Trittin: „Hilfe muss sich überflüssig machen.“

veröffentlicht am 19.08.2009

Spitzenkandidat der Grünen beantwortet den ONE-Fragebogen

Berlin, 19. August. Der Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl, Jürgen Trittin, hat im Interview mit der entwicklungspolitischen Organisation ONE eine wirksamere Entwicklungszusammenarbeit gefordert. Durch eine kohärente Politik und sinnvolle Regierungsführung im Süden könnten die Millennium-Entwicklungsziele noch erreicht werden und die Hilfe sich langfristig „selbst überflüssig machen." Die falscheste Annahme sei, dass Entwicklungszusammenarbeit nichts bringe. Das sei „eine billige Ausrede der Reichen".

Der Grünen-Politiker forderte eine bessere Abstimmung aller Politikbereiche. Man müsse „das Nebeneinander und das Gegeneinander der Entwicklungsorganisationen mindern und verhindern, dass Außenhandelspolitik und Agrarsubventionen das wieder einreißen, was wirtschaftliche Zusammenarbeit aufgebaut hat", kritisierte Trittin. Zugleich seien aber auch die Staaten im Süden gefordert: „Afrikanische Politiker müssen ihrerseits ,liefern'. Die junge Mehrheit in ihren Staaten will jetzt eine Perspektive".

So lange es transparent und ergebnisorientiert eingesetzt werde, sei aber auch mehr Geld erforderlich, betonte Trittin. Kaum jemand wüsste, „dass wir Deutschen viele Jahre lang mehr Geld im Osten Deutschlands investiert haben als weltweit von allen Gebern für die weltweite staatliche Entwicklungszusammenarbeit ausgeben worden ist."

Das vollständige Interview mit Jürgen Trittin zu Fragen rund um Afrika und Entwicklungspolitik ist nachzulesen unter www.ONE.org.

Alle Links zum Thema

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    01.09.2010

    Entwicklungszusammenarbeit spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Armut und vermeidbare Krankheiten.
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  • Be ONE of us – die Kampagne zum Artikel ONE

    04.02.2010

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