor Wirtschaftsberater des ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair und war außerdem in anderen Bereichen der Regierung tätig, u.a. im Finanzministerium, im Kabinett und  im Entwicklungsministerium, wo er jeweils für Afrikapolitik verantwortlich war, als Kommunikationsdirektor und Direktor für die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit und internationale Finanzen gearbeitet hat.

Im südafrikanischen Finanzministerium arbeitete er vor allem zu Haushaltsthemen.  Zudem war er Gastdozent an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der University of California, Berkeley.

Barder schreibt über Entwicklungszusammenarbeit auf www.owen.org/blog und moderiert den Development Drums Podcast.

David Barnard

Geschäftsführer, SANGONeT

David BarnardDavid Barnard ist der Geschäftsführer vom Southern African NGO Network (SANGONet) in Johannesburg, Südafrika. Das Netzwerk versorgt die Zivilgesellschaft mit Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT).

Barnard war zuvor Manager des Programme for Development Research des Human Sciences Research Council (1992 bis 2000). Er ist Gründungsmitglied des African Institute for Corporate Citizenship und Mitglied des Beirats der African Press Organization.

Barnard hat viel zum Thema Entwicklungszusammenarbeit und ICT in Afrika veröffentlicht und darüber referiert. Sein Spezialgebiet beinhaltet die Rolle der internationalen Gebergemeinschaft und des NGO-Sektors im südlichen Afrika, Corporate Citizenship und die Einbindung der Privatwirtschaft in der Entwicklungszusammenarbeit sowie den Beitrag von Informationen und ICT in Entwicklungsprozessen.

Barnard hat zwei Bachelor-Abschlüsse der University of Stellenbosch, Südafrika, und hat an Management Trainings an der Cranfield University, Großbritannien, und der City University of New York teilgenommen.

Im Oktober 2010 nahm er erfolgreich am siebentägigen, 250km langen Kalahari Augrabies Extremmarathon teil.

Erik Charas

Gründer und Geschäftsführer, Charas LDA

Erik CharasErik Charas ist Unternehmer, Ingenieur und Aktivist. Seine Firma Charas LDA investiert in junge mosambikanische Unternehmer. Die Investitionen richten sich vor allem auf ärmere Bevölkerungsschichten, um der jungen Generation Mosambiks zu helfen, erfolgreiche Unternehmer zu werden. Charras ist zudem Präsident der größten Zeitung Mosambiks, @Verdade, die von über 600.000 Menschen gelesen wird.

2005 wählte dieMediengruppe MSN Charras zum Hero of Afrika, 2006 ernannte ihn das Weltwirtschaftsforum zu einem Young Global Leader und 2007 wurde er Archbishop Tutu African Leadership Fellow.

Charas ist der Meinung, dass es eine der wichtigsten Aufgaben der Afrikaner ist, eine einzigartige Identität für sich zu erschaffen. Für die Zukunft, glaubt Charas, muss Afrika positive Vorbilder hervorbringen. Diese sollten nicht nur Politiker und Befreiungskämpfer sein, sondern auch ganz gewöhnliche Menschen, die darum kämpfen, in einer feindlichen Umgebung zu überleben. Seine eigenen Helden sind sein Vater und Nelson Mandela: „Mein Vater, weil er daran glaubte, dass wir alle das Recht haben, unter würdigen Umständen zu leben, und dass wir unsere Träume bedingungslos verfolgen sollten, und Nelson Mandela, dem Vater aller Afrikaner.“

Paul Collier

Direktor, Center for the Study of African Economics, Oxford University

Paul CollierPaul Collier ist Professor für Volkswirtschaft und Direktor des Centre for the Study of African Economics an der Oxford University. Zwischen 1998 und 2003 nahm er eine Auszeit vom öffentlichen Dienst und war Direktor der Abteilung für Entwicklungstheorie der Weltbank. Er ist außerdem „professeur invité“ at CERDI, University d’Auverge, und bei der Paris 1.

