veröffentlicht am 21.09.2009
ONE kritisiert „Bonner Appell"
Berlin, 21. September. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den kürzlich bekannt gewordenen „Appell an die künftige Bundesregierung" der Gruppierung „Bonner Aufruf" kritisiert. Das Papier setze erklärtermaßen auf Provokation.
Die Zuspitzung sei „gewollt". Für „das Durchdringen" sei dies „nötig", glauben die Organisatoren des „Bonner Aufrufs" und begründen so ihren jüngsten Vorstoß. Herausgekommen ist nach Ansicht von ONE erneut ein wenig durchdachtes Papier.
„Wir sehen da Krawall statt Konstruktives. Man muss sich schon entscheiden, ob man Schlagzeilen will oder an tragfähigen Reformen mitarbeiten will", kritisiert Tobias Kahler, Deutschlandchef von ONE.
Als Beispiel nennt ONE die Forderung des Bonner Aufrufs, die fünf Staaten von Unterstützung auszuschließen, die im Ranking von Transparency International am schlechtesten abschneiden. „Das hört sich erst mal gut an; träfe jetzt aber Afghanistan. Wollen wir unsere Soldaten in Afghanistan ohne entwicklungspolitische Ansätze zurücklassen? An diesem Beispiel zeigt sich, dass populistische Forderungen nichts taugen und dass der Bonner Aufruf seine Vorschläge offenbar selbst nicht zu Ende denkt", moniert Kahler.
Weitere Kritikpunkte:
Täglich sterben fast 11.000 Menschen an HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria. Fast zwei Drittel dieser Menschen leben in afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
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Entwicklungszusammenarbeit spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Armut und vermeidbare Krankheiten.
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Im Februar 2009 startete ONE seine Kampagne zur Bundestagswahl. Kern der Kampagne war der Artikel ONE, eine Zusammenfassung unserer entwicklungspolitischen Kernforderungen an die noch zu wählende Bundesregierung. Unser Ziel: vor der Wahl möglichst viele Unterstützer für den Artikel ONE bekommen und möglichst großen öffentlichen Druck aufbauen - um nach der Wahl möglichst viele Punkte aus dem Artikel ONE im Koalitionsvertrag zu verankern und somit für die neue Bundesregierung verbindlich zu machen.
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67,5 Millionen Kinder weltweit gehen nicht zur Schule. Davon leben 95 Prozent in Entwicklungsländern.
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Erinnere Angela Merkel an ihre entwicklungspolitischen Zusagen für 2010 und 2015 - damit Deutschland auch unter Schwarz-Gelb zu seinen Versprechen steht!
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Gute Regierungsführung und Stabilität sind entscheidend für die Bekämpfung der Armut in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
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