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G20: Mit Korruptionsbekämpfung das Leben von Millionen Menschen verbessern

veröffentlicht am 15.06.2012

Die Staats- und Regierungschefs der G20 haben auf ihrem Gipfeltreffen in Los Cabos (Mexiko) in der kommenden Woche die Chance, das Leben von Millionen von Menschen zu verbessern. Die Organisation ONE fordert die Staatengruppe deswegen auf, Korruption zu bekämpfen, die Welternährung zu sichern und wachstumsfördernde Infrastrukturprojekte in Entwicklungsländern zu unterstützen.

Die G20 hat bereits erste Schritte zur Korruptionsbekämpfung unternommen. Das Mandat der Arbeitsgruppe hierzu endet allerdings. Aus Sicht von ONE muss diese Arbeit fortgesetzt werden. Besonders durch bessere Transparenz im Rohstoffbereich könne viel für die ärmsten Menschen der Welt erreicht werden. „Gold und Erz – gerade der ärmsten Staaten – muss in Schulen und Straßen angelegt werden. Nicht in Yachten und Nummernkonten korrupter Eliten“, warnt Tobias Kahler, Deutschlandchef der Organisation ONE. „Dazu müssen die G20 alle Rohstoffunternehmen in ihren Ländern verpflichten, Zahlungen ins Ausland projektgenau offenzulegen. Außerdem müssen sie die Arbeitsgruppe gegen Korruption fortsetzen“, so Kahler.

Ernährungssicherung und Infrastruktur der Entwicklungsländer stärken

ONE ruft die G20-Staaten zudem auf, den mehrjährigen Aktionsplan zu Nahrungsmittelpreisen und Landwirtschaftsförderung weiter zu führen, den die Staatengruppe 2011 in Cannes beschlossen hatte. Dazu bräuchte es allerdings einen nachvollziehbaren und überprüfbaren Zeitplan. „Trotz des Fortschritts in vielen Ländern, gehen nach wie vor jeden Tag eine Milliarde Menschen hungrig zu Bett“, kritisiert Kahler. „Die G20 muss aufpassen, dass sie sich nicht den Ruf einhandelt, viel zu versprechen und wenig zu halten.“

ONE fordert die G20 auf, eng mit den afrikanischen Regierungen, multilateralen Entwicklungsbanken und dem Privatsektor zu kooperieren, um Hindernisse für Investitionen in Infrastruktur zu beseitigen. Gerade der Zugang von 1,3 Milliarden Menschen zu Energie ist notwendig sowohl für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft als auch für die erfolgreiche Armutsbekämpfung.

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