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Kopenhagen

Vor dem Klimagipfel in Kopenhagen forderten ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer aus aller Welt den dänischen Premierminister und Kopenhagen-Gastgeber Lars Løkke Rasmussen dazu auf, eine gefährliche Milchmädchenrechnung in Kopenhagen zu verhindern - denn die Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern darf nicht mit der bereits versprochenen Entwicklungsfinanzierung verrechnet werden.  
 

Viele Staaten haben versprochen, den Menschen in den ärmsten Ländern der Welt bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu helfen. Das klingt zunächst sehr gut. Ist es aber nur dann, wenn dies mit zusätzlichen Geldern geschieht. Es dürfen keine bereits für die Entwicklungszusammenarbeit zugesagte Mittel abgezogen und umgeschichtet werden. Dies wäre eine gefährliche Milchmädchenrechnung, die sowohl nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit als auch das globale Klimaabkommen aufs Spiel setzt.

Die Kampagne Schritt für Schritt

  • 14.12.2009

    ONE übergibt die Petition in Kopenhagen

    Am 14. Dezember 2009 übergab Eloise Todd im Namen von ONE unsere Petition an die dänische Entwicklungsministerin Ulla Tørnæs. Sie versprach, die Petition an Premierminister Lars Løkke Rasmussen weiterzuleiten. Als Gastgeber der Konferenz in Kopenhagen ist er wie kein anderer geeignet, die Milchmädchenrechnung zu verhindern.

  • 19.12.2009

    Copenhagen Accord: Kein Mehrwert ohne „Zusätzlichkeit” der Klimafinanzierung

    Kopenhagen brachte eine Übereinkunft hervor, den sogenannten Copenhagen Accord – mehr nicht. 25 Staaten – darunter Deutschland, die USA, China, Südafrika und Indien – haben die Vereinbarung ausgehandelt. Demnach sollen die reicheren Länder den ärmeren Ländern bei der Bewältigung des Klimawandels finanziell helfen, und zwar in den nächsten drei Jahren mit je $10 Mrd. „Schnellfinanzierung“, von 2020 an mit etwa $100 Mrd. pro Jahr. Klingt gut, aber ist es das auch? Derzeit sieht es leider so aus, als würden diese Mittel ausgerechnet mit dem Geld verrechnet, das bereits für die Bekämpfung extremer Armut zugesagt worden war – und nach wie vor dringend benötigt wird. Deshalb wird sich ONE bei den Nachfolgeverhandlungen weiterhin für die „Zusätzlichkeit“ der Klimafinanzierung stark machen.

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Fakten auf einen Blick

  • Für 75 - 250 Millionen Menschen

    in Sub-Sahara-Afrika könnte sich als Folge des Klimawandels der Wassermangel bis 2020 extrem verschärfen.

  • Die Wälder im Kongobecken erstrecken sich über 1,8 Mio. km²

    - das macht sie zu einer der wichtigsten Kohlenstoffsenken der Welt

  • 30 % von Afrikas küstennaher Infrastruktur

    laufen aufgrund des steigenden Meeresspiegels Gefahr, bis 2080 überflutet zu werden

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