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HIV/Aids

Den 3.200 Menschen, die täglich eine Behandlung beginnen, stehen 7.300 Neuinfektionen gegenüber.

 

 

 

Die Herausforderung

2010 starben 1,8 Millionen Menschen an HIV/Aids, und weitere 2,6 Millionen Menschen infizierten sich mit dem Virus. Afrika südlich der Sahara ist davon stärker als jede andere Region der Welt betroffen. Zwei Drittel aller Menschen, die mit HIV/Aids leben, und drei Viertel aller Todesfälle durch HIV/Aids entfallen auf die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Die Erkrankten sind nicht die einzigen Betroffen - auch ihre Familien und die Gemeinschaft, in der sie leben, leiden unter den Folgen der Krankheit. 14,8 Millionen afrikanische Kinder haben bereits ihren Vater, ihre Mutter oder beide Eltern an HIV/Aids verloren. Die Krankheit trifft Menschen in ihren produktivsten Jahren. Dies ist ein zusätzliches Hemmnis für den wirtschaftlichen Fortschritt in vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Die Chance

In vielen der ärmsten Länder der Welt waren dank eines größeren politischen Willens und der Aufstockung der Mittel für die Bekämpfung der Krankheit in den vergangenen Jahren Fortschritte im Kampf gegen HIV/Aids zu verzeichnen. Durch den Start von Initiativen wie dem Globalen Fonds und PEPFAR erhielten Millionen von Menschen in den ärmsten Ländern der Welt Zugang zu Behandlung, Prävention und Betreuung. Mehr als fünf Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner erhalten heute eine lebensrettende antiretrovirale Behandlung (verglichen mit nur 50.000 im Jahr 2002). Allein PEPFAR unterstützt durch seine Partnerschaften mit mehr als 30 Ländern  im Haushaltsjahr 2010  elf Millionen Menschen.

Auch bei der Eindämmung der Ausbreitung von HIV/Aids wurden Fortschritte erzielt. Unter anderem dank des Globalen Fonds erhielten 1,3 Millionen HIV-infizierte schwangere Frauen Medikamente, die eine Übertragung des Virus auf das ungeborene Kind verhindern (verglichen mit nur 150.000 Frauen im Jahr 2004). Die HIV-Ansteckungsraten liegen jedoch nach wie vor weit über der Zahl von Menschen, die eine Behandlung erhalten. Langfristig ist der Kampf gegen HIV/Aids nur zu gewinnen, wenn genug Geld in die Prävention und die Forschung nach Behandlung und nach einem Impfstoff fließt.

Das Thema im Detail

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Pressemitteilungen zum Thema

  • ONE zu Aids-Fonds Zwischenbericht: Transparenz honorieren

    01.07.2011

    Berlin. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat erfreut auf den Zwischenbericht des internationalen Prüfpanels des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) reagiert, der heute fertiggestellt wurde. Die rigorose Bekämpfung von Korruption und die Bereitschaft der Organisation zum offenen Umgang mit Korruptionsvorwürfen muss honoriert werden, fordert ONE. WEITERLESEN

  • Unabhängiges Panel zum Global Fund eingerichtet

    04.05.2011

    Berlin. Die entwicklungspolitische Organisation ONE begrüßt die Berufung eines unabhängigen Panels zur Untersuchung der Korruptionsvorfälle beim Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria. WEITERLESEN

  • Über 260.000 Stimmen für den Schutz ungeborener Babies vor HIV/Aids

    10.03.2011

    Berlin. Kaum 2 US-Dollar kostet ein Medikament, das die Übertragung des HI-Virus von einer infizierten Mutter auf ihr Kind verhindert. Die Organisation ONE hatte eine Petition initiiert, die bis zum Jahr 2015 ein völliges Ende der HIV-Übertragung von Mutter zu Kind fordert. Gestern übergab die Organisation 269.664 Unterschriften an die Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gudrun Kopp. WEITERLESEN

Fakten auf einen Blick

  • Über 5 Millionen Menschen

    in Sub-Sahara Afrika erhalten lebensrettende Aids-Medikamente. 2002 waren es nur 50.000 Menschen.

  • 2 bis 4 %

    beträgt der jährliche Verlust an Bruttosozialprodukt in stark von HIV/Aids betroffenen Ländern verglichen mit den Ländern, die nicht oder nur schwach betroffen sind.

  • 22 Ländern

    in Sub-Sahara-Afrika haben Vater, Mutter oder beide Eltern durch HIV/Aids verlorenist es gelungen, die Zahl der Neuinfektionen mit HIV um mehr als 25 % zu senken.

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