2008 wurde Collier für Dienste der Wissenschaft und Entwicklung als Commander oft he British Empire (CBE) ausgezeichnet. Er ist Autor des Werkes „Die unterste Milliarde“. Collier gewann mit dem Buch 2008 den Lionel Gelber, Arthur Ross und Corine Preis und des Estorial Global Issues Distinguished Book Preis. Sein zweites Buch „Gefährliche Wahl: Wie Demokratisierung in den ärmsten Ländern der Erde gelingen kann“ wurde im März 2009 veröffentlicht und sein letztes Buch „Der hungrige Planet“ im Mai 2010. Seine Forschung konzentriert sich auf Gründe und Folgen von Bürgerkriegen, die Wirkungen von Entwicklungszusammenarbeit und die Probleme der Demokratie in Niedrig-Lohn-Länder, die reich an Rohstoffen sind.

Derzeit ist Collier Berater der Abteilung für Strategie und Politik beim IWF und Berater der Afrika Regionalabteilung der Weltbank. Er berät auch die britische Regierung über ihr neustes White Paper zur Politik für wirtschaftliche Entwicklung. Außerdem schreibt er eine monatliche Kolumne für The Independent sowie Beiträge für The New York Times, The Wall Street Journal and The Washington Post. 

Eleni Z. Gabre-Madhin

Geschäftsführerin, Ethiopia Commodity Exchange

Eleni Z. Gabre-MadhinDr. Eleni Z. Gabre-Madhin, Gründerin und seit 2008 Geschäftsführerin von Ethiopia Commodity Exchange, ist eine international anerkannte Vordenkerin im landwirtschaftlichen Marketing in Afrika und in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Sie hat Karriere in der Forschung sowie in der praktischen Ausübung der Entwicklungszusammenarbeit gemacht und ist nun in der Privatwirtschaft tätig.

Bevor sie zurück in ihr Heimatland Äthiopien ging, war sie leitende Ökonomin bei der Weltbank und Forschungsbeauftragte bei der Denkfabrik International Food Policy Research Institute in Washington. Weiterhin hat sie bei der UN in Genf, Schweiz, als Expertin für Warenhandel gearbeitet.

Dr. Gabre-Madhin hat an der Stanford University in Angewandter Ökonomie promoviert, ihren Master-Abschluss in Agrarökonomie an der Michigan State University und ihren Bachelor-Abschluss in Volkswirtschaft an der Cornell University gemacht. 1999 zeichnete die American Agricultural Economics Association ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Social Capital, Transaction Costs, and Market Institutions in the Ethiopian Grain Market” als herausragendeDissertation aus.

Als Stimme der afrikanischen Märkte repräsentierte sie beim G20-Wirtschaftsgipfel in London 2009 die afrikanische Wirtschaftsgemeinschaft, sitzt derzeit in dem von der Nike-Stiftung finanzierten Beratergremium für Mädchen in der Agrarwirtschaft sowie in der Expertengruppe für Entwicklungszusammenarbeit der schwedischen Regierung, der African Union Task Force für Waren und der Stiglitz Task Force für Afrika.

Dr. Gabre-Madhin ist ein Gründungs- und Vorstandsmitglied der Äthiopischen Akademie der Wissenschaften und wurde 2011 von African Business Awards als Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet.

Neville Gabriel

Geschäftsführer, Southern African Trust

Neville GabrielNeville Gabriel ist Gründungsgeschäftsführer der unabhängigen Regionalagentur Southern Africa Trust, die die Zusammenarbeit zwischen Regierungen und nicht-staatlichen Akteuren in der Armutsbekämpfung im südlichen Afrika fördert. Er ist außerdem Aufsichtsratmitglied der Open Society Initiative for Southern Africa (OSISA) und des African Forum on Debt and Development (AFRODAD), Vorstandsmitglied des Goedgedacht Forum for Social Reflection und leitendes Mitglied des Synergos Institute.

Bevor er den Southern Africa Trust gründete, arbeitete Gabriel bei Oxfam als regionaler Medienkoordinator für das südliche Afrika sowie bei der südafrikanischen Bischofskonferenz (SACBC), bei der er verschiedene Positionen inne hatte. Er ist außerdem Mitgründer der Südafrikanischen Koalition Jubilee 2000 für Schuldenerlass als Teil der internationalen Jubilee-Bewegung und diente dort als Nationaler Sekretär, Nationales Ausschussmitglied und Sprecher.

