veröffentlicht am 17.08.2009
FDP-Vorsitzender beantwortet den ONE-Fragebogen.
Berlin, 17. August. Der Vorsitzende und Spitzenkandidat der FDP Guido Westerwelle hat Deutschlands Interesse an weiteren Erfolgen der Entwicklungszusammenarbeit hervorgehoben. Das Versprechen von G8 und EU von 2005 an die ärmsten Länder der Welt bedeute für ihn, dass die Welt verstanden habe, „wie wir alle die Globalisierung als Chance nutzen können". Armut zu lindern sei „praktizierte Nächstenliebe, aber eben auch vorausschauende Politik."
In einem entwicklungspolitischen Fragebogen der Organisation ONE zur Bundestagswahl warnte Westerwelle, Entwicklungspolitik dürfe keine „separate Veranstaltung" sein, sondern müsse als „Teil der Außenpolitik" begriffen werden. Entsprechend würde Entwicklungspolitik unter Regierungsverantwortung der FDP „stärker an gute Regierungsführung und die Einhaltung der Menschenrechte gekoppelt."
In der Entwicklungspolitik zählten die Prinzipien „Hilfe zur Selbsthilfe" und „Wandel durch Handel", so Westerwelle. Es sei wichtig, dass man im gemeinsamen Interesse „Handel und Austausch stärkt und auf fairen Dialog setzt." Der FDP-Politiker betonte auch, dass Europa selbst der Entwicklung häufig noch im Wege steht: „Protektionismus hilft niemandem, da muss auch Europa seine Hausaufgaben machen." Erfolge seien aber sichtbar: „Überall in Afrika wächst die Mittelschicht. Das macht mir Hoffnung."
Das vollständige Interview mit Guido Westerwelle zu Fragen rund um Afrika und Entwicklungspolitik ist nachzulesen unter www.ONE.org.
Entwicklungszusammenarbeit spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Armut und vermeidbare Krankheiten.
WEITERLESEN
Im Februar 2009 startete ONE seine Kampagne zur Bundestagswahl. Kern der Kampagne war der Artikel ONE, eine Zusammenfassung unserer entwicklungspolitischen Kernforderungen an die noch zu wählende Bundesregierung. Unser Ziel: vor der Wahl möglichst viele Unterstützer für den Artikel ONE bekommen und möglichst großen öffentlichen Druck aufbauen - um nach der Wahl möglichst viele Punkte aus dem Artikel ONE im Koalitionsvertrag zu verankern und somit für die neue Bundesregierung verbindlich zu machen.
WEITERLESEN