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ONE fordert Klarheit über G8-Plan zur Nahrungsmittelsicherheit

Bono: Hoffnung für Pittsburgh

Berlin/L'Aquila, 10. Juli. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den Plan der G8 zu mehr Nahrungsmittelsicherheit für die ärmsten Bauern der Welt begrüßt. Der Plan wurde in letzter Minute mit 20 Milliarden US-Dollar statt 15 Milliarden US-Dollar für die nächsten drei Jahre ausgestatte und enthält wichtige Schritte für eine effektivere Unterstützung der ländlichen Entwicklung.

ONE forderte die Staaten aber auf, klar zu stellen, welches Land welchen Beitrag zu dieser Summe leistet. Zudem müsse bis zum G20-Gipfel in Pittsburgh ein Mechanismus gefunden werden, der das Geld schnell dorthin bringt, wo es gebraucht wird.

Der irische Rockstar Bono und Mitgründer von ONE kommentierte: „Von allen Zivilisationsfeinden ist der Hunger der dümmste, der größte Spötter all der Dinge, die wir für wahr halten. Ich freue mich, dass US-Präsident Obama sich dem elementarsten Grundrecht zuwendet. Mit einem klugen und innovativen Investitionsprogramm. Es sieht so aus als sei in der letzten Minute der Nachspielzeit ein Tor für die Bauern und die Hungrigen der Welt erzielt worden. Wenn es sich hier um echtes Geld hinter diesen Vorschlägen handelt, wäre das eine gute Grundlage für weitere Schritte in Pittsburgh."

Der Direktor von ONE in Deutschland, Tobias Kahler, ergänzte: „Wir warten noch darauf, dass wirklich alle Regierungen sich erklären und deutlich machen, dass ihre hier getätigten Zusagen wirklich zusätzliches Geld sind.

Sie müssen sagen, was sie machen wollen und bis wann. Manche Länder haben das schon getan. Andere noch nicht. Kanzlerin Merkel wird auch in Pittsburgh wieder zu diesem Thema verhandeln. Es reicht nicht, Kürzungen zu vermeiden. Deutschland hat sich zu deutlich mehr verpflichtet. Zwei Tage vor den Wahlen wird man gespannt sein, ob sie ihre Versprechen hält."

ONE geht davon aus, dass Sub-Sahara-Afrika alleine 25 Milliarden US-Dollar in den nächsten drei Jahren brauchen wird, um seine Landwirtschaft adäquat auszubauen.

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