veröffentlicht am 26.01.2012
Davos/Berlin. „Diese Woche feiert ONE zehn Jahre lebensrettende Arbeit des Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria. Eines innovativen, transparenten Mechanismus, der Monat für Monat mehr als 100 000 Leben rettet", sagte heute Michael Elliott, Chef der entwicklungspolitischen Organisation ONE in Davos.
„In nur zehn Jahren hat der Globale Fonds die Landkarte der Weltgesundheit komplett umgeschrieben, indem in einigen der ärmsten Ländern der Welt eindrucksvolle Ergebnisse erzielt wurden: 3,3 Millionen Menschen hat der Globale Fonds zu Aids-Therapien verholfen. Hinzu kommen mehr als eine Million Frauen, die dank entsprechender Behandlung den HI-Virus nicht an ihre Kinder weitergeben werden. Der Fonds hat weltweit mehr als 8,6 Millionen Fälle von Tuberkulose behandelt und über 230 Millionen Moskitonetze zum Schutz vor Malaria verteilt", hob Elliott hervor.
„Das sind nicht einfach nur Zahlen auf einem Blatt Papier", ergänzte der Deutschlandchef von ONE, Tobias Kahler. „Viele von uns bei ONE haben die Ergebnisse dieser Arbeit mit eigenen Augen erleben können - etwa vor zwei Wochen bei einer Reise nach Ghana."
„Wir sind jetzt an einem kritischen Punkt in unserem Umgang mit diesen drei Krankheiten angelangt", sagte Kahler. „Bis 2015 könnten wir das Sterben durch Malaria beenden, die HIV-Übertragung von Mutter zu Kind beenden und sogar den Anfang vom Ende von Aids einleiten. Aber das schaffen wir nicht ohne weitere Anstrengungen."
Die Bill & Melinda Gates Stiftung gab heute in Davos bekannt, den Globalen Fonds für seine Arbeit bis 2016 mit weiteren 750 Millionen US-Dollar auszustatten. „Wir begrüßen diesen Schritt sehr und erhoffen uns auch von anderen Gebern einen stärkeren Einsatz", kommentierte Kahler.
ONE und weitere Organisationen der Zivilgesellschaft starten aus Anlass des zehnten Jahrestages des Globalen Fonds ab dem 28. Januar eine Reihe von Aktionstagen. So startet ONE gemeinsam mit der Schwesterorganisation (RED) den größten virtuellen Aids-Quilt.
Täglich sterben fast 4.900 Menschen an HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria. Fast zwei Drittel dieser Menschen leben in afrikanischen Ländern südlich der Sahara. WEITERLESEN
Fortsetzung des Baby-Protests mit anderen Mitteln
Das aktuelle ONE-Video zeigt, dass Grund zur Hoffnung besteht: Wir wissen, wie wir die Übertragung des HI-Virus von Mutter zu Kind verhindern können, damit kein Kind mit HIV zur Welt kommt.
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