Die Herausforderung
Verschmutztes Wasser und das Fehlen einer grundlegenden sanitären Versorgung untergraben die Bemühungen zur Bekämpfung von extremer Armut und Krankheiten in den ärmsten Ländern der Welt. Täglich sterben 4.100 Kinder an den Folgen starken Durchfalls, der durch schlechte sanitäre Versorgung und Hygiene ausgelöst wird. Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern verbringen den Großteil ihrer Zeit mit der Beschaffung von Wasser für ihre Familien. Dafür legen sie im Schnitt täglich etwa sechs Kilometer zurück. Mädchen verlassen häufig vor dem Abschluss die Grundschule, weil es dort keine separaten Toiletten und Zugang zu sauberem Wasser gibt.
Die Chance
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und grundlegender sanitärer Versorgung könnte in den ärmsten Ländern das Leben von Millionen verändern. Der flächendeckende Zugang zu Wasser und sanitärer Versorgung würde den Tod von tausenden Kindern verhindern sowie Frauen und Kindern mehr Zeit für Arbeit oder Schule geben. Dies gilt insbesondere für Mädchen: Untersuchungen zeigen, dass Mädchen mit 12 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit zur Schule gehen, wenn sich innerhalb von 15 Minuten zu Fuß eine Wasserstelle befindet und die Mädchen nicht eine Stunde laufen müssen, um Wasser zu holen.
Investitionen in die Wasser- und sanitäre Versorgung sind auch aus ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll. Jeder Dollar, der in die Wasser- und sanitäre Versorgung investiert wird, schafft einen Gegenwert von 8 Dollar - durch gesparte Zeit, steigende Produktivität und sinkende Behandlungskosten. Bei Erfüllung der in den Millennium-Entwicklungszielen festgelegten Vorgaben hinsichtlich der Wasser- und sanitären Versorgung könnten die afrikanischen Länder südlich der Sahara jährlich $22 Mrd. sparen.
Das Thema im Detail
Presse
Pressemitteilungen zum Thema
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25.05.2010
Berlin. Die Versprechen, die den Ländern Afrikas vor fünf Jahren auf dem Gipfel von Gleneagles gegeben wurden haben sowohl zu einer Erhöhung von Entwicklungsfinanzierung als auch einer Zunahme lebensrettende Entwicklungserfolge in historischem Ausmaß geführt. Das ist die vorläufige „Abschlussbeurteilung" einer Studie der entwicklungspolitischen Organisation ONE, die heute in Berlin, Paris, London und Ottawa präsentiert wird.
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11.06.2009
Die Mehrzahl der G8-Staaten, darunter Deutschland, kommt mit ihren Zusagen zur Entwicklungsfinanzierung für Afrika voran. Frankreich und G8-Gastgeber Italien jedoch gefährden mit ihrem schwachen Engagement die Glaubwürdigkeit der G8 als Ganzes.
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