Ergebnisse
In Brüssel und Strasbourg übergab ONE seine Petition mit fast 14.000 Unterschriften von europäischen ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer den Mitarbeitern von Präsident Sarkozy und Alain Joyandet, dem französischen Entwicklungsminister. Im Anschluss daran schrieben ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer aus ganz Europa innerhalb weniger Wochen mehr als 6.000 E-Mails an die Finanzminister ihrer Länder.
Wir waren davon ausgegangen, dass sich die Staats- und Regierungschefs auf dem eintägigen Gipfel wenig Zeit für Entwicklungsfragen nehmen würden. Dank des weltweiten Drucks enthielt das Abschlussdokument des Gipfels jedoch wichtige Zusagen in Bezug auf Ressourcen, Reformen und Regulierungsmaßnahmen für die Entwicklungsländer.
Ressourcen: ONE forderte ein sofortiges Konjunkturpaket in Höhe von $50 Mrd. für die afrikanischen Länder südlich der Sahara sowie die Einhaltung der Zusagen und die vorgezogene Auszahlung von Entwicklungshilfegeldern. Die G20 kündigten die Bereitstellung von insgesamt $50 Mrd. für die Länder mit niedrigem Einkommen an. Diese Summe setzt sich wie folgt zusammen:
Das Abkommen sah ferner zusätzliche $100 Mrd. als Kredit von multilateralen Entwicklungsbanken vor. Darüber hinaus ist zu klären, wie viel für die Afrikanische Entwicklungsbank mit ihrem dringenden und sofortigen Finanzbedarf für bisher nicht finanzierte Infrastrukturprojekte zur Verfügung steht.
ONE befürchtet, dass die ärmsten Ländern nicht genügend Mittel erhalten und diese zudem als Darlehen gewährt werden (und daher eine neue Schuldenkrise zu befürchten ist) oder an zu viele weitere Bedingungen geknüpft sind.
Reformen: Die G20 kündigte an, dass die Entwicklungsländer zukünftig stärker in den internationalen Finanzinstitutionen vertreten sein werden und die Auswahl der Mitglieder der Führungsriegen von Weltbank/IWF von den Verdiensten der Anwärter bestimmt wird. Letzteres stellt einen wirklichen Durchbruch dar, sofern es bedeutet, dass sich jeder für diese Posten bewerben kann.
Regulierung: Die G20 kündigte eine stärkere Regulierung von Steueroasen an. Die Nagelprobe für diese Initiative wird sein, in welchem Umfang unrechtmäßig außer Landes geschafftes Geld in die Entwicklungsländer zurückfließt.
Wie bei den meisten Abschlussdokumenten wichtiger Gipfel sind die Vorschläge der G20 zu allgemein gehalten. Wir müssen uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass den Worten der G20 auch Taten folgen.
Afrika ist Teil der Lösung.
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Am 2. April 2009 versammelten sich in London die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten zur Fortsetzung der im November 2008 in Washington aufgenommenen Gespräche. WEITERLESEN
ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer engagierten sich, damit IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn und weitere hohe Mitarbeiter Entwicklungsländern mehr Geld zur Verfügung zu stellen, ohne dadurch die Schuldenlast dieser Länder zu erhöhen und ohne dass die zusätzlichen Mittel an nachteilige Bedingungen geknüpft sind. WEITERLESEN
Dezember 2008 - April 2009
Drei Monate vor dem Londoner G20-Gipfel fordern ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industriestaaten auf, sich mit den drängenden Problemen der Entwicklungsländer, insbesondere in Afrika, zu befassen.
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