Neville wurde in Durban, Südafrika, geboren. Er schloss die Schule mit Auszeichnung ab, bevor er seinen Bachelor-Abschluss in Sozialwissenschaften an der University of Cape Town machte. Nach einem Jahr Auszeit und Zivildienst in einem verarmten Dorf in Südafrikas KwaZulu-Natal Provinz, wandte er sich wieder seinem Studium zu und studierte gleichzeitig Philosophie an der University of Natal und Theologie am St. Joseph’s Theological Institute. Er schloss sein Studium in Sozialwissenschaften an University of Natal mit Auszeichnung ab.

John Githongo

Geschäftsführer, Inuka Kenya Trust

John GithongoJohn Githongo ist Geschäftsführer von Inuka Kenya Trust, vormals Zinduko Trust, und Chef von Twaweza in Kenia. Er hat einen Abschluss in Volkswirtschaft und Philosophie von der University of Wales und einen Ehrendoktortitel von der Open University.

Githongo war Vize-Präsident für Politik bei World Vision International und leitendes Mitglied des St Antony’s College Oxford, mit dem er immer noch in Verbindung steht als Senior Common Room Member. Er diente zudem von 2003 bis 2005 als Staatssekretär im Büro des kenianischen Präsidenten. Vorher war er Direktor von Transparency International in Berlin und Geschäftsführer von Transparency International in Kenia. Zwischen 1995 und 2003 war er außerdem Kolumnist bei The East African und zwischenzeitig Korrespondent für The Economist und andere Zeitungen.

Er ist zudem Mitglied im Vorstand des Africa Centre for Open Governance (AfriCOG) und im Africa Institute for Governing with Integrity and Freedom House. Githongo ist auch Mitglied des Beratergremiums von Transparency International in Berlin und Berater des Mathare Community Resource Centre.

Angélique Kidjo

Grammy-Gewinnerin, Künstlerin und Aktivistin

Angélique KidjoGrammy-Gewinnerin Angélique Kidjo ist nicht nur eine elektrisierende Performerin, sie ist auch eine Vordenkerin. Die Mission dieser Künstlerin ist es, verschiedene Musikkulturen miteinander zu verbinden.

Obwohl  ihre Musik von den Rythmen ihrer westafrikanischen Heimat geprägt ist, durchbricht die in Benin geborene und in Brooklyn lebende Künstlerin häufig musikalische Grenzen, indem sie verschiedene Stile, wie Funk, Salsa, Jazz, Rumba, Souk und Makossa, miteinandern verbindet.

Kidjo bereist außerdem die Welt als UNICEF Goodwill Amabassador und setzt sich für Schulbildung für Mädchen ein, um mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Grundschul- und Sekundarbildung zu schaffen. Sie ist Mitgründerin der Batonga Stiftung, die Stipendien an Mädchen in Benin, Kamerun, Äthiopien, Mali und Sierra Leone vergibt.

Acha Leke

Direktor, McKinsey & Company

Acha LekeAcha Leke ist Partner bei McKinsey. Er begann seine McKinsey-Karriere 1998 als Mitarbeiter in Johannesburg und wechselte 1999 nach Atlanta. 2002 ging er zurück nach Johannesburg, um daran mitzuarbeiten, die Geschäfte von McKinsey auf ganz Sub-Sahara Afrika auszuweiten. Daraufhin ging er nach Lagos, um dort das neu eröffnete Nigeria-Büro zu leiten.

Bevor er zu McKinsey kam, arbeitete Leke für drei Jahre als Berater bei Pacific Monolithics, Inc. und Spectrian Corporation in Sunnyvale, Kalifornien, und war auf neue Techniken zum Linearisieren von Hochleistungsverstärkern für kabellose Anwendungen spezialisiert. Gleichzeitig promovierte an der Stanford University in Elektroingenieurswesen. Er hat zudem Master-Abschlüsse in Elektro- und Wirtschaftsingenieurswesen von der Standford University, sowie einen Bachelor-Abschluss in Elektroingenieurswesen mit Volkswirtschaft als Nebenfach vom Georgia Institute of Technology, wo als erster Farbiger die Abschlussrede hielt.

