Wachstum in der Landwirtschaft ist für die Reduzierung der Armut doppelt so wirksam wie Wachstum in anderen Sektoren.
Die Herausforderung
Der Umfang der Mittel und Programme für die Landwirtschaft ist in den vergangenen 20 Jahren ständig zurückgegangen. Das hat dazu geführt, dass viele arme Länder heute anfälliger für Hunger und Armut sind. Insbesondere in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara leidet die Landwirtschaft unter geringer Produktivität und unzureichenden Investitionen. Dies erschwert, dass Afrikanerinnen und Afrikaner sich selbst versorgen und mit der Arbeit in der Landwirtschaft ihre Existenz sichern können. Der sprunghafte Anstieg der Nahrungsmittelpreise, insbesondere für Getreide wie Reis, Weizen und Mais, im Jahr 2008 brachte in den armen Ländern noch mehr Menschen in Bedrängnis. Diese Entwicklung hatte - zusammen mit der globalen Wirtschaftskrise - verheerende wirtschaftliche Folgen für arme Familien, die häufig mindestens die Hälfte ihres Einkommens für Nahrung ausgeben. Es gibt Schätzungen, die besagen, dass 2009 die Zahl der Hungernden bei mehr als einer Milliarde Menschen lag. Auch wenn die Zahl wieder leicht zurückging - auf 925 Millionen Anfang 2010 - wird sie jetzt, da die Nahrungsmittelpreise anderthalb Mal so hoch sind wie noch im April, wohl wieder steigen. Und Experten gehen davon aus, dass die Preise so schnell nicht wieder sinken werden. Damit könnten weitere Millionen Menschen in Armut und Hunger gestoßen werden.
Die Chance
Investitionen in die Landwirtschaft können einen fundamentalen Wandel bewirken - insbesondere in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara, in denen fast zwei Drittel der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeiten und durchschnittlich ein Drittel des Bruttosozialproduktes auf die Landwirtschaft entfällt. Frauen produzieren 60 bis 80 % der Nahrung in Sub-Sahara-Afrika und die Weltbank schätzt, dass Wachstum in der Landwirtschaft für die Reduzierung der Armut doppelt so wirksam wie Wachstum in anderen Sektoren ist. Diese Investitionen würden dazu beitragen, dass sich die Ärmsten der Welt selbst aus der Armut befreien könnten. Neben der Förderung des Wirtschaftswachstums tragen Investitionen in die Landwirtschaft auch dazu bei, dass die ärmsten Länder der Welt ihre Bevölkerungen besser ernähren können und die durch schwankende Welthandelspreise für Nahrungsmittel, den Klimawandel und die Finanzmärkte ausgelösten Krisen besser überstehen.
Produktionsmittel wie Dünger und Saatgut, aber auch Informationen werden dringend benötigt, um den Gemeinden dabei zu helfen, eine neuerliche Nahrungsmittelkrise zu verhindern. Programme der sozialen Absicherung wie Cash-for-Work sind ebenfalls notwendig, um zu verhindern, dass Familien noch tiefer in die Armut rutschen. Langfristig bedarf es zur Gewährleistung der Ernährungssicherung und des Wirtschaftswachstums erheblicher Investitionen in die Landwirtschaft und die ländliche Entwicklung. Bei besserer Infrastruktur, stärkerem Einsatz von Technik und entsprechender Ausbildung sowie ausreichendem Zugang zu Finanzdienstleistungen würden Bauern von höheren Erträgen und besserem Zugang zu einheimischen, regionalen und internationalen Märkten profitieren.
Viele Regierungen und Geberländer haben durch geeignete Investitionen begonnen, das große Potenzial der Landwirtschaft in den Ländern südlich der Sahara stärker zu nutzen und damit die wirtschaftlichen Möglichkeiten sowie die Versorgungssicherheit zu verbessern. WEITERLESEN
Am 3. und 4. November treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Volkswirtschaften in Cannes. Sie entscheiden dort auch über wichtige Fragen für die ärmsten Menschen der Welt.
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Intelligente Investitionen in Landwirtschaft sind die Basis für Armutsbekämpfung in agrarisch geprägten Entwicklungsländern.
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Im Februar 2009 startete ONE seine Kampagne zur Bundestagswahl. Kern der Kampagne war der Artikel ONE, eine Zusammenfassung unserer entwicklungspolitischen Kernforderungen an die noch zu wählende Bundesregierung. Unser Ziel: vor der Wahl möglichst viele Unterstützer für den Artikel ONE bekommen und möglichst großen öffentlichen Druck aufbauen - um nach der Wahl möglichst viele Punkte aus dem Artikel ONE im Koalitionsvertrag zu verankern und somit für die neue Bundesregierung verbindlich zu machen.
