Handel

Den Schlüssel für die Überwindung der Armut bildet auf lange Sicht der Handel mit Gütern und Dienstleistungen.

Die Herausforderung

Der Handel der afrikanischen Länder südlich der Sahara steht vor gewaltigen Herausforderungen. Fehlende Infrastruktur, eine Vielzahl von Ländern ohne Zugang zum Meer und die Abhängigkeit von nicht weiter verarbeiteten Rohstoffexporten bilden große Hindernisse für eine Ausweitung des afrikanischen Handels. Zudem leidet die Konkurrenzfähigkeit afrikanischer Produkte auf den internationalen Märkten unter hohen Zöllen. Hinzu kommt erschwerend die Subventionierung der Landwirtschaft in den reichen Ländern. Das drückt die Preise und verzerrt den Wettbewerb zu Ungunsten afrikanischer Produkte.

Die Chance

Ein von Handel und Investitionen getragenes Wirtschaftswachstum ist der Schlüssel für die Überwindung der Armut. Nur der Handel kann auf lange Sicht eine nachhaltige Einkommensquelle sichern, die armen Ländern Investitionen in ihre Entwicklung ermöglicht.

Eine wichtige Rolle bei der Ausweitung des afrikanischen Handels kommt den Gebern zu. Durch Abbau eigener Subventionen sowie Aufhebung von Zöllen und Quoten auf afrikanische Produkte könnten die Geber bewirken, dass afrikanische Produkte auf den internationalen Märkten konkurrenzfähig wären. Dies würde vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara eine wichtige Einkommensquelle eröffnen. Die Bereitstellung von Mitteln für den Ausbau der Infrastruktur, der Telekommunikation sowie die Stärkung der regionalen Handelsstrukturen würde zudem dazu beitragen, viele der Hemmnisse für die Vermarktung afrikanischer Produkte auf lokalen, regionalen und internationalen Märkten durch deren Hersteller zu beseitigen.

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Pressemitteilungen zum Thema

  • Prominente fordern zum Mitmachen gegen weltweite Armut auf

    30.09.2009

    Berlin. Bono, Benno Fürmann, Rea Garvey, Cherno Jobatey, Jan Josef Liefers, Michael Mittermeier, Jana Pallaske, Minh-Khai Phan-Thi und Katja Riemann haben mindestens eins gemeinsam: Sie setzen sich mit der entwicklungspolitischen Organisation ONE dafür ein, dass während der Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung die Ärmsten der Welt nicht vergessen werden. Dass ihnen dabei jeder helfen kann, zeigt ein neuer Werbespot, der heute in Berlin vorgestellt wurde und der mit Unterstützung der CineStar-Gruppe in Kinos in ganz Deutschland zu sehen sein wird. WEITERLESEN

  • Scheitern die G8-Versprechen für Afrika an Italien und Frankreich?

    11.06.2009

    Die Mehrzahl der G8-Staaten, darunter Deutschland, kommt mit ihren Zusagen zur Entwicklungsfinanzierung für Afrika voran. Frankreich und G8-Gastgeber Italien jedoch gefährden mit ihrem schwachen Engagement die Glaubwürdigkeit der G8 als Ganzes. WEITERLESEN

  • Neue Weltwirtschaft braucht die Ärmsten

    22.02.2009

    Berlin, 22. Februar 2009.
    Das heutige Koordinierungstreffen europäischer Regierungschefs zum bevorstehenden Londoner G20-Gipfel im Kanzleramt endete mit expliziten Bezugnahmen auf die Situation der ärmsten Länder.

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Fakten auf einen Blick

  • Der Anteil der sub-saharischen Länder am Welthandel

    lag 2007 bei 2,6 %. 1980 waren es noch 6 %.

  • 1 % des Welthandels entsprach 2007 einem Gegenwert von $119 Mrd.

    – mehr als das Vierfache der Mittel, die afrikanische Länder südlich der Sahara im selben Jahr im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit von G8-Ländern erhielten.

  • $258 Mrd. an Subventionen

    erhielten die Bauern in den Industrieländern 2007.

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Zeitungsschau - 10. November 2009

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