Leke ist Mitgründer und Mitglied des Vorstands des gemischten Internats African Leadership Academy, das sich zum Ziel gemacht hat, die nächste Generation afrikanischer Führungskräfte auszubilden. Er ist auch Mitgründer des African Leadership Network, einem Netzwerk von jungen afrikanischen Führungskräften, die Wohlstand nach Afrika bringen wollen. 2010 wählte Destiny Man ihn zu einem der 40 führenden Personen Südafrikas. Er ist Mitglied des Regional Agenda Council für Afrika des Weltwirtschaftsforums.

Dr. Xiaoyun Li

Chefberater, International Poverty Reduction Center in China

Xiaoyun LiMehr als 20 Jahre lang hat Dr. Xiaoyun Li einen entscheidenen Beitrag in Entwicklungsstudien, Bildung and angewandter Politikforschung für ländliche Entwicklung in China geleistet. Er ist auch einer der einflussreichsten Experten für die Politik der ländlichen Entwicklung in China und hat die meisten Gebermaßnahmen in China geleitet und überwacht. Bei seiner Arbeit konzentriert er sich auf Armutsbekämpfung, landwirtschaftliche Entwicklung für Kleinbauern, Finanzen, Entwicklung der Kommunalverwaltung und NGOs, Management natürlicher Ressourcen, Bürgerbeteiligung und Gender, und Entwicklungsmaßnahmen.

1981 machte Dr. Li seinen Bachelor-Abschluss in Agrarwissenschaften am Ningxia Agriculture College und 1984 seinen Master-Abschluss in Agrarwissenschaften an der Beijing Agricultural University, wo er 1987 auch promovierte. Von 1987 bis 1989 arbeitete er als Analyst für ländliche Entwicklung im chinesischen Staatsrat. In diesen Jahren war er an einer Reihe von wichtigen Reformen des ländlichen Sektors in China beteiligt. Nach 1989 wurde er Geschäftsführer des Center for Integrated Agricultural Development an der Beijing Agricultural University.

Dr. Li veröffentlichte mehr als 30 Bücher und mehr als 200 Artikel. Weiterhin erhielt er eine Reihe von Auszeichnungen, wie den China State Council Special Contribution Award und den China Poverty Reduction Award. Neben seiner Stelle als Chefberater beim International Poverty Reduction Center in China, ist er auch Dekan des College of Humanities and Development Studies an der China Agricultural University, Direktor der OECD-DAC China Study Group und leitender Berater bei der Weltbank in Tansania.

Dr. Richard Mkandawire

Vizepräsident der African Fertilizer and Agribusiness Partnership, AFAP

Richard MkandawireProf. Richard Mkandawire ist Sozioökonom und Experte für ländliche Entwicklung. Er hat einen Bachelor-Abschluss der University of Malawi sowie einen Master-Abschluss der University of Missouri in Columbia, USA, und promovierte an der University of East Anglia in Großbritannien. Prof. Mkandawire hat bereits an Universitäten in Malawi, Sambia und Südafrika gelehrt.

Derzeit ist er Vizepräsident der African Fertilizer and Agribusiness Partnership (AFAP)und ehemaliger Direktor für Ressourcenbeschaffung und Partnerschaften bei der NEPAD (The New Partnership for Africa’s Development) Planungs- und Koordinierungsagentur.

Bevor er diese Position übernahm, war er Leiter des NEPAD Landwirtschaftsprogramms und einer der Architekten des Comprehensive Africa Agriculture Development Programme (CAADP). Das CAADP ist ein Landwirtschaftsprogramm, das von Afrikanern konzipiert wurde, unter afrikanischer Leitung steht und von afrikanischen Regierungschefs unterstützt wird.

