ONE setzt sich unermüdlich im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten ein. Gemeinsam mit drei Millionen Unterstützerinnen und Unterstützern, unserer Vorgängerorganisation DATA (Debt Aids Trade Africa) und anderen Nichtregierungsorganisationen können wir politische Entscheider immer wieder von intelligenten Programmen und politischen Regelungen überzeugen, die sich durch besondere Wirksamkeit auszeichnen. Damit wurden viele Leben gerettet und die Zukunft der Menschen in armen Ländern verbessert.
Erfolgreiche Initiativen, für deren Umsetzung und Finanzierung ONE, unser Mitbegründer Bono und andere Partner ihre Kräfte gebündelt haben, sind zum Beispiel:
- 2010 setzte sich ONE erfolgreich für einen weiteren Schuldenerlass für Haiti in Höhe von $450 Mio. ein, nachdem das Land von einem verheerenden Erdbeben erschüttert worden war.
- Im gleichen Jahr setzte sich ONE in Deutschland mit Erfolg dafür ein, dass die Beiträge zum hochwirksamen Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria nicht gekürzt wurden.
- Mit Hilfe von ONE wurde die so genannte Cardin-Lugar-Novelle 2010 in den USA gesetzlich verankert. Damit wird in der Öl-, Gas- und Bergbauindustrie mehr Transparenz hergestellt. Das Gesetz ist ein erster Schritt auf dem Weg, betrügerischen Abmachungen zwischen Energieunternehmen und korrupten Politikern endgültig einen Riegel vorzuschieben. ONE setzt sich nun in Großbritannien, bei der EU und auch bei allen G20- und OECD-Staaten für eine solche Gesetzgebung ein.
- ONE/DATA trug zur Verabschiedung des US-amerikanischen African Growth and Opportunity Act (AGOA) bei. Auch durch die Einführung dieses Gesetzes sind die afrikanischen Exporte in die USA im Jahr 2009 auf $44 Mrd. gestiegen, und es konnten 300.000 Arbeitsplätze auf dem afrikanischen Kontinent geschaffen werden.
- Im Jahr 2009 war ONE mit einer Kampagne, die sich an den Internationalen Währungsfonds richtete, erfolgreich. ONE erreichte, dass der IWF einen Teil seiner unterbewerteten Goldreserven verkaufte. Damit konnte er armen Ländern, die besonders unter der Finanzkrise litten, eine Notfallfinanzierung gewähren. So konnten wichtige Ausgaben, etwa in den Bereichen Gesundheit und Bildung, gesichert werden.
- 2008, inmitten der globalen Nahrungsmittelpreiskrise, gelang es ONE, die Europäische Union davon zu überzeugen, eine Nahrungsmittel-Notfallinitiative für die Entwicklungsländer ins Leben zu rufen.
- ONE/DATA halfen dabei, die Bush-Regierung davon zu überzeugen, das mehrere Milliarden Dollar schwere Millennium Challenge Account einzurichten. Dieses fördert gezielt Programme in armen Ländern, die bestimmte Vorgaben hinsichtlich guter Regierungsführung und Transparenz erfüllen.
- ONE/DATA arbeitete in den USA bei der Einrichtung des PEPFAR-Programmes zur HIV/Aids-Bekämpfung eng mit der Regierung zusammen. Eine solche Zusammenarbeit gab es auch, als es darum ging, in allen G8-Staaten die Mittel für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria zu sichern. Zusammen haben diese beiden Programme dazu beigetragen, dass fast vier Millionen HIV-positive Menschen in Afrika heute Zugang zu lebensrettenden Medikamenten haben. 2002 waren es nur 50.000 Menschen. Außerdem half der Globale Fonds, die Zahl der Malariatoten in einigen afrikanischen Ländern innerhalb von weniger als zwei Jahren zu halbieren.
- Im Jahr 2005 übte ONE/DATA so erfolgreich Druck auf die G8 aus, dass die Mitgliedsstaaten historische Verpflichtungen im Kampf gegen Armut und Krankheiten in Afrika eingingen. Die G8 einigte sich damals darauf, die finanziellen Mittel für Afrika zu verdoppeln. Seitdem überwacht ONE regelmäßig, ob und inwieweit dieses Versprechen eingehalten wird.
- Bono und ONE/DATA waren Teil der Kampagne, die in den letzten zehn Jahren dazu beigetragen hat, einen Schuldenerlass von $107 Mrd. für arme Länder zu erwirken. So konnten die afrikanischen Regierungen mehr Geld in die Armutsbekämpfung investieren und beispielsweise 42 Millionen mehr Kindern den Schulbesuch ermöglichen.