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Offenheit und Transparenz

Bei Offenheit und Transparenz geht es darum, dass Menschen in Entwicklungsländern die Informationen und die Mittel erhalten, um ihre Regierungen kontrollieren und gute Entscheidungen treffen zu können.

Offenheit und Transparenz sind ein neues Leitbild in der Entwicklungszusammenarbeit; darüber, wie Entwicklung verläuft und welche Rolle externe Partner dabei spielen. Bei Offenheit und Transparenz geht es darum, dass die Menschen in Entwicklungsländern die Informationen und die Mittel erhalten, um ihre Regierungen kontrollieren und gute Entscheidungen treffen zu können.

Um Transparenz und Offenheit einen Schritt näher zu kommen, setzt sich ONE dafür ein, dass Geber veröffentlichen, welche Mittel es für die Armutsbekämpfung gibt, wie diese Mittel verwendet werden und welche Ergebnisse damit erreicht werden können. Wir glauben, dass Gelder dadurch wirkungsvoller eingesetzt werden und bessere Ergebnisse in wesentlichen Bereichen der Armutsbekämpfung, wie Gesundheit, Landwirtschaft und Infrastruktur, erzielen können.

ONE arbeitet für mehr Transparenz und Offenheit an verschiedenen Fronten, z.B. im Rohstoffsektor und bei Haushaltsverfahren. Zudem ermutigen wir Geber, zivilgesellschaftliche Organisationen und andere Kontrollinstitutionen wie Parlamente stärker zu unterstützen, damit sie die neu gewonnenen Informationen auch nutzen können, um ihre Regierungen zu kontrollieren. Außerdem sind wir sehr an neuen Technologien interessiert, die neue Impulse für mehr Offenheit und Transparenz geben. Wir beschäftigen uns auch damit, wie man am besten Korruption und illegale Finanzflüsse stoppen und Ressourcen lokal bündeln kann sowie mit der Frage, ob zukünftige Entwicklungsziele Regierungsführung, mehr Transparenz und Offenheit beinhalten sollten.

Indem wir uns für mehr Transparenz und Offenheit einsetzen, hoffen wir Armutsbekämpfung voranzutreiben und eine Zukunft zu gestalten, in der Menschen in Entwicklungsländern die Informationen und Mittel haben, um ihre Regierungen überprüfen und ein Leben führen zu können, ohne von Unterstützung von außen abhängig zu sein.

Brennpunkte zum Thema

  • Armut noch wirksamer bekämpfen

    25.11.2011

    Vom 29. November bis 1. Dezember 2011 werden etwa 2000 Delegierte im südkoreanischen Busan darüber beraten, wie man Entwicklungszusammenarbeit besser und effizienter machen kann. WEITERLESEN

  • Der G20-Gipfel in Cannes

    01.11.2011

    Am 3. und 4. November treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Volkswirtschaften in Cannes. Sie entscheiden dort auch über wichtige Fragen für die ärmsten Menschen der Welt.
    WEITERLESEN

Presse

Pressemitteilungen zum Thema

  • EU-Parlamentarier senden starkes Signal gegen Korruption und Armut im Rohstoffbereich

    18.09.2012

    Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat sich in seiner heutigen Sitzung für eine Regelung ausgesprochen, die europäische Öl- und Bergbaufirmen künftig verpflichten könnte, Zahlungen zu veröffentlichen, die sie an ausländische Regierungen leisten. Die entwicklungspolitische Organisation ONE begrüßte dieses Votum ausdrücklich. Falls der Europäische Rat zustimmt, kann dies ein großer Erfolg für die ärmsten Menschen der Welt werden. WEITERLESEN

  • New Yorker Börsenaufsicht macht historischen Schritt gegen Korruption und Armut

    23.08.2012

    Bono: Regierungen von Peking bis Berlin sollten folgen. Am gestrigen Nachmittag veröffentlichte die New Yorker Börsenaufsicht (SEC) lange erwartete, neue Rechnungslegungsvorschriften für Unternehmen, die im Rohstoffsektor tätig sind. Die Umsetzung eines Teils der als „Dodd-Frank-Act“ bekannten Finanzmarktreform ist aus Sicht von ONE ein historischer Durchbruch in den Bemühungen um Menschenrechte, gegen Korruption und für den Schutz von Investoren – auch wenn einige Details noch offen sind. ONE ruft die EU auf, unmittelbar eine ähnliche Regelung zu treffen. WEITERLESEN

  • Neue Studie: Deutsche Entwicklungshilfe nicht an den Ärmsten ausgerichtet

    25.06.2012

    Die deutsche Entwicklungspolitik legt zu wenig Schwerpunkte auf die ärmsten Länder der Welt. Deutschland liegt zudem weit hinter seinen finanziellen Zusagen an die ärmsten Länder der Welt zurück. So die Ergebnisse des „DATA-Berichts“, den die entwicklungspolitische Organisation ONE heute in Berlin vorstellte. WEITERLESEN

Fakten auf einen Blick

  • 20 Prozent aller Länder

    stellen ihren Bürgern genug Informationen zur Verfügung, um den nationalen Haushalt zu verstehen.

  • Ungebundene Entwicklungsgelder sind 30 Prozent effektiver:

    Gebundene Gelder müssen in dem Land ausgegeben werden, das die Hilfe zur Verfügung stellt.

  • Jedes Jahr verlieren Entwicklungsländer etwa 1 Billion Dollar

    durch illegale Finanzflüsse