Prof. Mkandawire erhielt die folgenden Auszeichnungen für seine Arbeit beim CAADP: Ehrendoktorwürde der University of KwaZulu-Natal im Jahr 2009 für seine Arbeit als Vorkämpfer der CAADP-Agenda und für die Mobilisierung afrikanischer und globaler Unterstützung für Landwirtschaft in Afrika sowie den „Drivers of Change“ Preis im Jahr 2008 für die Überzeugungsarbeit, die er bei afrikanischen Entscheidungsträgern und der internationalen Gemeinschaft dafür geleistet hat, dass Afrika die Fähigkeit und den politischen Willen besitzt, um Hunger und Armut durch das CAADP überwinden zu können.

In den Jahren zwischen 1992 und 1999 arbeitete Prof. Mkandawire mit dem Commonwealth Sekretariat als Regionaldirektor für Afrika des Commonwealth Jugendprogramms. Er hat über 20 Jahre Erfahrung bei Entwicklungsinitiativen im südlichen Afrika. Zu den folgenden Themen hat er viel geforscht und veröffentlicht: Landwirtschafts- und Ernährungspolitik im südlichen Afrika, Entwicklung handwerklicher Fischerei (Artisanal Fisheries Development), Grundbesitzverhältnisse und ländliche Entwicklung, Gender und Entwicklung sowie Jugend- und Reproduktive Gesundheit.

Archbishop Njongonkulu Ndungane

Njongonkulu NdunganeWinston Hugh Njongonkulu Ndungane wurde in Kokstad in Südafrika geboren, wo er auch seine Schulbildung abschloss. In den 60er Jahren war er Anti-Apartheid-Aktivist und saß er von 1963 bis 1966 im Gefängnis auf Robben Island.

Für die Anglikanische Kirche des südlichen Afrikas diente er als Gemeindepfarrer und beschäftigte sich später mit theologischer Bildung. In späteren Jahren war er im leitenden Management der Anglikanischen Kirche tätig, bis er 1996 zum Erzbischof von Kapstadt gewählt wurde.

Als Erzbischof von Kapstadt war er in vielen Führungsgremien der weltweiten Anglikanischen Kirchengemeinschaft vertreten und hat einen wesentlichen Beitrag zur Arbeit der Kirchengemeinschaft in den Themenbereichen Frieden und Gerechtigkeit, Armutsbekämpfung, Handelsgerechtigkeit sowie HIV und Aids geleistet.

Er setzt sich auch für die Einhaltung der Millenniumsentwicklungsziele ein. 2005 war er, zusammen mit Kofi Annan und Jeffrey Sachs, Redner bei der Veranstaltungsreihe über Armut „What can one person do?“ in der St. Paul Cathedral in London.
2006 startete er die gemeinnützige Initiative African Monitor, die die afrikanische Zivilgesellschaft darin unterstützt, für die wirkungsvolle Umsetzung von internationalen und afrikanischen Versprechen zu werben und diese zu überprüfen.
2008 wurde Niongonkulu Ndungane zum Ratsvorsitzenden der University of Cape Town nomiert. Im Oktober 2009 wurde er für sein lebenslanges Engagement, Armut in den Mittelpunkt von Sozial- und Wirtschaftspolitik zu stellen, mit dem „Drivers of Change“ Preis ausgezeichnet.

Ory Okolloh

Managerin für Politik und Regierungsbeziehungen, Google Africa

Ory OkollohOry Okolloh ist Managerin Politik und Regierungsbeziehungen bei Google Africa. Sie ist Mitgründerin des Open Source Projekt Ushahidi, das Nutzern über crowdsourcing erlaubt, krisenrelevante Informationen mittel ihrer Mobiltelefone zusammenzutragen. Sie war seit der Gründung bis Dezember 2010 Geschäftsführerin der Organisation. Sie hat auch die Webseite Mzalendo mitbegründet, die die Arbeit von kenianischen Abgeordneten monitort.

