Deutschland hat 2007 während seiner G8-Präsidentschaft ein besonderes Augenmerk auf die Stärkung der Eigenverantwortung afrikanischer Länder gelegt. Dadurch signalisierte die Bundesregierung, dass Entwicklungszusammenarbeit mit den Bemühungen Korruption zu bekämpfen und die Regierungsführung in den Partnerländern zu stärken Hand in Hand gehen muss.
Auf dem Gipfel in Heiligendamm gab es Fortschritte bei der Unterstützung des African Peer Review Mechanism (APRM). Dies ist ein Mechanismus mittels dessen sich Mitgliedsländer der Afrikanischen Union gegenseitig in Fragen der verantwortlichen Regierungsführung beurteilen. Ghana beispielsweise hat als Resultat aus dem APRM-Prozess mehrere Reformen umgesetzt, darunter eine Kommission für Gerechte Entlohnung, und eine Stärkung der Rechte von Frauen und Kindern.
Außerdem hat Deutschland 2007 die Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (Extractive Industries Transparency Initiative - EITI) in bemerkenswerter Weise unterstützt.
Auf anderen Gebieten allerdings hat die Bundesregierung wenig zur Bekämpfung der Korruption und der Stärkung Guter Regierungsführung beigetragen. Durch die folgenden drei Maßnahmen kann die Bilanz wesentlich verbessert werden:
Ab morgen spielen weltberühmte Spieler europäischer Fußballclubs in Äquatorial Guinea und Gabun bei der afrikanischen Fußball-Meisterschaft „Africa Cup of Nations". Derweil rufen die Organisationen EG Justice und ONE die europäischen Staats- und Regierungschefs zu schnellem Handeln auf, um grassierende Korruption und den Missbrauch von Geldern im Gastgeberland Äquatorial Guinea zu bekämpfen. Die Europäische Union sollte Rohstoff-Unternehmen, die in Äquatorial Guinea tätig sind, zügig dazu verpflichten, ihre Zahlungen an die Regierung detailliert zu veröffentlichen. WEITERLESEN
Anlässlich des Anti-Korruptionstages am 9. Dezember fordert die entwicklungspolitische Organisation ONE die Bundesregierung auf, sich für eine detaillierte Offenlegung von Geldflüssen bei Rohstoffgeschäften einzusetzen. Deutschland müsse einen entsprechenden Vorschlag der EU hierzu unterstützen statt eine projektgenaue Offenlegung zu blockieren. WEITERLESEN
Am 3. und 4. November treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Volkswirtschaften in Cannes. Sie entscheiden dort auch über wichtige Fragen für die ärmsten Menschen der Welt.
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Berlin. Raila Odinga, der Premierminister Kenias, wird der erste Staatsmann sein, der eine neue, wegweisende Charta unterzeichnet, mit der tödliche Hungerkrisen künftig der Vergangenheit angehören sollen. WEITERLESEN
Afrikareise der Bundeskanzlerin: Zivilgesellschaft fordert Bundeskanzlerin auf, EU-Pläne für transparente Rohstoffzahlungen zu unterstützen WEITERLESEN
Berlin. Der heute von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vorgestellte Haushaltsentwurf für das Jahr 2012 sieht eine Erhöhung von 113,8 Millionen Euro für den Haushalt von Entwicklungsminister Dirk Niebel vor. Deutschland kommt damit seinen internationalen Verpflichtungen nicht nach. Zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland just den Vorsitz des UN-Sicherheitsrates übernommen hat, ist dies ein sehr schlechtes Zeichen an die internationale Gemeinschaft. WEITERLESEN
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