AFRIKA UND DAS GLOBALE KLIMAABKOMMEN VON KOPENHAGEN
Zusammenfassung
Der Klimawandel ist eine Krise, für die Afrika nicht verantwortlich ist. Es sind aber die Afrikaner, insbesondere die ärmsten unter ihnen, die als erste und am schlimmsten darunter zu leiden haben werden. Indem er die Armut verschlimmert, ist der Klimawandel nicht nur eine zusätzliche Herausforderung für diejenigen, die täglich gegen extreme Armut und Krankheiten ankämpfen. Er droht auch, bereits mühsam erzielte Fortschritte der letzten Jahre zunichte zu machen.
ONE fordert die politischen Entscheidungsträger dazu auf, an die ärmsten der Armen zu denken, wenn sie im Dezember 2009 in Kopenhagen über das globale Klimaabkommen verhandeln. Der Schwerpunkt dieser Verhandlungen wird darauf liegen, einen Konsens zu finden, wie weltweit mit dem Klimawandel umgegangen werden soll. Die Frage ehrgeiziger Emissionsziele ist für den afrikanischen Kontinent von entscheidender Bedeutung. Afrikanischen Entscheidungsträgern muss in diesen Verhandlungen daher aus zwei Gründen eine wichtige Rolle eingeräumt werden: zum einen bezüglich des erheblichen Anpassungsbedarfes an die kommenden Klimaveränderungen, zum anderen, um mit dem gesamten Kontinent vorausschauend als Partner bei der Schadensbegrenzung durch Emissionsminderungen zusammen zu arbeiten.
Klimaanpassung - Die Ärmsten bei der Bewältigung unvermeidlicher Folgen
unterstützen
Der Klimawandel ist für die Ärmsten zur harten Realität geworden. Dadurch hat sich der Bedarf für „Anpassungs-Finanzierung" klar gezeigt. Betroffene Entwicklungsländer benötigen Unterstützung dabei, ihre Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu stärken. Sie müssen ihre Landwirtschaft stärken oder selbst unter Klimaschock-Bedingungen Zugang zu Wassersicherstellen. Für eine Anpassung bedarf es einer fairen und voraussehbaren Finanzierung, die zusätzlichzu existierenden und versprochenen Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit erfolgt. Gleichzeitig ist es wichtig, dass mit diesen Mitteln eigene Strategien der betroffenen Länder und Gesellschaften unterstützt werden (ownership). Dies kann dadurch erreicht werden, dass die jeweiligen Maßnahmen in Nationale Anpassungs-Aktionsprogramme - „National Adaptation Programmes of Action (NAPAs)"- aufgenommen werden, die wiederum in nationale Armutsbekämpfungsstrategien integriert sein sollten. Die Weltbank schätzt den zwischen 2010 und 2050 für die Anpassung in den Entwicklungsländern benötigten Betrag auf jährlich 75-100 Milliarden Dollar. ONE fordert die Entscheidungsträger dazu auf,
Klimaschutzmaßnahmen - Weitere Schäden vermeiden
Gleichzeitig sind ehrgeizige Maßnahmen erforderlich, um die durchschnittliche globale Erwärmung auf 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Um diese Zielvorstellung zu erreichen, wird sich die Welt bis 2020 zu einer Reduktion um 25-40 Prozent (verglichen mit dem Stand von 1990) und bis 2050 um mindestens 80 Prozent verpflichten müssen. Dabei kann es sich die Welt nicht leisten, das Potential Afrikas für saubere Energie und seine Kohlendioxidsenken zu ignorieren. Über den Technologietransfer nach Afrika hinaus, empfiehlt ONE daher:
Die Entwicklungsländer tragen keine Schuld am Klimawandel, unter seinen Folgen werden die Ärmsten der Welt jedoch besonders stark leiden.
WEITERLESEN