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Gipfel der Vereinten Nationen: die Finanzierungslücke schliessen

Der New Yorker UN-Gipfel von 2008 fiel in eine schwierige Zeit, zu der sich das Ausmaß der globalen Finanzkrise gerade abzuzeichnen begann. Dennoch blieb die Nahrungsmittelkrise auf der Agenda, und eine Vielzahl von Gebern sagte umfangreiche Mittel zur Unterstützung von Landwirtschaft, Bildung und Gesundheit in den Entwicklungsländern zu. Zu einem kleinen Teil ist dies auch der Verdienst der 50.000 ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer, die ihre Politiker aufforderten, die Entwicklungsländer nicht zu vergessen.

Landwirtschaft: Geber aus dem privaten Sektor und mehrere Länder, darunter die Türkei und China, sagten neue Mittel für die Unterstützung der Landwirtschaft zu. Die Gesamtsumme, der auf dem Gipfel für die Landwirtschaft und die Lebensmittel-Versorgungssicherheit zugesagten Mittel belief sich auf $1,6 Mrd. Ein Teil davon entfällt auf Mittel für die Lebensmittelnothilfe, Ernährungsprogramme und Initiativen für die Förderung der Landwirtschaft. Zusätzliche Mittel werden weiterhin für wichtige langfristige Landwirtschaftsprojekte benötigt. Nur dies gewährleistet die Erhöhung der Versorgungssicherheit und die Steigerung der Produktivität in den Entwicklungsländern.

Bildung: Die auf dem Gipfel entstandene „Class of 2015"-Partnerschaft hat das Ziel, in den kommenden drei Jahren zusätzlich 15 Millionen Kindern den Besuch einer Schule zu ermöglichen und damit dem für 2015 anvisierten Ziel einer Grundschulbildung für alle näher zu kommen. Gestützt wird diese Initiative durch die neuen Zusagen der Weltbank über $3 Mrd., $500 Mio. aus Saudi Arabien, $450 Mio. aus Australien und $226 Mio. aus Spanien.

Malaria: Eine Vielzahl von Gebern einigte sich auf das ehrgeizige Ziel, die Zahl der malariabedingten Sterbefälle bis 2015 auf null zu drücken. Dazu wurde der Global Malaria Action Plan - ein dreistufiger Maßnahmenplan zur Realisierung dieses Ziels - ins Leben gerufen. Entscheidende Voraussetzung für den Erfolg des Plans ist die Einhaltung aller Finanzierungszusagen. Folgende Verpflichtungen wurden dazu unter anderem eingegangen:

  • Der Globale Fonds für die Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria hofft, in der nächsten Runde die bisher umfangreichsten Zuschüsse für die Bekämpfung der Malaria bewilligen zu können - seinem Board wurden zur Bewilligung im November Anträge auf Mittel in Höhe von $1,6Mrd. vorgelegt. Damit ließe sich die Verteilung von 100 Millionen Moskitonetzen finanzieren.
  • $1,1Mrd. von der Weltbank zur Ausweitung der Programme zur Bekämpfung der Malaria in Afrika.
  • Die Gates Foundation sagte $168Mio. für die Forschung an einem Malaria-Impfstoff zu.
  • £40Mio. aus Großbritannien für das AFM-M-Programm (Affordable Medicines Facility for Malaria).

Alle Links zum Thema

  • Malaria

    22.05.2009

    Alle 40 Sekunden stirbt in Afrika südlich der Sahara ein Kind an den Folgen eines Mückenstichs.
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  • Bildung

    22.05.2009

    75 Millionen Kindern auf dieser Welt bleibt ein Schulbesuch verwehrt. Diese Zahl entspricht in etwa der Gesamtzahl aller Kinder im Grundschulalter in Europa und Nordamerika.
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  • Landwirtschaft

    22.05.2009

    Wachstum in der Landwirtschaft ist für die Reduzierung der Armut doppelt so wirksam wie Wachstum in anderen Sektoren.
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  • Gipfel der Vereinten Nationen: die Finanzierungslücke schliessen

    01.09.2008

    September bis Oktober 2008

    Im September 2008 - vor den Gesprächen hochrangiger Vertreter über die Millennium-Entwicklungsziele am Rande der UN-Generalversammlung - wurden mehr als 50.000 ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer aus Europa aktiv und drängten Staats- und Regierungschefs, die Finanzierungslücke von $1 Mrd. bei der Bekämpfung der Nahrungsmittelkrise zu schließen.
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