Okolloh schloss ihr Bachelor-Studium in Politikwissenschaften an der University of Pittsburg mit Summa Cum Laude ab und machte danach ihren Abschluss in Jura an der Harvard Law School. Zuvor war sie Summer Associate bei Cuvington und Burling, Washington, DC, und arbeitete als Chayes Fellow in der Abteilung für institutionelle Integrität der Weltbank. Sie ist häufig gesehene Rednerin bei Konferenzen, wie z.B. TED, dem Weltwirtschaftsforum, Poptech, CGI, Technomy, Mobile Web Africa und dem Monaco Medien Forum. Ihre Themenbereiche sind Bürgerjournalismus, die Rolle der Technologie in Afrika und die Rolle junger Menschen bei der Neugestaltung der Zukunft Afrikas.

Arunma Oteh

Generaldirektorin, Börsenaufsichtsbehörde, Nigeria

Arunma OtehArunmah Oteh ist seit Januar 2010 Generaldirektorin der nigerianischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC). Im Juni 2010 wurde sie außerdem zur Vorsitzenden des Regionalausschusses Afrika und Naher Osten der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden ernannt.

Bevor sie zur Börsenaufsichtsbehörde stieß, war sie von 2006 bis 2009 Vize-Präsidentin der Afrikanischen Entwicklungsbank und von 2001 bis 2005 Schatzmeisterin. Seit 1992, als sie der Bank beitrat, war sie auch in anderen Positionen im Schatzamt und in der Kreditvergabe tätig.

Vor 1992 arbeitete sie in den Bereichen Unternehmensfinanzierung, Beratung, Bildung und Forschung für eine Reihe von Institutionen, wie dem Harvard Institute for International Development und Centre Point Investments Limited in Nigeria.

Oteh is Mitlied des Nigerian Economic Management Team und leitet derzeit die Umstrukturierung der nigerianischen Kapitalmärkte. Zudem sitzt sie in Vorständen mehrerer Organisationen, wie der Vorsorgekommission Nigeria, dem Vermögensverwaltungsunternehmen von Nigeria, dem Beirat von Africa Investor und der gemeinnützigen Organisation International Financing Facility of Immunization, die von Regierungen gegründet wurde, um Impfungen voranzutreiben und so die MDGs zu erreichen.

Oteh hat einen Master-Abschluss in Betriebswirtschaft von der Harvard Business School  und einen Abschluss in Informatik von der University of Nigeria, Nsukka. Sie ist Mitherausgeberin des Buches „African Voices African Visions“.

Rakesh R. Rajani

Leiter, Twaweza

Rakesh R. RajaniRakesh R. Rajani ist Leiter der zehn Jahre existierenden Initiative Twaweza („Wir können es schaffen“ in Swahili), die den Zugang zu Informationen, Bürgerbeteiligung und öffentlicher Rechenschaftspflicht in Ostafrika verbessern will. Bis Ende 2007 war er Gründungsgeschäftsführer  der unabhängigen Organisation HakiElimu, die Bürgerbeteiligung im Bildungswesen in Tansania unterstützt.

Rajani berät Organisationen und sitzt in mehreren Vorständen, wie z.B. von Revenue Watch International, der Überwachungsorganisation des Globalen Fonds Aidspan, von International Budget Partnership, vom Institute for Democracy in Southern Africa, der Foundation for Civil Society in Tansania und der Initiative für gute Bildung in Entwicklungsländern der Hewlett- und der Gates-Stiftung. Seit 1998 ist er auch wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Harvard University; zuletzt hat er an der Joint Learning Initiative on Children and AIDS mitgearbeitet. Er hat über 300 Papiere, Publikationen und Gastkommentare auf Englisch und Swahili geschrieben und herausgegeben.

Rajani schloss sein Studium an der Brandeis University und der Harvard University mit Auszeichung ab. Seine Interessen sind die Verbindung zwischen Informationen, Vorstellung und öffentlichem Handeln, die politische Ökonomie der Politikgestaltung sowie Haushaltstransparenz und öffentliches Engagement.

Mandla Sibeko

Gründer und Vorsitzender, Seed Capital Investment

Mandla SibekoMandla Sibeko gründete sein eigenes Anlagengeschäft, Seed Capital Investment, und besitzt Anteile an mehreren kleineren Unternehmen. Durch Seed Capital Investment war er auch an Firmenübernahmen in den Bereichen Medien, Einzelhandel, Eigentum und elektronische Beschaffung beteiligt, u.a. kauft er den Pick n Pay Familiy Supermarket in Kliptown, Soweto. Außerdem besitzt er 40 Prozent der Anteile von Icon SA, einem Partnerunternehmen der britischen Firma, die 2006 die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland vermarktete.

