Viele Regierungen und Geberländer haben durch geeignete Investitionen begonnen, das große Potenzial der Landwirtschaft in den Ländern südlich der Sahara stärker zu nutzen und damit die wirtschaftlichen Möglichkeiten sowie die Versorgungssicherheit zu verbessern.
2005 waren circa fünf Millionen der 13 Millionen Einwohner von Malawi auf Lebensmittel aus Hilfsprogrammen angewiesen. 2007 produzierte Malawi einen Überschuss von mehr als einer Million Tonnen Mais. Zu verdanken war dies zum Großteil einem neuen Dünger und Beihilfen für Saatgut, die von der malawischen Regierung mit Hilfe des britischen Entwicklungsministeriums (DFID) finanziert wurden. Der Überschuss von 2007 hatte einen Wert von $100-160 Mio. - also weit mehr als die $70 Mio., die in Saatgut und Dünger investiert worden waren.
In Burkina Faso, wo 80 Prozent der Bevölkerung auf dem Land lebt und die Landwirtschaft 2004 einen Anteil von 31 Prozent am Bruttonationaleinkommen hatte, finanzierte die Internationale Entwicklungsorganisation der Weltbank Bewässerungsprogramme und Infrastrukturprojekte zum Bau von Straßen und Kühlhäusern in der Nähe von Flughäfen. Jetzt können Bauern ihr Land in der trockenen Jahreszeit bewässern und hochwertiges Gemüse für den Export - wie Tomaten und Zwiebeln - anbauen.
In circa 3.000 Dörfern stieg der Anteil der bewässerten Flächen auf das Doppelte. Die Einkommen der Haushalte in den Dörfern wuchsen um 30 Prozent.
Dank einer Investition in Höhe von $17,7 Mio. durch die Millennium Challenge Corporation (MCC) in das Agricultural Business Investment Project konnten Bauern in Madagaskar ihre Produktion und ihre Einkommen steigern. Die sechs Agricultural Business Center in Madagaskar helfen den Bauern, Märkte zu erschließen und Verbände zu bilden, um eine höhere Nachfrage aufzufangen. Zudem bieten sie technische Unterstützung bei Prozessen wie beispielsweise der Einlagerung von Ernten. Eine Kooperative in der Menabe-Region produzierte 2007 600 Tonnen Limabohnen. Durch den Export der Bohnen nach Mauritius stieg der Nettoerlös der Kooperation um $200.000. Die 78 Bauern der Kooperative verdienten dadurch pro Kopf $940 und damit $300 mehr als der durchschnittliche Haushalt in der Region.
Wachstum in der Landwirtschaft ist für die Reduzierung der Armut doppelt so wirksam wie Wachstum in anderen Sektoren.
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