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Oktober bis Dezember 2008
Im Oktober 2008 begann ONE erstmals mit Kampagnen, die explizit auf der Hilfe deutschsprachiger Unterstützerinnen und Unterstützer baute. 2008 hatte ein wichtiges Jahr zur Bekämpfung extremer Armut werden sollen. Doch die Finanzkrise wollte es anders.
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September bis Oktober 2008
Im September 2008 - vor den Gesprächen hochrangiger Vertreter über die Millennium-Entwicklungsziele am Rande der UN-Generalversammlung - wurden mehr als 50.000 ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer aus Europa aktiv und drängten Staats- und Regierungschefs, die Finanzierungslücke von $1 Mrd. bei der Bekämpfung der Nahrungsmittelkrise zu schließen.
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Juli bis November 2008
Als Reaktion auf die Nahrungsmittelkrise war auf dem Gipfel in Rom ein Paket von Sofortmaßnahmen beschlossen worden. Die EU-Kommission schlug vor, einen europäischen Beitrag mit €1 Mrd. zu leisten, die sonst nicht in Entwicklung geflossen wären. ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer in Europa trugen im entscheidenden Moment dazu bei, den öffentlichen Druck so zu erhöhen, dass wirklich zusätzliches Geld half, die Krise abzufedern.
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Mai bis Juli 2008
Sechs Wochen leistete ONE Überzeugungsarbeit bei der japanischen Regierung: Japan wurde aufgerufen, sich hinsichtlich der Erfüllung der Versprechen in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Landwirtschaft und Bildung an die Spitze der G8 zu setzen.
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April bis Juli 2008
2008 schossen die Preise für Grundnahrungsmittel auf Rekordhöhe. Besonders hart traf dies natürlich die Ärmsten der Welt. 140.000 ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer unterschrieben daraufhin eine an Präsident George W. Bush gerichtete Petition. In dieser wurde er aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass die Nahrungsmittelkrise auf die Agenda des G8-Gipfels von 2008 gesetzt wird und zur Nothilfe und zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität in Entwicklungsländern weitere Verpflichtungen eingegangen werden.
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Berlin, 11. November 2010. ONE Deutschland begrüßt die Zusage der G20, breitenwirksames Wachstum zum zentralen Thema einer neuen globalen Entwicklungsstrategie zu machen. Diese muss bestehende Hilfsversprechen untermauern, nicht ersetzen. WEITERLESEN
Berlin. Die Versprechen, die den Ländern Afrikas vor fünf Jahren auf dem Gipfel von Gleneagles gegeben wurden haben sowohl zu einer Erhöhung von Entwicklungsfinanzierung als auch einer Zunahme lebensrettende Entwicklungserfolge in historischem Ausmaß geführt. Das ist die vorläufige „Abschlussbeurteilung" einer Studie der entwicklungspolitischen Organisation ONE, die heute in Berlin, Paris, London und Ottawa präsentiert wird. WEITERLESEN
Berlin. Die Schwarz-Gelbe Koalition ist mit ehrgeizigen Reformplänen und der Ankündigung einer kohärenten Entwicklungspolitik gestartet. Gleichzeitig aber fällt Deutschland deutlich hinter seine finanziellen Verpflichtungen zurück. Auch an der Kohärenz gibt es erste Zweifel. Das ist das Fazit der entwicklungspolitischen Organisation ONE zu den ersten 100 Tagen Entwicklungspolitik von Union und FDP. WEITERLESEN
Berlin. Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer treffen sich in Pittsburgh. Die entwicklungspolitische Organisation ONE drängt sie, Afrika ins Zentrum der Überlegungen zur Überwindung der Krise zu stellen - und einem G20-Gipfel in Afrika zuzustimmen. WEITERLESEN
Berlin/L'Aquila. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat den Plan der G8 zu mehr Nahrungsmittelsicherheit für die ärmsten Bauern der Welt begrüßt. Der Plan wurde in letzter Minute mit 20 Milliarden US-Dollar statt 15 Milliarden US-Dollar für die nächsten drei Jahre ausgestatte und enthält wichtige Schritte für eine effektivere Unterstützung der ländlichen Entwicklung.
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Haushaltsentwurf der Bundesregierung ohne Spielraum für G8-Initiativen und Afrika-Versprechen
Das Bundeskabinett hat heute seinen Entwurf für den Haushalt 2010 vorgelegt. Dessen Umsetzung würde bedeuten, dass Deutschland auf dem G8-Gipfel den afrikapolitischen Initiativen der USA und Großbritanniens nichts zur Seite stellen könnte. Deutschland würde mit einer Erhöhung von nur 30 Millionen Euro für das Entwicklungsministerium nach Angaben von ONE zudem sein G8-Versprechen verfehlen.
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heute täglich. Das sind 80 Millionen mehr als noch 2007.
für die Reduzierung der Armut wie Wachstum in anderen Sektoren.
arbeiten in der Landwirtschaft.