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ONE kritisiert „Bonner Appell"
Berlin, 21. September. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den kürzlich bekannt gewordenen „Appell an die künftige Bundesregierung" der Gruppierung „Bonner Aufruf" kritisiert. Das Papier setze erklärtermaßen auf Provokation.
Die Zuspitzung sei „gewollt". Für „das Durchdringen" sei dies „nötig", glauben die Organisatoren des „Bonner Aufrufs" und begründen so ihren jüngsten Vorstoß. Herausgekommen ist nach Ansicht von ONE erneut ein wenig durchdachtes Papier.
„Wir sehen da Krawall statt Konstruktives. Man muss sich schon entscheiden, ob man Schlagzeilen will oder an tragfähigen Reformen mitarbeiten will", kritisiert Tobias Kahler, Deutschlandchef von ONE.
Als Beispiel nennt ONE die Forderung des Bonner Aufrufs, die fünf Staaten von Unterstützung auszuschließen, die im Ranking von Transparency International am schlechtesten abschneiden. „Das hört sich erst mal gut an; träfe jetzt aber Afghanistan. Wollen wir unsere Soldaten in Afghanistan ohne entwicklungspolitische Ansätze zurücklassen? An diesem Beispiel zeigt sich, dass populistische Forderungen nichts taugen und dass der Bonner Aufruf seine Vorschläge offenbar selbst nicht zu Ende denkt", moniert Kahler.
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