Die Herausforderung
Handel ist ein grundlegender Bestandteil eines jeden Wirtschaftswachstums. Er bietet afrikanischen Ländern, Gemeinden und Erzeugern die Möglichkeit, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nach Jahren eindrucksvoller Steigungsraten hat Afrika durch die Finanzkrise eine Verlangsamung seines Wirtschaftswachstums hinnehmen müssen. Die Folgen wurden noch durch die der Finanzkrise vorangehende Ölkrise und die Nahrungsmittelkrise verstärkt. Afrikanische Länder haben nicht nur Probleme, ihre eigenen Märkte aufzubauen und Armut mit Handel zu bekämpfen. Durch weniger Investitionen, geringere Nachfrage nach afrikanischen Produkten und eine Abnahme der Rücküberweisungen von Migrantinnen und Migranten wird ihre Situation noch weiter verschlechtert. So werden sich die afrikanischen Volkswirtschaften langsamer als die Industriestaaten oder die Schwellenländer von den Krisen erholen.
Jahrzehntelang ist es Afrika nicht gelungen, den Welthandel für sich zu nutzen. Dort wo es Fortschritte gab, droht die weltweite Finanzkrise diese zunichte zu machen. Sub-Sahara-Afrika steht auch noch immer vor großen Herausforderungen auf der Angebotsseite. Diese müssen angegangen werden, selbst wenn die politischen Rahmenbedingungen verbessert sind, damit die Menschen in Afrika wettbewerbsfähige Produkte herstellen und auf die Märkte bringen können.
Die Chance
Ein von Handel und Investitionen getragenes Wirtschaftswachstum ist der Schlüssel für die Überwindung der Armut in den Ländern südlich der Sahara. Eine Beseitigung des fundamentalen Ungleichgewichts im Welthandelssystem und Investitionen in die langfristige Entwicklung des Handelssektors sind heute wichtiger denn je, damit Afrika sich von der Finanzkrise erholen, die Millennium-Entwicklungsziele erreichen sowie eine Resistenz gegenüber zukünftigen wirtschaftlichen Schocks aufbauen kann.
Schon ein kleiner Anteil am Welthandel könnte für Afrika einen großen Unterschied machen: 2008 war ein Prozent des Welthandels $195 Mrd. wert - das entspricht mehr als dem Fünffachen der gesamten Entwicklungsmittel, die die Länder südlich der Sahara im gleichen Zeitraum erhalten haben. Die Fähigkeit, Produkte in regionale und internationale Märkte zu exportieren, kann für zahlreiche Länder südlich der Sahara eine lebenswichtige Einkommensquelle darstellen. Industriestaaten können beim Ausbau von Infrastruktur und dem Aufbau von Kapazitäten unterstützen. Zu guter Letzt könnte die Ausweitung von intra-regionalem Handel und Investitionen in den Ländern südlich der Sahara durch reale oder wirtschaftliche Integration entscheidende Vorteile in Form von mehr Handel, mehr Arbeitsplätzen und höheren Einkommen bringen.
Das Thema im Detail
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Kampagnen zum Thema
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04.02.2010
Im Februar 2009 startete ONE seine Kampagne zur Bundestagswahl. Kern der Kampagne war der Artikel ONE, eine Zusammenfassung unserer entwicklungspolitischen Kernforderungen an die noch zu wählende Bundesregierung. Unser Ziel: vor der Wahl möglichst viele Unterstützer für den Artikel ONE bekommen und möglichst großen öffentlichen Druck aufbauen - um nach der Wahl möglichst viele Punkte aus dem Artikel ONE im Koalitionsvertrag zu verankern und somit für die neue Bundesregierung verbindlich zu machen.
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Presse
Pressemitteilungen zum Thema
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28.09.2011
Berlin. EU-Kommissionspräsident Barroso stellte heute seinen Plan für eine Finanztransaktionssteuer der EU vor, die Erträge von 57 Milliarden Euro im Jahr erzielen könnte. ONE fordert die EU-Mitgliedsstaaten auf, diese einmalige Chance zu nutzen, um neue Mittel im Kampf gegen Armut und Klimawandel aufzubringen.
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25.05.2010
Berlin. Die Versprechen, die den Ländern Afrikas vor fünf Jahren auf dem Gipfel von Gleneagles gegeben wurden haben sowohl zu einer Erhöhung von Entwicklungsfinanzierung als auch einer Zunahme lebensrettende Entwicklungserfolge in historischem Ausmaß geführt. Das ist die vorläufige „Abschlussbeurteilung" einer Studie der entwicklungspolitischen Organisation ONE, die heute in Berlin, Paris, London und Ottawa präsentiert wird.
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04.02.2010
Berlin. Die Schwarz-Gelbe Koalition ist mit ehrgeizigen Reformplänen und der Ankündigung einer kohärenten Entwicklungspolitik gestartet. Gleichzeitig aber fällt Deutschland deutlich hinter seine finanziellen Verpflichtungen zurück. Auch an der Kohärenz gibt es erste Zweifel. Das ist das Fazit der entwicklungspolitischen Organisation ONE zu den ersten 100 Tagen Entwicklungspolitik von Union und FDP.
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zum Thema Handel und Investitionen