Sibeko ging in die Medienbranche, indem er seine eigene Produktionsfirma gründete. Er war Geschäftsführer des erfolgreichen Multimediaunternehmens Born Free Media, das Leistungen für verschiedenste Kunden anbietet, wie die SABC Kanäle, die Kaiser Foundation und loveLife. Er produzierte außerdem das südafrikanische Fernsehdrama „90 Plein Street“, die Fernsehserie „When We Were Black“ und die von Peter Dirk Uys als Evita Bezuidenhout moderierte Talkshow „Dinner with the President“.

Zudem ist Sibeko Gründungsmitglied mehrerer Investitionsinitiativen, deren Ziel es ist, mit Investitionen in Ernährung, den Einzelhandel, Medien und die Textilindustrie jungen Menschen mehr Einfluss zu geben. Er war auch nicht-geschäftsführender Direktor von Paarl Print and Paarl Print, Paarl Labs, der größten Druckerei Südafrikas. Außerdem sitzt er im Treuhand-Vorstand der Organisation loveLife, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein über HIV/Aids zu schärfen.

John Ulanga

Geschäftsführer, Foundation for Civil Society

John UlangaJohn Ulanga ist Geschäftsführer der größten Förderstelle für zivilgesellschaftliche Organisationen in Tansania, der Foundation for Civil Society. Die Stiftung vergibt Kredite an Organisationen und schaftt eine Kultur wechselseitigen Lernens innerhalb des Sektors.

Bevor er Ende 2005 zur Foundation for Civil Society wechselte, arbeitete Ulanga mit der Economic and Social Research Foundation (ESRF) zusammen, einer der führenden politischen Denkfabriken in Tansania. Er war der erste Koordinator für Auftragsstudien und war in dieser Position dafür verantwortlich, eine Beratungsabteilung aufzubauen und Beratungsaufträge der ESRF zu koordinieren.

Derzeit ist er Vorsitzender der East African Association of Grantmakers (EAAG), ein Verband für Kreditgeber und philantrophische Institutionen in Ostafrika; Vorstandsmitglied von HakiElimu, einer Organisation, die sich für Gleichheit, Qualität, Menschenrechte und Demokratie im tansanischen Bildungswesen einsetzt; Vorstandsmitglied von Tanzania Financial Services for the Underserved Settlements (TAFSUS), einer von UN-Habitat unterstützten Initiative, um Slums und unterversorgte Wohngegenden in Tansania aufzuwerten; Mitglied des Steering Committee of African Grantmakers Network (AGN) und eines unabhängigen Beratergremiums, besetzt mit bedeutenden tansanischen Persönlichkeiten, das das Landesbüro der Weltbank berät. Er ist außerdem Fellow der African Leadership Initiative East Africa und des Aspen Global Leadership Network des Aspen Institute.

Russell Wildeman

Programmmanager des Economic Governance Programme, IDASA

Russell WildemanRussell Wildeman ist der aktuelle Programmmanager des Economic Governance Programme und Direktor des Affiliated Network for Social Accountability in Afrika.

Im Jahr 2000 wurde Wildeman Bildungsforscher bei IDASA und arbeitete vor allem an Bildungsfinanzierungsmöglichkeiten und sektorspezifische Gesetzen, die sich an ärmere Bevölkerungsschichten richten. Neben seinem Interesse für das südafrikanische Bildungssystem leitet er auch ein Sechs-Länder-Projekt in Süd-, Ost- und Westafrika und setzt sich dabei für das Recht auf den Zugang zu Informationen und für das Recht auf Bildung ein. Bei seiner Forschung konzentriert er sich vor allem auf die Idee von effektiven Schulen und auf die Umsetzung von öffentlichen Finanzrahmen in Post-Apartheid-Südafrika.

Wildeman hat einen Master-Abschluss in Politikmanagement von der University of Stellenbosch in Südafrika.