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Bonn, 11. Juni. Der oberste Klimamanager der Uno, Yvo de Boer, nahm heute in Bonn über 18.800 Bitten von Unterstützern der entwicklungspolitischen Organisation ONE entgegen. ONE rief Yvo de Boer dazu auf, in den aktuellen Verhandlungen zur Kopenhagener Klimakonferenz sicherzustellen, dass die ärmsten Länder ausreichende Unterstützung zur Anpassung an den Klimawandel erhalten. Grund: Diese Länder haben den Klimawandel nicht verschuldet. Trotzdem trifft der Klimawandel die Ärmsten als erstes und am schwersten.
„Die Klimaverhandlungen sind eine Chance, die Fortschritte der Entwicklung in Afrika zu sichern oder sogar zu beschleunigen. Wenn sie scheitern werden die ärmsten Länder die Verlierer sein", sagte Andreas Hübers, Politischer Referent von ONE bei der Übergabe der über 18.800 Namen an de Boer.
Yvo de Boer nahm die Liste der Unterstützer mit den Worten entgegen: „Nur 3,6% der CO2-Emissionen kommen aus Afrika. Diese Länder haben kaum zum Klimawandel beigetragen, obwohl die Emissionen durch Entwaldung zunehmen. Sie haben auch kaum die Mittel, sich gegen Dürren und Überschwemmungen zu schützen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass ihre Interessen im Abkommen von Kopenhagen berücksichtigt werden und sie die finanzielle und technologische Unterstützung bekommen, die sie brauchen."
Die enormen Kosten der Anpassung an den Klimawandel könnten durch innovative Finanzierungsmechanismen nach dem Verursacherprinzip aufgebracht werden, so ONE. Diese dürften aber nicht gegen bestehende Unterstützungen bei der Armutsbekämpfung aufgerechnet werden. Der Schlüssel zur Lösung der Situation liege in Afrikas erheblichem Potenzial für erneuerbare Energien. Um die hierfür erforderlichen Investitionen und Technologietransfers anzuregen, könne die Klimakonferenz Anreizmechanismen schaffen.
Bis Ende des Jahres soll ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Afrika ist vom Klimawandel am stärksten betroffen, obwohl der Kontinent am wenigsten dazu beträgt. WEITERLESEN
Afrika ist Teil der Lösung.
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Wachstum in der Landwirtschaft ist für die Reduzierung der Armut doppelt so wirksam wie Wachstum in anderen Sektoren.
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